Der schnelle technologische Fortschritt könnte es KI-Systemen bald ermöglichen, sich so schnell zu verbessern, dass die Gesellschaft die Risiken nicht mehr beherrschen könne, erklärte das Unternehmen, das seine KI-Sprachmodelle unter dem Namen „Claude“ vermarktet.
„Wenn Systeme in der Lage sind, ihre eigenen Nachfolger vollständig selbst zu entwickeln, gewinnt die Art und Weise, wie wir sie absichern, überwachen und ihr Verhalten steuern, erheblich an Bedeutung“, erklärte Anthropic in einem Blogbeitrag. Eine Pause würde es der Gesellschaft ermöglichen, sich mit den immensen Auswirkungen auseinanderzusetzen.
Wenn sogar schon ein Hersteller zu mehr Vorsicht und Diskussion über die Folgen der auch von ihm selbst entwickelten Technologie rät :
Warum wundert sich dann jemand über die zurückhaltende bis ablehnende Haltung immer größerer Teile der Gesellschaft gegenüber dieser (und ähnlicher ) Technologien ?
Und warum wohl nimmt das Vertrauen in „die Politik“ immer mehr ab, wenn immer mehr Politiker unter dem Begriff „Reformen“ nicht nur die Mode-Bezeichnung „Bürokratie-Abbau“, sondern nun zunehmend auch „Digitalisierung“ und „KI-Einsatz“ zu verstehen scheinen und damit glauben, Personal- und Sach-Kosten gleichzeitig einsparen zu können?
Zusammenfassung: Rekursive Selbstverbesserung von KI
Aktueller Stand: Bisher wurde die Entwicklung von KI fast ausschließlich von Menschen vorangetrieben. Doch bei Anthropic übernimmt KI zunehmend Aufgaben im Entwicklungsprozess – von der Code-Generierung bis hin zu komplexen Experimenten. Dies beschleunigt die Arbeit massiv: So schreiben Anthropic-Ingenieure heute 8-mal so viel Code pro Quartal wie noch 2021–2025. Über 80 % des produzierten Codes bei Anthropic stammen bereits von KI (Stand Mai 2026).
Belege für die Beschleunigung:
Externe Benchmarks: KI-Systeme bewältigen immer längere und komplexere Aufgaben. Beispiel: 2024 konnte Claude Opus 3 Aufgaben lösen, die für Menschen etwa 4 Minuten dauern; 2025 schaffte Claude Sonnet 3.7 bereits 90-minütige Aufgaben, und 2026 Claude Opus 4.6 sogar 12-Stunden-Aufgaben.
Interne Daten: KI wie Claude übernimmt nicht nur Code-Schreiben, sondern auch Fehlerbehebung, Experimentdesign und Forschung. So reparierte Claude in 2 Tagen ein Problem, für das ein Mensch 4 Jahre gebraucht hätte.
Qualität: Die von KI generierte Code-Qualität nähert sich der menschlicher Entwickler an und könnte sie bald übertreffen.
Mögliche Zukünfte:
Stagnation: Die Entwicklung verlangsamt sich (z. B. durch technische oder ressourcenbedingte Grenzen).
Effizienzsteigerung: KI automatisiert große Teile der Entwicklung, während Menschen die Richtung vorgeben. Unternehmen könnten mit weniger Personal mehr erreichen.
Vollständige rekursive Selbstverbesserung: KI-Systeme entwickeln sich autonom weiter – mit unklaren Folgen für Kontrolle, Sicherheit und Gesellschaft.
Herausforderungen & Handlungsempfehlungen:
Kontrolle: Wenn KI ihre eigenen Nachfolger baut, wird die Frage, wie wir sie sicher, überprüfbar und steuerbar halten, immer dringlicher.
Koordination: Eine globale Abstimmung (z. B. eine Pause der Entwicklung) wäre sinnvoll, ist aber schwer umsetzbar, da Defektion (heimliche Weiterentwicklung) attraktiv bleibt.
Gesellschaftliche Anpassung: Die Technologie könnte schneller voranschreiten, als Institutionen und Gesetze mithalten können.
Fazit: Rekursive Selbstverbesserung ist noch nicht Realität, aber die technischen Trends deuten darauf hin, dass sie früher eintreten könnte, als viele erwarten. Die Vorbereitung auf diese Möglichkeit – sowohl technisch als auch gesellschaftlich – ist jetzt entscheidend.
Sie schreiben selbst, dass ein solches Moratorium evtl. hilfreich wäre, aber völlige Illusion ist. Daher erwähnen sie ja auch andere Möglichkeiten, wie man damit umgehen könnte.
Habe ich übersehen und habe auch keinen Hinweis auf einen bereits existierenden Beitrag mit gleichem oder ählichem Titel erhalten.
Ich verwende bei Beiträgen zu/über Artikel in andere Medien für „meinen“ Titel immer den gleichen Wortlaut , wie dieser Artikel selbst gehabt hat.
Du hast in deinem Beitrag über diesen Artikel einen - gegenüber dem Originaltitel etwas veränderten Text für „deinen“ Titel verwendet.
Da Defektion nicht verhindert werden kann, ist daher die logische Folge
möglichst breiter gesellschaftlicher Widerstand
gegen den Einsatz - bzw. gegen Anwendungen mit - dieser Technologie.
