Angesichts des am 1. Oktober in Kraft tretenden Verbotes für E-Mopeds, auf Fahrradwegen zu fahren, will der Essenslieferant Foodora ganz auf Fahrräder und E-Bikes umsteigen. Betroffene Fahrerinnen und Fahrer wolle man beim Umstieg unterstützen.
Ganz besonders liebe ich die Aero Bike aka Velo Mobil - besonders am Trepplweg und Wegen durch die Au … sind immer gemeinsame Wege für Fußgänger und Radfahrer!
Die Dinger merkt man spät, das sie so tief liegen und oft sauschnell unterwegs sind.
Ich muss ebenfalls ständig aufpassen, wenn Senioren auf ihren E-Bikes mit 30 km/h heranbrausen – eine Geschwindigkeit, die angesichts ihrer eingeschränkten Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit schlichtweg verantwortungslos ist. Oder wenn sie mir urplötzlich vor den Wagen springen. Dieselben Menschen, die sich mit dem Rollator nur noch mühsam vorwärts schieben, verwandeln sich auf dem E-Bike in rücksichtslose Rennfahrer.
Es ist Zeit für eine Regelung: Für alleelektrischen Fahrzeuge, die schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren, sollte eine Führerscheinpflicht mit einjähriger Gültigkeit eingeführt werden – inklusive jährlicher erneuter Überprüfung und ärztlicher Untersuchung für eine Verlängerung. Für E-Bikes, E-Scooter, E-Moped, E-Autos, E-Züge.
Nur durch solche rigorosen Regulierungen lassen sich Fußwege, Radwege, Straßen und Schienen endlich sicherer gestalten. Der Staat hat seine Pflicht zu erfüllen, die braven Verkehrsteilnehmer vor solchen Gefahren zu schützen.
Ein spannendes Detail wurde gestern in der ZIB berichtet. Food Fahrer die in Zukunft mit E-Mopeds unterwegs sind (und auf der Straße fahren müssen) unterliegen durch die gesetzlichen Regelungen der Pflicht zur Bezahlung nach Stundenlohn.
Jene die mit Fahrrädern unterwegs sind unterliegen einem freien Beschäftigungsvertrag und werden nach Leistung (Anzahl gelieferter Essen) bezahlt.
Foodora hat gester sofort gesagt: Wir steigen auf E-Fahrräder um. (damit sie nicht Stundenlohn zahlen müssen)
Die Herausforderung: Die E-Mopes gehören den Fahrern. Die können ihre selbst gekauften E-Mopeds jetzt verkaufen und sich ein E-Fahrrad kaufen um weiter eine Beschäftigung zu haben. Alle Kosten liegen bei jenen, die ohnehin nicht sonderlich gut gestellt sind. Kein Problem für Foodora.
Gesetze nach dem Muster „wer an einem geraden Tag Geburtstag hat, muss Angestellter sein, wer an einem ungeraden Tag Geburtstag hat, darf selbstständig sein“.
Völliger Nonsens, die Pflicht zum Angestelltenverhältnis davon abhöngig zu machen, ob man mit einem E-Moped oder einem E-Bike seinen Job erledigt.