Chinesische humanoide Roboter bei der 2026 Spring Festival Gala

Wenn man sich vornimmt etwas zu erreichen und es konsequent vorantreibt, dann wird man es erreichen.

Hier ein Beispiel: Humanoide Roboter beim chinesichen 2026 Spring Festival.

Eine beeindruckende Machtdemonstration. Wir sollten uns entweder warm anziehen oder auch sehen, dass wir etwas weiterbringen in Europa.

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Was wird - bzw. will - “man” denn damit ( z.B. mit solchen humanoiden Robotern ) tatsächlich erreichen ?

Was man mir Robotern schon immer erreichen möchte. Automatisierung von manuellen Tätigkeiten. Effizienzsteigerung und Kostensenkung.

Dazu “braucht” man aber keine humanoiden Roboter mit “Geh-Gestell”, keinen Kopf mit Kulleraugen und nicht einmal Greifer mit fünf Fingern dran.
Wozu also solcher Aufwand , der angeblich zur “Effizienzsteigerung und Kostensenkung” erforderlich sein soll, vermutlich aber eher zu Kostensteigerungen führen wird, wenn hier tatsächlich mit “Kanonen” ( besonderes aufwändigen humanoiden Robotern) auf Spatzen (zu automatisiernde Montageprozesse in der industriellen Fertigung) geschossen werden sollte ?

Stell Dir einmal

  • einen Installateur der einen Abfluss repariert
  • einen Bauarbeiter der Zementsäcke schleppt
  • eine Reinigungskraft im BĂĽro
    vor.
    Wir reden nicht ĂĽber klassische Industrieroboter.
    Wir reden nicht mehr ĂĽber industrielle Massenfertigung.
    Wir reden ĂĽber einfache manuelle Arbeiten, Einzelaufgaben in Fabriken.
    Ich hatte erst unlängst gepostet, dass diese Roboter in Fabriken sozusagen als Hilfsarbeiter zu tausenden gekauft werden.

Aber ich weiĂź:
Wozu brauchen wir den Blödsinn. Wird sich nie durchsetzen. OK. Zur Kenntnis genommen.

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Es gibt auch humanoide Roboter mit feinfühligen Fünf-Finger-Händen. Der Ansatz ist, dass die Roboter in der Lage sind, die Schnittstellen zur Welt zu nutzen, die auch der Mensch nutzt. Zum Beispiel ein humanoider Roboter, der ein traditionelles Auto fahren kann.

Spannend an den demonstrierten Robotern sind:

  • die mittlerweile filigrane Mechanik – kein Schwermaschinenbau mehr
  • die im Vergleich zum Eigengewicht tragbaren Lasten
  • die Geschwindigkeit und Geschmeidigkeit der Bewegungen
  • die Reaktionsfähigkeit auf äuĂźere Störungen (z. B. unwegsames Gelände)
  • die relativ lange Betriebsdauer mit einer Batterieladung (Ultra Low Power Consumption)

Von Seiten der Mechanik, Mechatronik, Elektronik, Antriebs-, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie der Programmierung sind die vorgestellten Roboter ein riesiger Fortschritt.

Selbst wenn diese Form der Roboter nicht so schnell zum alltäglichen Einsatz kommen sollte, könnten die dort entwickelten Technologien in anderen Bereichen für Quantensprünge sorgen.

Daher sind die Entwicklungen der humanoiden Roboter mit denen der Raumfahrttechnik vor 50 Jahren zu vergleichen. Letztere bescherte uns nicht nur die Teflonpfanne.

Honorieren wir doch mal ehrfĂĽrchtig, dass die Ingenieur:innen hier schon etwas Tolles geschaffen haben. Technik, die begeistert.

einen Installateur der einen Abfluss repariert

das ist nur für einen gut ausgebildeten und geübten Menschen einen einfache Tätigkeit , weil der z.B. erkennnen kann, welche Einbauten in der Umgebung während dieser Arbeiten nicht beschädigt werden dürfen, und welche Rohre /Leitungen entfernt werden könnnen, weil sie schon lange gar nicht mehr in Betrieb sind - um nur ein reolativ “kleines “ Problem vollautonomer humanoider Roboter für solche Aufgaben zu nennen.

einen Bauarbeiter der Zementsäcke schleppt

wird es in Zukunft - auch ganz ohne humanoide Roboter - nicht mehr geben und gibt es auch heute nur mehr selten, weil überwiegend Fertigbeton mit Betonpumpen den bereits fertigemischten Beton vom Lieferfahrzeug direkt auf die zu betonierende Fläche oder in die vorbereiteten Schalwände eingebracht wird. Genauso werden die meisten Putze bereits als Fertigputze angeliefert und nicht mehr erst auf der Baustelle mit Zement angemischt.

eine Reinigungskraft im BĂĽro

ist - und wird auch in Zukunft - immer flexibler und billiger einsetzbar sein, als irgendein humanoider Roboter.
Und welcher Kunde würde sonderlich erfreut sein, wenn ein als Putzroboter getarntes Spionagegerät seine Betriebsgeheimnisse oder technischen Zugangskontrollen zu Hochsicherheitsbereichen seines Unternehmens ausspionieren würde ?

