Alliiertenviertel: Gelingt der Umstieg auf Fernwärme?

Im „Pioniergebiet” in der Leopoldstadt probt die Wien Energie im Kleinen, wie der Ausstieg aus Gasheizungen gelingen kann. Erste Erkenntnisse zeigen jedoch sehr viele Hürden und Stolpersteine.

https://www.zwischenbruecken.at/report/alliiertenviertel-schwieriger-umstieg-auf-fernwaerme/

Mit 25.000 Euro sind die pauschalen Anschlusskosten für Wohngebäude moderat, aber der erste Stolperstein in dem unsanierten Altbau in der Marinelligasse war der fehlende 15 Quadratmeter große Raum für die Hausstation. Hinzu kommen noch individuelle Kosten für Steigleitung und Wohnungsanschlüsse. „Für unsere Wohnung lag die Kostenschätzung bei 5.000 bis 6.000 Euro”, sagt Schiller-Pröhl. Außerdem war unklar, ob alle mitziehen würden. „Wenn jeder Mieter und nur einer der Eigentümer Nein sagen würden, wären alle Planungen umsonst”, sagt Schiller. Denn Wien Energie verlangt, dass mindestens 80 Prozent der Wohnungen in einem Gebäude an die Fernwärme angeschlossen werden.

Ähnliche Probleme wie in der Marinelligasse gibt es in vielen Häusern im Grätzel. Das Alliiertenviertel in der Leopoldstadt wurde von Wien Energie und der Stadt Wien zum Pioniergebiet „Raus aus Gas” erklärt. Schon seit Monaten durchziehen Baugruben das Grätzel, denn hier wird flächendeckend Fernwärme verlegt mit dem Ziel, Erkenntnisse für die Energiewende zu gewinnen.

Zusammengefasst:
1.
Platz zum Ausbau des Fernwämenetzes in den Straßen des dichtverbauten Altbestandes ist immer öfter gar nicht vorhanden
2.
Platz für die technische Infrastruktur zur Übernahme und Verteilung der Fernwärme in Gebäuden des Altbestandes ist nur schwer bis gar nicht zu finden
3.
hohe Investitionskosten für Maßnahmen an allgemeinen Teilen der Gebäude :
thermische Generalsanierung der Altbauten (von neuen Fenstern/Türen bis zur Verbesserung der thermischen Isolierung von Wänden ),
Erneuerung der elektrischen Steigleitungen für Vollelektrifizierung aller Wohnungen in jedem Gebäude

hohe Investitionskosten für Maßnahmen in jeder Wohnung
Ersatz von Einzelöfen gegen Flächenheizungen bzw. Radiatoren und Installation der dafür erforderlichen Wärmeverteilleitungen - falls von Gasetagenheizung nicht schon vorhanden,
Ersatz von Gasherden durch Elektroherde

hohe Energiekosten, da kein Ausweichen auf alternative (günstigere ) Fernmwärme-Anbieter möglich.

Meine Vermutung:
Die Mehrzahl aller derzeitigen Wiener Haushalte mit Gasverbrauchern, wird daher von Gas auf elektrische Energie umsteigen und damit die in Zukunft ohnehin schon beträchtlichen Probleme unserer Versorgung mit elekrischer Energie aus erneuerbaren Quellen noch zusätzlich verschärfen

Du weißt, dass sie im 1. Bezirk voriges Jahr zusätzlich zur schon verlegten Fernwärme jetzt auch Fernkälte verlegt haben. Das Haus wo wir uns befinden ist aber weder an das eine, noch an das andere angeschlossen.

In Wien ist Fernwärme oft auch schon vor der Haustüre vorhanden. Es scheiterte bisher aber am Willen der Hausverwaltungen sich derer zu bedienen. Bei meiner Mutter liegt Fernwärme im 10. Bezirk seit 30 Jahren vor der Türe. Das Haus heizt noch immer mit Gas. Die Stromleitungen im Haus sind so dünn, dass es für den Anschluss eines E-Herdes nicht reicht, geschweige denn für Heizung.

Am Dach wäre ausreichend Platz für Photovoltaik, aber warum sollte die Hausverwaltung das machen. Das sind Kosten. Bringt dem Vermieter nichts.

Es hängt also viel mehr an Rahmenbedingungen als technischer Unmachbarkeit.

