Während die USA den zentralen Hebel für Klimaschutzvorgaben abmontieren, wollen mehrere Staatschefs in der EU den Emissionshandel aushebeln
Es ist, als hätten sich in der Klimapolitik zwei Parallelwelten aufgetan. In der einen veröffentlichten international führende Klimawissenschaftler im Fachjournal One Earth am Dienstag eine alarmierende Studie: Das Klima der Erde entferne sich derzeit von den stabilen Bedingungen, die die menschliche Zivilisation seit Jahrtausenden geprägt haben.
In der anderen Parallelwelt trat US-Präsident Donald Trump am Donnerstag vor die Presse, im Schlepptau hatte er den republikanischen Politiker und bekennenden Klimawandelleugner Lee Zeldin, den Trump in seiner zweiten Amtszeit zum Leiter der Umweltbehörde EPA bestellt hat. Gemeinsam verkündeten die beiden: Die wissenschaftliche Erkenntnis, dass Treibhausgase das Leben und Wohlergehen der Menschen bedrohen, gelte nicht mehr.
Während Trump seinen Feldzug gegen den Klimaschutz in den USA fortführt, wollen mächtige Politiker in der EU einen zentralen Hebel in der europäischen Klimapolitik abmontieren. Es geht um den Emissionshandel, der Europas Industrie klimafreundlich machen soll.
International gilt der Emissionshandel als Vorzeigemodell: China hat 2021 ein ähnliches Modell gestartet, wenngleich die Preise dort bisher etwas niedriger angesetzt sind. Zuletzt hat das Land das System sogar noch ausgeweitet, auch die Stahlindustrie muss nun für Emissionen zahlen.
Aus dem Forum im derStandard.at :
Mein Gott - warum können visionslose alte Männer nicht einfach in Pension gehen, statt die Zukunft unserer Kinder zu zerstören?
Es gibt aber leider nicht nur alte visionslose Männer.