Bei deinen Beiträgen habe ich meist den Eindruck, dass du sehr viel Energie darauf verwendest zu erklären, warum etwas nicht funktionieren kann
Du scheinst übersehen zu haben, dass ich in meinem Beitrag nur einige Fragen gestellt habe, die man beantworten oder deren Relevanz man allenfalls anzweifeln könnte.
Ich habe die technische Machbarkeit aber gar nicht in Frage gestellt.
Die Idee, die in Fahrzeugbatterien gespeicherte Energie durch Rückspeisung (Teil-Entladung) in das öffentliche Energieversorgungsnetz zur Unterstützung der Netzstabilisierung einzusetzen, „geistert“ ja schon länger durch die Medien - und würde die Mitwirkung aller Elektrofahrzeuge - nicht nur der Fahrzeugflotten einzelner Firmen - erforderlich erscheinen lassen. Es wird in entsprechenden Meldungen dabei ja immer mit der riesigen Speicherkapazität der Summe aller dieser Fahrzeugbatterien argumentiert ( z.B. 5 Millionen x ca 50 kWh = 125 GWh allein für alle österreichischen PKW ) obwohl zu jedem Zeitpunkt stets nur ein kleiner Bruchteil dieser Kapazität (z.B. 1%, also - maximal - lediglich ca 1,3 GWh in meiner Annahme) an (öffentlich zugänglichen !) Lade/Entladeplätzen für Stabiliserungsmaßnahmen allfällig zur Verfügung stehen könnten.
und sehr wenig darauf, welche Möglichkeiten darin trotzdem liegen könnten.
Ich sehe hier nur wenig bis gar keine Möglichkeiten.
Möglichkeiten bestehen aber für Firmen (und Private mit eigenen Lade-/Entladeplätzen ) - vielleicht - in der Nutzung günstigere (niedrigerer) Netzkosten - falls solche jemals angeboten werden sollten.
Für die Ermittlung der erforderlichen Anzahl von Ladestationen für die Versorgung aller Fahrzeuge mit elektrischer Energie aus dem öffentlichen Netz, hätte eine größere Zahl von nichtöffentlich zugänglichen Lade- ( und Entlade-) Stationen aber geradezu „katastrophale“ Auswirkungen :
Wenn alle PKW immer über öffentlich nutzbare Ladestationen geladen werden würden , wären dafür (bei Annahme von Langsam-Laden mit max - 11 KW Ladeleistung, ca 14.000 km Fahrleistung/Jahr ) zumindest ca. 500.000 Ladeplätze in Österreich erforderlich. Wenn jedes Fahrzeug „seinen eigenen“ (nur für dieses Fahrzeug benutzbaren) Ladeplatz hätte ( wie z.B. auf Firmengeländen , vor Einfamilienhäusern, auf gemieteten Garagenplätzen, .. ), wären dann gleich 10 mal mehr - also entsprechend der Zahl der PKW daher dann 5 Millionen - und trotzdem dann auch noch weitere öffentliche Ladeplätze - erforderlich.
Für andere Fahrzeuge - als die hier oben nur als Beispiel angeführten PKW in Österreich - habe ich solche Abschätzungen der Anzahl der erforderlichen öffentlichen Ladeplätze noch nirgends gesehen und auch selbst eine solche Abschätzung auch noch nie versucht.
Für die Abschätzung der möglichen Wirksamkeit der Netzstabilisierung durch Rückspeisung geladener Fahrzeugbatterien in das öffentliche Energieversorgnsnetz wäre aber zunächst die halbwegs realistische Abschätzung der Anzahl der zukünftig erforderlichen öffentlichen Ladestationen für alle Fahrzeugarten (nicht nur PKW) und ihrer zu erwartenden Nutzung jedenfalls erforderlich.
Ein ganz „neuer Spieler“ könnte aber dann auftreten, wenn nicht Ladestationen für Fahrzeuge, sondern Batterietausch-Stationen, wie sie kürzlich von chinesischen Firmen präsentiert wurden, die zukünftige Energieversorgung (bzw. „Betankung“) von Elektrofahrzeugen sicherstellen würden.