Hallo Werner, ich kann dir den Vorwurf des “Herumpolemierens” wieder einmal nicht ersparen.
Alte Steigleitungen , undichte alte Fenster und Türen , unzureichende Wärmedämmung von - nicht nur sehr alten - Gebäuden, müssen unabhängig von der zu wählenden Heizungstechnologie (Fernwärme, Wärmepumpen, Klimaanlagen, Elektroheizung, Solarthermische Anlagen.. ) jedenfalls vor Installation einer alternativen (fossilfreien) ) Heizungstechnologie erneuert/verbessert werden.
Vermutlich werden dann nicht nur fast alle Steigleitungen in den Gebäuden, sondern auch die Leitungen des in den Straßen von Wien vergrabenen Verteilnetzes erneuert werden müssen.

Allein der dafür erforderliche finanzielle Aufwand übersteigt vermutlich schon die Finanzkraft der meisten Mieter und (privaten) Eigentümer - ohne noch die eingeschränkte Benutzbarkeit von Wohnungen während der Bauarbeiten und allenfalls daher erforderliche Ausweichqartiere in die dafür erforderlichen Aufwendungen miteinzubeziehen.

Am Dach wäre ausreichend Platz für Photovoltaik, aber warum sollte die Hausverwaltung das machen.

Nicht aber auf Wiener Dächern, deren Dachflächen bereits fast überall für die Nachverdichtung im Altbestand durch ausgebaute Dachböden und neu gestaltetet - aber zumeist dann nicht mehr für Solarvoltaik (oder Wärmepumpen) nutzbare Dachlandschaften buchstäblich bis auf den letzten Quadratmeter ausgenutzt wurden.

In Wien ist Fernwärme oft auch schon vor der Haustüre vorhanden.

Das gilt nur in alten Neubaugebieten, aber weder im Altbestand noch in neuen Neubaugebieten - wie z.B. dem zukünftigen neuen Stadtviertel am Nordwestbahnhof.
Am Nordwestbahnhofgelände beabsichtigt die Gemeinde gar nicht, Fernwärmeleitungen zu verlegen.
Und in manchen Straßen des Altbestandes ist im Untergrund gar kein Platz mehr vorhanden , um dort auch noch Fernwärmeleitungen verlegen zu können.

Es scheiterte bisher aber am Willen der Hausverwaltungen sich derer zu bedienen. Bei meiner Mutter liegt Fernwärme im 10. Bezirk seit 30 Jahren vor der Türe. Das Haus heizt noch immer mit Gas.

Da scheinst Du die Aufgaben einer Hausverwaltung nicht zu kennen. Sie ist nur in Ausnahmefällen gleichzeitig auch Eigentümer der von ihnen verwalteten Gebäude.
Und es liegt in der Verantwortung der jeweiligen Eigentümer, für die Erhaltung und Modernisierung ihrer Gebäude zu sorgen.

Es heißt zwar : “Über Geld spricht man nicht - man hat es” . Es werden aber auch viele private Eigentümer Probleme haben, die erforderlichen Finanzmittel für alle Maßnahmen in Zusammenhang mit der “Dekarbonisierung” des Energiebedarfes ihrer Gebäude aufzubringen - auch wenn sie selbst nicht darüber sprechen.

Es hängt also viel mehr an Rahmenbedingungen als technischer Unmachbarkeit.

Mit den fehlenden Rahmenbedingungen hast Du nicht ganz unrecht, denn “irgendwer” wird den erforderlichen finanziellen Aufwand für all die notwendigen Maßnahmen an unseren Gebäuden und Wohnungen wohl tragen müssen.
Die technische/wirtschaftliche Machbarkeit hat aber jedenfalls noch vor der Finanzierbarkeit höhere Priorität. Es wird wohl kaum Sinn machen, ein Gebäude zu modernisieren/”dekarbonisieren”, wenn es vielleicht schon in wenigen Jahren durch einen Neubau ersetzt werden sollte.
Die Überzeugung der technischen Machbarkeit scheint aber selbst bei den politischen Entscheidungsträgern der Gemeinde Wien nicht weit verbreitet zu sein, da sonst mehr Information über die technischen und finanziellen Voraussetzungen zur Nutzung von Fernwärme und Wärmepumpen im Altbestand verfügbar sein müsste.

Mein Beispiel zeigt es geht doch!

