Die Aufhebung des Verbots der Endlagerung von CO₂ in ausgebeuteten Erdgasfeldern könnte die Abkehr von fossilen Energieträgern noch um Jahrzehnte verzögern
Die Speicherung von CO₂, vorzugsweise in ausgebeuteten Erdgasfeldern, ist in Österreich verboten. Aus gutem Grund, weil nicht geklärt ist, wie lange das gesammelte CO₂ in den unterirdischen Gesteinsschichten verbleibt.
Wirtschaft und Industrie jubilieren, weil es damit für CO₂-intensive Branchen leichter ist, in altbewährter Manier weiterzuarbeiten, ohne grundsätzliche Maßnahmen zu ergreifen, den CO₂-Ausstoß schon beim Entstehen zu verhindern.
Auf solche Weise wird die Zukunft sicher „großartig“ werden - wenigstens für Wirtschaft und Industrie.
Ich finde die Speicherung von CO2 ist durchaus eine Technologie die helfen kann das Problem zu lösen. Wir werden auch in Zukunft in gewissen Bereichen CO2 ausstoßen müssen. Da ist die Speicherung besser als es in die Luft zu blasen.
Aktuell ist es aber ohnehin egal, weil CO2 Zertifikate billiger sind, als die Speicherung - also ist es noch immer billiger das CO2 in die Luft zu blasen, und sich einen „Ablass“ zu erkaufen.
Das Speichern darf nicht zum Anlass genommen werden einfach so mit fossilen Brennstoffen weiter zu machen! “Ablasshandel“ führte nie zu guten Ergebnissen, frag mal die r.k. Kirchengeschichte Historiker …
Was aber machen wir mit diesem „unvermeidbaren“ CO² dann,
wenn irgendwann - vermutlich eher früher, als später - alle geeigneten Speicher voll sein werden ?
Oder
wenn wir über die Prozesse ( z.B. den Transport dieses CO² bis in diese Lagerstätten ) für die Einlagerung dieses CO² vielleicht mehr CO² in die Atmosphäre abgeben würden, als wir damit CO² im Boden „verstecken“ könnten ?
Erich, aus der Natur lernen - die schaffte es ja auch, siehe alle die Gesteine, Mineralien die Kohlenstoff enthalten. Und Reverse Prozesse - aus CO2 wieder längere Kohlenstoffketten machen die flüssig oder besser fest sind - mit Hilfe von Sonnenenergie? Auch das machte uns die Natur schon vor!
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Versuch, CO² aus unsrerer Atmosphäre wieder zu entfernen - und irgendwie /irgendwo tief im Boden wieder zu binden, bedeuten könnte, ein riesiges perpetum Mobile zu bauen.
Wir haben bisher unseren (weltweiten) Energiebedarf überwiegend über Verbrennungsprozesse gedeckt, an deren Ende neben anderen Reststoffen (z.B. in Asche) vor allem auch das Gas CO² angefallen ist - und über Schlote, Rauchfänge, Auspuffanlagen und natürliche Prozesse - in die Atmosphäre abgegeben wurde.
CO² ist ein Endprodukt von Verbrennunsprozessen, bleibt als Gas in der Atmosphäre stabil und konnte sich deshalb auch über Jahrhunderte in der Atmosphäre ansammeln. Seine Konzentration konnte dort daher stetig ansteigen und steigt leider - trotz gegenteiliger Absichtserklärungen - immer noch weiter an.
Dieses CO² aus der Atmosphäre mit technischen Mitteln wieder entfernen zu wollen, wird sehr viel Zeit kosten, die wir Angesichts der jedes Jahr schwerwiegender werdenden Auswirkungen der Klimakatastrophe aber gar nicht mehr haben,
Finanzmittel erfordern, die wir über die erforderlichen langen Zeiträume höchstwahrscheinlich nicht aufbringen werden können und
Energie in einem Umfang erfordern, die wir neben der für die Abdeckung des - trotz aller gegenteiligen Bemühungen - weiter steigenden laufenden Energiebedarfes nur mit großen Anstrengungen aufbringen werden können.
aus der Natur lernen - die schaffte es ja auch
Die Natur hat aber jede Menge Zeit, die wir leider nicht haben, wenn nicht große Teile unseres Planeten unbewohnbar werden sollen.
Die Natur „braucht“ keine Menschen , wir brauchen für unser Überleben aber die Natur.
Und Reverse Prozesse - aus CO2 wieder längere Kohlenstoffketten machen…
Auch das machte uns die Natur schon vor!
Wir sind aber gerade dabei, diese natürlichen Prozesse ( Photosynthese der Pflanzen, Photosynthese – Wikipedia ) zu (zer)stören , ohne deren Ergebnisse durch technische Prozesse großindustriell nachahmen und auch hinsichtlich der Wirkung erreichen bzw übertreffen zu können.