Google-Rechenzentrum stoppen!

Attac unterstützt die Proteste gegen das gigantische Rechenzentrum, plant weitere Aktionen und Recherchen und mischt sich in die öffentliche Debatte ein.

https://nl.attac.at/d5h4s6p2q6/3103066179103624484/a8q7/

Kronstorf ist kein Einzelfall. Während sich die Klimakrise zuspitzt, entstehen weltweit hunderte klimaschädliche Rechenzentren. Die Big Tech-Konzerne eignen sich dabei Land, Wasser und Netzkapazität an und treiben die Strompreise hoch, während Profite in die USA fließen.

Beim Widerstand gegen diese klimaschädlichen Rechenzentren geht es daher auch um die Frage, wer unsere digitale Infrastruktur kontrolliert.
Denn Google, Amazon, Microsoft & Co. gehören heute zu den mächtigsten Konzernen der Welt. Wir alle sind zunehmend von diesen Konzernen abhängig

Attac ist überzeugt: Nicht private Konzerne, sondern die Gesellschaft muss bestimmen, ob und mit welchen Ressourcen digitale Infrastruktur ausgebaut wird, wer sie besitzt, wem sie dient und wofür unsere Daten verwendet werden!

Rechenzentren sind ja nicht per se schlecht.

Es ist aber Fraglich ob uns ein Rechenzentrum weiterhilft, wo der Konzern in Europa so gut wie keine Steuern zahlt, und auch kaum Menschen beschäftigt, aber unsere Daten abzieht und sie uns dann teuer wieder zurück verkauft.

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Open data ist doch dafür, dass Daten allen und damit niemanden gehören. Wozu braucht es da noch Privatsphäre? :wink:

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Das gilt auch für Rechenzentren europäischer Betreiber und Service-Anbieter.
Auch „europäische“ Rechenzentren können nicht in „beliebiger“ Anzahl überall errichtet werden und auch sie belasten Umwelt-Ressourcen.

Lieber Erich,

Niemand redet von beliebiger Anzahl. Niemand redet über überall.

Die einen zahlen für Infrastrukturausbau durch steuern. Die anderen nutzen die Infrastruktur ohne etwas beizutragen. Das ist der große Unterschied. Die einen beschäftigen Menschen, weil etwas entwickelt wird, weil etwas was betrieben wird bei uns entstehen muss. Das andere betreibt was andere entwickelt haben - und worauf wir keinen Einfluss haben.

Auch Fabriken berbrauchen Ressourcen - trotzdem wünschen wir uns dass sie bei uns entstehen. Nur dort wird bald niemand mehr arbeiten, weil Maschinen die Arbeit übernehmen.

LG Werner

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Las ich heute in einem Medium … in ein paar Jahren sind diese nun erbauten Großrechenzentren auf der grünen Wiese unnötig!

Solange es keinen gesamtösterreichischen Entwicklungsplan für Rechenzentren und der dort zulässigerweise gehosteten Services/Daten gibt, resultiert dieses Manko dann in beliebiger Anzahl von überall in Zukunft noch zu errichtenden Rechenzentren.
Es gelten dann nur die 9 Bauordnungen mit den Abschnitten für gewerblich /industriell zu nutzende Bauflächen.
Eine Umweltveträglichkeitsprüfung wird es in Zukunft nur für Rechenzentren mit mehr als 100 MW (?) Leistungsbedarf geben und hat es bisher gar nicht gegeben.
Die benötigte elektrische Leistung von Rechenzentren wird fast vollständig in Wärme umgewandelt und muss an die Umgebung (Luft ode Gewässer) abgegeben werden - führt daher zu deren weiterer Aufheizung - wird aber nur manchmal auch in Fernwärmenetze eingespeist, denen aber im Sommer vermutlich Wärmeabnehmer fehlen.
Bisher wurden bereits ca 8 TWh (?) Energiebedarf für zukünftige Rechenzentren angemeldet, die in den Abschätzungen des zukünftigen (österreichischen) Gesamtenergiebedarfes aber noch gar nicht berücksichtigt wurden.
Wir können schon unseren derzeitigen Energieverbrauch noch sehr lange nicht auschließlich aus erneuerbaren Quellen (ohne dafür erforderliche Importe) decken.
Wir werden uns daher noch sehr genau überlegen müssen, für welche Zwecke wir in Zukunft noch wie viel Energie verbrauchen können.

Warum? :thinking:

Musst die Expertin aus der TU Wien fragen!

