Störungen durch instabile Internetverbindung in Pressbaum
Heute kam es immer wieder zu Problemen mit unserer MySQL-Datenbank. Bei der Fehlersuche stellte sich schließlich heraus, dass die Ursache gar nicht bei der Datenbank selbst lag, sondern bei der derzeit nicht stabil funktionierenden Internetverbindung in Pressbaum.
Ein Teil unseres Datenbank-Clusters steht in Wien, ein weiterer Cluster-Node in Pressbaum. Damit ein solcher Cluster zuverlässig funktioniert, müssen Datenbanktransaktionen zwischen den Standorten innerhalb einer bestimmten Zeit übertragen und von den anderen Nodes bestätigt werden.
Genau das funktionierte heute immer wieder nicht: Die Leitung in Pressbaum hatte kurze Aussetzer bzw. starke Verzögerungen. Dadurch konnten Transaktionen über die WAN-Strecke zwischen Wien und Pressbaum nicht rechtzeitig übertragen und bestätigt werden. Die Folge waren Probleme im Datenbank-Cluster – und damit wiederum Ausfälle bei Diensten, die auf diesen Datenbanken aufbauen.
Unter anderem war deshalb my.4future.digital heute mehrfach nicht erreichbar und quittierte Zugriffsversuche mit einem „503 Service Unavailable“.
Ich habe den Cluster-Node in Pressbaum daher vorerst außer Betrieb genommen. Der Datenbank-Cluster läuft damit derzeit ausschließlich in Wien. Am Montag werde ich die Telekom Austria verständigen, damit sie sich die Leitung wieder ansieht.
Und damit wären wir bei einem meiner Lieblingsthemen: der österreichischen Glasfaserabdeckung. ![]()
Ich bin in Pressbaum leider relativ weit vom Wählamt entfernt. Gleichzeitig gibt es laut den diversen Ausbaukarten durchaus Glasfaser in meiner Nähe. Eine tatsächliche Glasfaseranbindung für mein Haus ist trotzdem nicht möglich.
Der Grund: Die Glasfaser reicht vielerorts nur bis zu einem Verteilerkasten am Straßenrand. Von dort geht es über die bestehende Kupferleitung weiter ins Haus. Das nennt sich FTTC – Fiber to the Curb.
Damit kann man auf einer Statistik wunderschön große Gebiete als „mit Glasfaser erschlossen“ darstellen. Was allerdings fehlt, ist ausgerechnet der entscheidende Teil: die letzte Meile – beziehungsweise bei mir die letzten Meter vom Verteiler bis zum Haus. (Bei mir ist das auch noch immer fast 1km).
Österreich gilt damit auf dem Papier als ganz hervorragend mit Glasfaser erschlossen. (man misst für die Statistik: „buildings passed“ - also es läuft irgendwo ein Glasfaserkabel am Haus vorbei).
Man muss nur aufpassen, dass man nicht versucht, diese Glasfaser tatsächlich zu benutzen. ![]()