Es könnten daher Politiker die KI einsetzen wollen - vielleicht sogar schon bald - für viele nicht mehr wählbar werden und es könnten Produkte/Dienste die KI-Technologien verwenden, in Zukunft vielleicht sogar immmer weniger nachgefragt werden und dann auch weniger oft verkauft werden können.
Von den niveauvollen Mitgliedern eines Vereins, der sich positiv mit Technologie und Zukunft auseinandersetzen möchte, erwarte ich etwas anderes, als pauschal zum Maschinensturm der „besorgten Bürger“ aufzurufen.
Ich bin ja der Erste, der einen verantwortungsbewußten Umgang mit Technologie fordert. Ich finde es aber wichtig, zu differenzieren und sich selbst ausführlich zu informieren oder eigene Erfahrungen zu sammeln, um ein potential vorhandenes Risiko bei der Anwendung beurteilen zu können.
Die Rechtslage ist da auch ziemlich streng und fordert bei der Inverkehrbringung eine umfangreiche Risikobeurteilung.
Das ist die Basis des AI Actes: Erst prüfen, dann anwenden.
Daneben gibt es zahlreiche Regelungen wie die EU-Maschinenverordnung, die EU-Produkthaftungsrichtline, die EU-Arbeitsschutz-Rahmenrichtlinie sowie zahlreiche spezifische Verordnungen, Richtlinien und Gesetze. Zudem gibt es Vorschriften der Berufsgenossenschaft bzw. der AUVA. Alle diese zwingen die Entwickler, Inverkehrbringer, Betreiber und Anwender, sich genau zu überlegen, was sie da machen.
Insofern gibt es schon zahlreiche „Verbote“ dessen, wovor sich viele fürchten.
Und in zahlreichen Studeingängen wird den Studenten und Studentinnen auch verantwortungsbewußtes und ethischen Handeln beigebracht. Ist oftmals ein wichtiger Teil des Studienplans. Und das nicht erst seit gestern.
Du verstehst scheinbar logische Schlußfolgerungen nicht.
1.
Wir - Anwender, passiv Betroffene und sagar manche Hersteller - wenn sie dies tatsächlich ernst meinen sollten und nicht nur als „Marketing-Gag“ sehen sollten - wollen uns vor möglichen negativen Auswirkungen dieser (aber auch anderer Technologien ) schützen.
Was soll an dieser Absicht Fortschritts- oder Technologie- feindlich sein ?
Wieso bin ich in deinen Augen ein Technologie-Feind , wenn ich über diesen Wunsch durch Zitate aus Artikeln anerkannt seriöser österreichischer Tageszeitungen berichte ?
2.
Vorgeschlagen wurde dazu eine „Pause“ ( ein „Moratorium“ ) der bisher immer schneller werdenden Weiterentwicklung von KI-Technologien, um über die Folgen dieser Entwicklung nachzudenken und sie auuch öffentlich zu diskutieren.
Logischerweise könnte eine ergebnisoffene Diskussion, dann vielleicht auch eine Richtungsänderung für die Ziele dieser Entwicklungen oder die zulässigen/gesellschaftlich akzeptierten Anwendungsbereiche von KI Technologien ergeben.
Wegen solcher - vielleicht von Dir als mögliches Ergebnis solcher Diskussionen „befürchteten“ - Änderung von Entwicklungszielen , zulässigen Anwendungsbereichen und Verlangsamung der Entwicklungsgeschwindigkeit, wirfst Du mir vor, Technolgie -feindlich zu sein ?
.-Obwohl ich solches Nachdenken und solche Diskussionen nur beobachte und darüber in meinen Beiträgen mittels verlinkter - aber sicher nicht von mir verfasster oder beeinflusster Artikel aus anderen Quellen berichte und nur manchmal auch meine Gedanken und Kommentare dazu als unbedeutender Einzelner, ganz normaler Bürger bzw. einfaches Vereinsmitglied in meinen Beiträgen darlege, hältst Du mich für einen „Technolgiefeind“ ?
Den man dann vieleicht irgendwann einmal auch „als Feind behandeln“ wird müssen ?
Obwohl wir uns - angeblich alle - vor negativen Entwicklungen solcher Technologien schützen wollen, Moratorien und Nachdenkphasen mit öffentlicher Diskussion aber vermutlich zu keinen wirksamen Schutzmechanismen führen werden - weil nicht alle relevanten Interessensgruppen ein solches Moratorium einhalten werden und sich ehrlich den öffentlich Diskussionen stellen werden , ist heute beinahe schon absehbar, dass diese Diskussion zu keinen durchsetzbaren - und damit tasächlich auch wirksamen - „Mechanismen“ zum Schutz vor nachteiligen / gefährlichen Auswirkungen des Einsatzes dieser Technolgie führen wird.
Weil wir uns aber weiterhin vor negativen Auswirkungen schützen wollen - und auch schützen müssen , ist dann nur mehr Widerstand gegen die Einführung /Anwendung und Nutzung dieser Technologien möglich.
Auch wenn sich solcher Widerstand dann wie „echte“ Technologiefeindlichkeit zeigt, ist dieser Widerstand dann viel mehr eine „Notwehrmaßnahme“, um ein Mindestmaß an Schutz in wenigstes einigen Anwendungsbereichen dieser Technologie vielleicht noch erreichen zu können.