Wir reden ĂĽber einfache manuelle Arbeiten, Einzelaufgaben in Fabriken.

Genau solche einfachen manuellen - und einzelnen - Arbeiten werden aber in absehbarer Zeit (und vermutlich sogar noch viel länger) immer noch von Menschen einfacher und schneller erledigt werden können, weil die bisher immer angeführten Vorteile von Robotern - reproduzierbar präzise, rasch und ermüdungsfrei ausführbare Tätigkeiten - bei einfachen und nur einmalig auszuführenden bzw. oft sich ändernden Tätigkeitsabläufen nicht mehr relevant sind, da sie nicht mehr zu niedrigeren Kosten des Einsatzes von Robotern führen.

… dass diese Roboter in Fabriken sozusagen als Hilfsarbeiter zu tausenden gekauft werden.

Werden sie in diesen Fabriken dann auch erfolgreich - und kostengĂĽnstiger als menschliche Hilfsarbeiter - eingesetzt ?

die Reaktionsfähigkeit auf äußere Störungen (z. B. unwegsames Gelände)

DafĂĽr sind aber Roboterhunde wegen ihres niedrigeren Schwerpunktes und ihrer vier Beine, statt de zwei Beine von humanoiden Robotern, sicher besser geeignet.
Sogar Wien- Energie hat solche Roboterhunde deshalb schon im Einsatz.

die relativ lange Betriebsdauer mit einer Batterieladung (Ultra Low Power Consumption)

Soche Roboter - mit Ultra Low Power Consumption - haben dann aber auch wenig Energie fĂĽr die AusfĂĽhrung der von ihnen verlangten Aufgaben und fĂĽr den vollautonomen Wechsel ihres Arbeitsortes in einer Produktionshalle zur VerfĂĽgung.

Wozu brauchen wir den Blödsinn.

Habe ich hier oben irgendwo behauptet , dass humanoide Roboter nur “Blödsinn” wären ?
Ich habe lediglich versucht, ihre Vorteile gegenüber “normalen” - heute schon fast überall in Produktionshallen eingesetzten - Robotern zu finden.

Warum sollte ein humanoider Roboter ein traditionelles Auto fahren sollen , wenn es in naher Zukunft gar kein “traditionellen Autos” mehr geben wird , wei die ja dann alle vollautonom fahren sollen - und deshalb dann vielleicht gar kein Steuer mehr haben werden ?

Spannend an den demonstrierten Robotern sind:

Spannend und technich interessant ist das jedenfalls
. - aber im Arbeitsalltag innerhalb industrieller Produktionsstraßen nur in einzelnen Spezialfällen in absehbarer Zukunft einsetzbar - auch wegen der zu erwartenden hohen Kosten.

Letztere bescherte uns nicht nur die Teflonpfanne.

An der wir damals zunächst auch nur die Vorteile, nicht aber Gefahren - z.B. durch die sich im Laufe der Zeit bei alternden Teflonpfannen allmählich ablösende Beschichtung - sahen.

Honorieren wir doch mal ehrfĂĽrchtig

Ich geh’ in keine Kirche, weder zur “Anbetung” von Ingenieuren noch zur “Verherrlichung” von Technik.

Technik, die begeistert.

Wer nichts besseres zu tun hat und sich so leicht “begeistern” lässt , der wird wohl auch nicht mehr zu überzeugen sein, dass es andere, für uns alle viel wichtigere, Fragestellungen gibt und wir viel größere Probleme endlich ernst nehmen sollten.

Technik könnte dafür Werkzeuge liefern , darf dabei aber kein “Selbstzweck” werden - und dadurch dann vielleicht noch mehr Probleme verursachen, als sie lösen könnte.

Denk nur an die Wiener Kanalbrigade … sicherlich kein schöner Job.
Lass mal Roboter durch kriechen und dort auch Dinge beurteilen die nicht grad alltäglich oder unverhersehbar sind.