Du vergißt dabei aber, dass dein Modell (8kWp am Dach - allein nur für deinen Bedarf) nur für freistehende Einfamilienhaüser mit einem einzelnen finanzkräftigen Eigentümer. der das Haus auch selbst bewohnt - an Standorten mit genügend Sonneinstrahlung , unbeschattet durch benachbarte höherer Gebäude oder durch Berge in engen Gebirgstälern - anwendar ist.
In dichtverbauten städtischen Gebieten gibt’s - wenn überhaupt- solche Einfamilienhäuser nur am Stadtrand.
Und auf alle möglichen Streitigkeiten in einer Eigentümergemeinschaft eines größeren Einfamilienhauses brauche ich hier wohl auch nicht weiter eingehen.

Vielleicht sollte man sich mal Solar-Folien wie HeliaSol ansehen. Die können auf Dächer, Wänden und als Gartenzäune angebracht werden. Jede kWh ist dabei willkommen, egal, ob Verschattung oder direkte Sonneneinstrahlung.

Ich meine mich auch zu erinnern, dass die Solarindustrie an Solarzellen arbeitet, bei denen das Frequenzspektrum des genutzten „Lichts“ verschoben wird. Die sollen also ohne blendendes Licht (direkte Sonneneinstrahlung) funktionieren. Mir ist aber nicht bekannt, wie weit die Entwicklung gediegen ist und ob die System schon mit einem wirtschaftlichen Wirkungsgrad käuflich sind.

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Die höchsten Wirkungsgrade ( > 20 % der eingestrahleten Energie der Sonne) sind immer noch nur mit monokristallinen Zellen zu erreichen, jede Modifikation des Zellenaufbaues, weniger optimale Ausrichtung ( abweichend von 90% Einfallswinkel de Sonnenstrahlen ) führt zu geringerer Ausbeute. Modifikationen können aber durchaus Sinn machen, um in den Randzeiten der Sonnenstrahlung und/oder bei bedecktem Himmel bessere Ausbeuten - aber stets sehr deutlich unter 20 % - zu erzielen.
So beträgt der Unterschied der Ausbeute (elektrische Leistung ) bei direktem Sonnenschein zu Mittag und bedecktem Himmel (keine Unwetter-Wolken) am späten Nachmitttag im Sommer ca 90% - bei einer optimal nach Süden ausgerichten Solarvoltaikanlage.

Solange jedes Watt zählt, ist alles gut.

Ich kann schneller mit dem Rennwagen ans Ziel kommen, oder langsamer mit dem Fahrrad: Hauptsache, ich komme überhaupt voran.

Das ist mein Motto, weshalb für mich bei den Diskussionen um die Energiewende ein Kriterium wie der Wirkungsgrad eher ein sekundäres oder tertiäres Kriterium wäre.

Österreich ist am Land auch das Land der Häuselbauer!
Ich kenn das zu Genüge, Handwerker bauten Haus, selbst am Sonntag sah man nichts von Bauherrn/Baufrauen - das Haus war fertig, Besitzer*in eingezogen, 2 Oberklasse PKWs vorm Haus.
Und das war/ist kein Einzelfall!

Es gibt auch Entwicklung welche zusätzlich die u.a. kinetische Energie von Regentropfen nutzen könnte.

Der Wirkungsgrad wird aber in Zukunft immer wichtiger werden, weil wir noch meilenweit davon entfernt sind, unseren gesamten Energiebedarf nur aus erneuerbaren Quellen abdecken zu können.
Ich erinnere hier nur an die noch vollkommen ungelöste Problematik der ausreichenden Speicherkapazitätr - und der zusätzlich zum täglichen Energieverbrauch benötigten Ladenergie - für Kurzzeit- Langzeit- und Saisonalspeicher.

Dass diese Problematik mit immer größeren Pumpspeicherwerken allein nicht lösbar sein wird, dafür soll uns der gleichzeitige - und gleich mehrjährige, aber angeblich vollkommen unabhängig voneinander erfolgte - Ausfall von zwei großen Generatormaschinen und eines großen Trafos in der soeben erst erweiterten Speicherkette Limbergsperre ein warnendes Beispiel sein - siehe https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/47-millionen-euro-schaden-verbund-kraftwerke-in-kaprun-koennten-jahrelang-ausfallen-art-307988.

Mit dem Ausfall der beiden Kraftwerke fallen rund 57 Prozent der gesamten Pumpspeicherleistung der Kraftwerksgruppe Kaprun aus und damit fast ein Viertel der Leistung aller Verbund-Speicherkraftwerke in ganz Österreich.