Warum Kronstorf in 20 Jahren niemand brauchen könnte

Dieser Ausblick in die nicht ganz weite Zukunft lässt das Kronstorfer Rechenzentrum noch ein bisserl absurder erscheinen. Auch Armin Wolf fragt hier freilich nach. „Das heißt, in Kronstorf wird gerade etwas gebaut, das 50 Hektar groß ist. Das braucht in 20 Jahren niemand mehr?“. Brandic bestätigt diese Annahme: „Wenn die Entwicklung so geht, wie wir uns das erhoffen, werden wir es wahrscheinlich nicht mehr brauchen“. (Astrid Ebenführer, 23.9.2026)

Kann ich irgendwie nachvollziehen … wer kann sagen wie sich Prozessor Technik weiter entwickelt? Wie sehen Rechner in 20 Jahren aus?

Zur Verfasserin vona Brandić

Wenn man das Interview anhört, sagt sie nicht - dass wir die Rechenzentren nicht mehr brauchen, sondern dass sie im Meer versenkt oder ins Weltall geschossen werden könnten, und daher bei uns keinen Platz mehr verbrauchen.

Da sind aber eher neuartige energiesparendere "elektronische " Baulelemente zu erwarten, - z.B. mit optischer Signalleitung, optischen Logikelementen und Supraleitung.

Ja, die KI wird ein einem Jahr um den Faktor 10 weniger Energie brauchen aktuell. Im Gegenzug steigt aber auch die von uns benötigte Rechenleistung.
Wir erledigen einfach viel mehr mit digitalen Technologien.
Also - die Rechenzentren werden uns zu groß sein, habe ich aus dem Beitrag nicht herausgehört.

Von zu groß steht da nix:

Warum Kronstorf in 20 Jahren niemand brauchen könnte

Dieser Ausblick in die nicht ganz weite Zukunft lässt das Kronstorfer Rechenzentrum noch ein bisserl absurder erscheinen. Auch Armin Wolf fragt hier freilich nach. „Das heißt, in Kronstorf wird gerade etwas gebaut, das 50 Hektar groß ist. Das braucht in 20 Jahren niemand mehr?“. Brandic bestätigt diese Annahme: „Wenn die Entwicklung so geht, wie wir uns das erhoffen, werden wir es wahrscheinlich nicht mehr brauchen“. (Astrid Ebenführer, 23.9.2026)

Der Sinn dieser Aussagen ist ein anderer!

Ich habe mir das Interview angehört, nicht den Text.

Das hat aber nicht zwingend mit mehr Rechenleistung und mehr benötigten Rechenzentren zu tun.

Doch hat es, weil wir immer mehr Daten verarbeiten und immer mehr mit digitaler Technologie tun. Schau Dir (auch außerhalb der KI) das Wachstum an. Auch das lange gültige Moorsche Gesetz hat dazu geführt, dass immer mehr Rechnenleistung gebraucht wurde.

Womit ich aber rechnen würde ist dass „Edge Computing“ wieder wichtiger wird, und wir daher einiges an Rechenleistung wieder dezentral haben werden. Ich glaube trotzdem nicht daran, dass irgendwelche Rechenzentren ungenutzt herumstehen werden. Wenn das Zeug wieder billiger wird, wird es auch mehr genutzt.

Das Moorsche Gesetz hat eine harte Pysikalische Grenze bei den Strichstärken in den heutigen Chips. Das versucht man nun durch Flächen und Energiebedarf von Rechenzentren aus zu gleichen, damit stößt man unweigerlich an die Harte Grenze der Natur! Ressourcen und Energie sind nicht unerschöpflich!
Es gibt einen Spruch “Die Natur geht immer an die Grenze“ - ich glaub das stammt von Bernhard Grzimek - Erkenntnis aus den riesigen Tierherden in der Serengetie.
Nur ist die Grenze hart und unumstößlich!
…
https://www.aphorismen.de/zitat/99712

Wir vergessen immer etwas: Die Energie der Sonne ist fast unerschöpflich. Wir müssten nur einfach beginnen das Großflächig zu machen.

@Erwin_Schuster hatte ja vorgeschlagen die Chinesen zu unterstützen schneller CO2 Frei zu werden. Theoretisch gute Idee, die haben aber keine Kapazitäten noch mehr Solarpanele zu verlegen. Die Überkapazitäten an Solarpanelen werden daher aktuell zu sehr günstigen Preisen nach Afrika und Pakistan verkauft.

Wir tun dafür hier noch viel zu wenig. Weil es ist alles so schwierig. Da müsste man ja, und das geht doch nie …

Die Chinesen zeigen was geht, wenn man nur will:

Solarpark in der Wüste von Qinghai. / Foto: Sungrow

Und unter/neben solchen Solarmodul-„Plantagen“ könnte dann immer noch Landwirtschaft betrieben werden und im Halbschatten solcher Anlagen für bestimmte Kulturen dann sogar noch höherer Ertrag, als in der prallen Sonne, erwartet werden.

Ein Tornado sollte dann aber genauso wenig seine Spur durch solche Anlagen ziehen , wie ihre Flächen nicht durch Vulkanasche oder Flugsand bedeckt werden sollten.