Schaden Windparks der Gesundheit von Menschen, die in der Nähe leben?

Eine umfassende Untersuchung, die Daten von 120.000 US-Haushalten in der Nähe von Windkraftanlagen auswertete, fand kaum Hinweise auf erhöhte Gesundheitsrisiken

https://www.derstandard.at/story/3000000321515/schaden-windparks-der-gesundheit-von-menschen-in-der-nachbarschaft?ref=niewidget

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Danke, Erich, für diesen interessanten Artikel.

Wobei ich einen Aspekt aus eigener Erfahrung beisteuern kann: die Windkraftanlagen sollten ausreichend weit von einem „gewöhnlichen Aufenthaltsort“ eines Menschen entfernt stehen - vom Schlagschatten kann man irre werden.

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Das Problem „Schlagschatten“ an der Wohnzimmerwand habe ich auch schon von meiner Hausärztin als selbst Betroffene gehört.
Ich kann mich aber nicht in ihre Situation versetzen, weil ich Ähnliches selbst noch nirgends erlebt habe.
Zudem müsste man annehmen können, dass solcher „Spuk“ nach vielleicht einer Stunde zufolge der weiterwandernden Sonne (und ihrer Schattenwürfe ) dann wieder vorbei sein könnte und bei fehlendem Sonnenschein ( z.B. : bei geschlossener Wolkendecke) gar nicht auftritt.

In Niederösterreich muss laut meinen Recherchen ein Windkraftwerk einen Abstand von 2km zu gewidmeten Bauzonen haben. Ich denke daher, dass es schwer möglich ist, dass das hier diskutierte Problem überhaupt in Realität auftritt?

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Ich teile Deine Anmerkungen dazu.
Allerdings :
Wie schaut’s mit bestehenden (alten) Wohnbauten im Nahbereich ( dieser von Dir genannten 2 km ) von Standorten geplanter oder vielleicht auch schon errichteter Windkraftanlagen aus ?
Werden dann solche Wohngebäude für „unbewohnbar“ erklärt oder gar abgetragen und finanziell abgelöst ?

Vielleicht ist diese Vorschrift (der 2 km Abstand) aber gleichzeitig auch ( und vielleicht sogar der primäre) Grund dafür, dass in unseren westlichen Bundesländern bisher fast keine Windräder errichtet wurden , weil dort, im zuge von vermutlich weiterhin zunehmenden - und sich nun auch auf vormalige Almwiesen ausbreitenenden - Boden- bzw. Bau-Spekulation, manche Almen bereits verbaut wurden - und vielleicht weitere, ähnliche, Bauprojekte bereits vorbereitet werden ?

Almen werden ohnehin nicht verbaut. Es steht kein Windrad westlich von Salzburg.
Die meisten Windräder stehen in Niederösterreich. Da gibt es eben die strengsten Regeln mit 2km Abstand zu gewidmeten Wohnflächen.

Ob es zu einer unangenehmen Beeinträchtigung durch den Schlagschatten kommen kann hängt natürlich von der Tageszeit und den Witterungsverhältnissen ab. Aber auch von der Größe der Windkraftanlage und der verwendeten Technologie (Windräder vs. Vertikalachsen-Windkraftanlage).

Ob der in NÖ vorgeschriebene Pauschalabstand von 2 km geeignet ist oder nicht, dass sollte man sich genauer ansehen. Bei niedrigeren Anlagen oder Vertikalachs-Anlagen könnte dieser Abstand zu groß sein.

Als ob das unsere einzigen Probleme wären.

Zudem wäre dieses Problem - vermutlich - relativ einfach lösbar : Wenn in Blickrichtung zur „beanstandeten“ Windkraftanlage höherer Bewuchs z.B. mehere Bäume/ ein kleines Wäldchen - möglich wäre bzw. zugelassen werden würde, gerade nur so hoch, um den intermittierenden Schattenwurf an der Wohnzimmerwand zu unterbrechen.
Die wenigsten Wohngebäude stehen auf Bergkuppen, wo vielleicht tatsächlich kein Platz mehr für für solchen Bewuchs wäre.

Da habe ich schon wiederholt gegenteilige Berichte gesehen - nicht nur über beabsichtigte Projekte, sondern auch über kurz vor Fertigstellung stehende Anlagen - nicht nur einzelner Gebäude.

Lieber Erich,

Schau an, wie schlimm das Problem mit den Almen ist:

Die Anlagen westlich von Linz kannst Du an einer Hand abzählen. Westlich von Salzburg: 0

Quelle: IG Windkraft

Zusatzfrage: Wie schlimm ist das Problem auf den Almen mit den Seilbahnen - westlich von Salzburg?

Das ist ja gerade meine Aussage ( siehe Schaden Windparks der Gesundheit von Menschen, die in der Nähe leben? - #5 von Erich_Pekar ) :

Dass auch wegen - vielleicht - beabsichtigter Immobillienprojekte (z.B. auch für touristische Nutzung ) auf nicht mehr bewirtschafteten Almen in den westlichen Bundesländern der Widerstand gegen die Errichtung von Winderädern dort so groß war und ist , das tatsächlich dort bisher noch keine Windräder errichtet werden konnten .
Nur wenn es dort (auch auf Almen und Berg-Kämmen) keine Windräder gibt , kann dort auch sicher niemand auf irgendeine Weise ( auch nicht durch intermittierenden Schattenwurf an der Wohnzimmerwand ) „belästigt“ werden.
Und es werden in diesen westlichen Bundesländetn vermutlich ähnliche - wenn nicht die gleichen - Abstände wie in NÖ einzuhalten sein, deren strikte Einhaltung dann vielleicht sogar dazu geführt haben könnte, das dort (im Westen Österreichs) bisher fast nirgends Windräder errichtet werden durften.

Deine „Zusatzfrage“ verstehe ich leider überhaupt nicht,

Der Widerstand ist dort so groß, weil die Menschen sagen: Windräder sind schirch. Die verschandeln uns die Berge.

Die Liftstützen der Seilbahnen die auf den Almen stehen - sind aber furchtbar schick. (bzw. die Seilbahnlobby stark genug)

Und Strom kommt ohnehin aus der Steckdose.

Mein Vorschlag wäre: Keinen Strom mehr nach Vorarlberg, Tirol, … zu liefern.

Meine Frage bezog sich darauf: Wenn auf Almen nachweislich keine Windräder stehen (ich hatte Dir die Landkarte mit allen WIndkraftanlagen als Punkt gekennzeichnet), wie schlimm kann das Problem der Verschandelung der Almen dann tatsächlich sein.

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. und gefährden damit den wirtschaftlichen Erfolg von Immobilienprojekten - nicht nur auf Almwiesen.
Ich habe „Almwiese“ auch weniger als exakte Bezeichnung, als viel mehr als baumfreie Fläche mit vergleichbarer Fernsicht gemeint.
Für allfällige Immobillienprojekte hätten Almwiesen aber hinsichtlich dort bereits bestehender (landwirtschaftlicher ) Gebäude - den Sennerreien/Sennhütten bzw. bewirtschafteten Schutzhütten - Bedeutung, die nach Modernisierung bzw. „Erweiterung“ verstärkt auch anderen Zwecken ( z.B. im Massen-Tourismus, bzw. als „Betongold“ auch zur Wertanlage für „Betuchte“ ) zugeführt werden könnten, für die aber durch sichtbare Windräder nicht „verschandelte“ Aus- bzw. Fern-Blicke sicher Voraussetzung wären.