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Der Wirkungsgrad ist wichtig, wenn zu wenig Energie da ist (Winter), Der Wirkungsgrad ist unwichtig, wenn Energie im Überfluss da ist (Sommer zu Mittag). Weil wenn ich 10% Wirkungsgrad habe, und dafür bezahlt werde die Energie zu verbrauchen, oder wenn ich meine Eigene Energie sonst verpuffen lassen würde weil ich sie nicht ins Netz einspeisen darf ist 10% Wirkungsgrad deutlich besser als 0%. (und es sind ja mehr als 10%)

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Ich habe - bisher offenbar vergeblich - versucht darauf hinzuweisen, dass uns “Überschussstrom” nur derzeit - und nur vorübergehend - solange Klimaschutzziele nur eine “Kür” - aber keine “Pflicht” - sind , noch zur Verfügung steht.
Diesen “Überschussstrom” werden wir in Zukunft dringend brauchen , um all die erforderlichen Energiespeicher ( Kurzzeit- , Langzeit- , Saisonal- und Pumpspeicherwerke ) rechtzeitig wieder laden zu können. Diese Speicher gibt es aber derzeit bis auf wenige Ausnahmen noch gar nicht.
Gleichzeitig wird auch der laufende Energieverbrauch - vor allem auch durch das Projekt der Dekarbonisierung all unserer Energiesysteme - noch erheblich steigen : sich vervielfachen.
Selbst von offizieller Seite ist manchmal schon von einer erwartenden Verdoppelung des Bedarfes an elektrischer Ebergie zu hören, einfachste “Milchmädchenrechnungen” (basierend auf dem Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2019) weisen sogar auf eine mögliche Verfünffachung des Bedarfes an elektrischer Energie hin.
Wir schaffen es derzeit (2025) aber immer noch nicht, unseren Bedarf an elektrischer Energie tatsächlich (und nicht nur rechnerisch) das ganze Jahr zuverlässig nur aus erneuerbaren Quellen zu decken.

Und selbst ohne diese immense Bedarfserwartung hier oben :
Warum soll ein Produzent erneuerbarer elektrischer Energie seine Überschussenergie ins öffentliche Netz einspeisen, wenn er für diese “Erlaubnis”, dann auch noch bezahlen muss - z.B. für eine “übergebührliche” Nutzung seiner Anschlussleitungen ?

Alles also Argumente für nur derzeit - und sehr rasch wieder vorübergehend - noch verfügbaren “Uberschussstrom”.

In mir kommt der Verdacht auf, man schafft damit eine neue Melkkuh. Nun muss man an Beiden Enden einer Leitung bezahlen, bisher nur beim Verbraucher Ende. Nun zusätzlich beim Erzeuger Ende? Wäre das nicht eine Verdopplung des Einkommens?

Bringe die Telkos bloss nicht auf dumme Ideen. Sonst darfst Du irgendwann fürs Telefonieren auf beiden Seiten der Leitung bezahlen. :rofl:

Ganz so “abwegig” ist ja die Behauptung der übergebührlichen Nutzung/Belastung beim Einspeisen von elektrischer Energie aus Produktionsanlagen in das öffentliche Energieversorgungsnetz tatsächlich nicht - “abwegig” ist nur die daraus abgeleitete Schlußfolgerung für jede Einspeisung - auch aus kleinen Produktionsanlagen - zahlen zu müssen - und damit solche Einspeisungen vielleicht sogar zu unterbinden - obwohl wir jedes Watt elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen dringend (und zu jeder Tageszeit !) brauchen.
Bei ”richtig großen” Kraftwerksanlagen (aber auch bei Windkraftanlagen mitten im Wald oder bei Solarvoltaikfarmen irgendwo in der “Pampa” ) müssen die Netzbetreiber aber tatsächlich sogar neue Hochspannungsleitungen errichten, um die dort erzeugten großen Energiemengen auch in das öffentliche Energieversorgungsnetz übernehmen zu können.
Dieses Kosten dann aber in jedem Fall dem einzelnen Errichter/ Betreiber solcher großen Produktionsanlagen anlasten zu wollen und nicht als Teil der Maßnahmen zum Ausbau und zur Verstärkung des öffentlichen Energieversorgungsnetzes betrachten zu wollen , sollte wohl ernsthaft hinterfragt werden.
Zudem dürfte diese Fragestellung auch erst seit der Privatisierung der öffentlichen Energieversorgung und der Aufsplittung der Energieproduktion und de Energieverteilung auf separate Unternehmen - angeblich zur Förderung der Konkurrenz - akut geworden sein, obwohl im Bereich der Energieverteilung aus technischen Gründen weiterhin Gebietsmonopole gelten und die Endverbaucher weiterhin keine Möglichkeit haben, sich einen anderen Netzbetreiber - als den am Wohnort zuständigen - “auszusuchen”.
Privatisierung hat halt auch Nachteile.
Vollkommen unverständlich wird dies Behauptung der ungebührlichen (Über- ? ) Nutzung von Leitungen, wenn die in das öffentliche Netzt einspeisbare Leistung aus eigenen Produktionsanlagen (hinter den jeweiligen Zählstellen) der Verbraucher auf den Anschlusswert der jeweiligen Zählstellen (den dort maximal zulässigen Verbrauch elektrischer Leistung) technisch - z.B. durch automatisches regionales Lastmanagment - begrenzt wird.
Rein rechnerisch könnte dann jeder Verbraucher bis zur Höhe seiner maximal zulässigen Anschlussleistung auch elekrische Wirk-Leistung in das öffentliche Energierversorgunsnetz liefern. Und seine Produktionsanlagen könnten dann bei Auslegung auf den doppelten eigenen maximalen Leistungsbedarf immer noch wirtschaftlich (ohne unwirtschaftliche Unterlastung wegen sonst überschrittener Lieferbeschränkungen in das öffentliche Energieversorgungsnetz) betrieben werden.
Denn den Leitungen ist es vollkommen egal, ob sie durch Energieflüsse von “links nach rechts” oder von “rechts nach links” belastet werden.
Ob diese Betrachtung auch noch für Regelvorgänge (z.B. durch Phasenschieber verursachte Blindströme) gilt, kan ich aber nicht beurteilen, dafür fehlt mir das dafür erforderliche Detailwissen.
Durch Lastmagement auf der untersten Netzebene , könnten allfällige NetzInstabilitäten - z.B. maximale gleichzeitige Produktion bei Sonnenschein zu Mittag - möglicherweise sogar schon auf der untersten Netzebene ( z.B. durch regional gesteuerte große Verbraucher bzw. Speicher ) ausgeregelt werden.
In diese Richtung - hin zum selbständigen Energiemanagment (inklusive Speicherverwaltung) in jedem Netzsegement der untersten Netzebene - scheint es derzeit aber noch nichteinmal irgendwelche Überlegungen bzw. Diskussionen zu geben - oder habe nur ich bisher noch nichts in diese Richtung vernommen ?

Ehrlich: Ich überlege mir auf die Dienstleistungen der Stromversorger zu verzichten.

Wozu brauche ich die, wenn sie mir für produzierte Energie nichts bezahlen wollen, die Leitungen auch noch in Rechnung stellen wollen, und dann noch absurde Summen für Energie verrechnen wollen.

Jeder erzeugt sich seine Energie selbst. Austausch innerhalb lokaler Gemeinschaften. Speicherung um Verbrauch und Produktion zusammenzubringen.

Erich wird sicher gleich sagen: Unmöglich.
In Deutschland gibt es eine Gemeinde, die hat genau das schon umgesetzt. Dort gibt es nur noch 2 Haushalte die noch am Netz hängen. Der Rest hat sich verabschiedet.

Ich hab sowas mal im Kleinen mit selbstgebautem Wasserrad (laienhaft ausgedrückt) am Bach irgendwo in der Peripherie gesehen. Ist schon ein Zeitl her. Aber auf der Hütte war permanent Energie vorhanden.

Auf meine Nachfragen wegen…….die wegwischende Handbewegung von ihm und der Blick zum Waffenschrank (er war auch Jäger und eher von der rustikalen Sorte - hüstel). war genug Antwort.

Der ist sicher auch heute noch autonom auf seiner Hütte unterwegs…ohne je irgendeinen Energiezähler je zu Gesicht bekommen zu haben.

Weiss aber nimmer, wo das genau war. Schade.
@werneri…hast du einen Link zu dieser Gemeinde?

Ärmeln aufkrempeln und machen …
Es geht doch … an einem Beispiel

Leitzersdorf hat auch vier Windräder stehen, was damit ist, wer diese betreibt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Mehr dazu

Feldheim in Brandenburg:

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