Der Anfang der KI-Agenten-Ära ist vielleicht das Ende des PCs

Ich brauche explizit (fast) gar keine der Services in deiner Liste ( Cloudservices von WhatsApp, Telegram, Signal & Co, Wetter App, Bank-App, Synchronisation von Kontakten, Termine und Aufgaben, Spotify, Apple Music, Amazon Music oder YouTube, Netflix, die ORF Mediathek oder Sky, Gesundheitsdaten erfassen, Smartwatch mit Cloudanbindung ) brauche also selbst explizit keine Cloud ,
interessiere mich aber trotzdem fĂŒr Technik - sonst wĂŒrde ich euch ja schon lĂ€nger nicht mehr hier „belĂ€stigen“ und wĂ€ren mir sonst eure Meinungen und Ansichten komplett „wurst“.
Ich versuche alles persönlich in der realen Welt zu erledigen - und lebe trotzdem immer noch gut - und hoffentlich auch noch lÀnger.

Es ist mir aber auch klar, dass nicht jeder dieses Privileg hat, nicht am „elektronischen GĂ€ngelband“ anderer hĂ€ngen zu mĂŒssen.

1 „GefĂ€llt mir“

Antworten auf solche Fragen sind aber notwendig,
um klĂ€ren zu können, warum jemand etwas als „Fortschritt“ bezeichnet , wĂ€hrend das von anderen aber vielleicht gar nicht als „Fortschritt“ - sondern vielleicht sogar als „Bedrohung“ - empfunden wird.

Ich hoffe, du bist damit einverstanden, dass du in Zukunft deinen eigenen Mailserver bei dir zu Hause betreibst und auf dieses Forum als Cloud-Service verzichtest.

Das wÀre nÀmlich logisch konsequent, wenn du jeglichen Cloud Service verteufelst und vermeiden willst.

2 „GefĂ€llt mir“

Siehe den verlinkten Standard Artikel 
 könnte u.U. in RZ StĂŒrmung enden 

Vermutlich geht diese Schere in USA weiter auseinander als im breiter gebildeten Europa.

Ich sehe keine generelle Verteufelung der Cloud 
 fĂŒr mich irgendwie eine logische Weiterentwicklung von File & Print Sharing (MS DFS) plus Remote Desktop 


Was hier angekreidet ist, dass BigPlayer den Ton angeben plus USA bei US Firmen die Hand auf die Daten weltweit drauf hÀlt - CLOUD Act! :angry:
Gilt dies etwa auch fĂŒr EuropĂ€ische Firmen die Zweigstellen in USA haben?

Wenn die Firmen ihre Niederlassungen nicht von Trump zugesperrt bekommen wollen, ja.

1 „GefĂ€llt mir“

Cloud per se ist weder gut noch schlecht.

Die einige Frage ist, warum wir es zugelassen haben, dass viele IT Services ausschließlich von Konzernen außerhalb der EU angeboten werden - und warum wir darauf verzichtet haben uns in der IT auch nur irgendwie einzumischen (mit wenigen Ausnahmen).

Wenn ich einem Provider vertraue, er europÀischen Rechtsnormen unterliegt und parlamentarischer Kontrolle, dann ist gegen die wenigsten Services etwas einzuwenden.

Wenn das GeschĂ€ftsmodell aber Verkauf von Menschen ist - statt von Cloudservices. dann kann und sollte man natĂŒrlich vorsichtig sein. Aber die meisten scheint das nicht zu stören. Viele unserer Clubkollegen leiten ihre @clubcomputer Adresse an Gmail weiter - ist ja gratis und bequem.

3 „GefĂ€llt mir“

Als Android Handy Besitzer habe ich natĂŒrlich auch einen Google Account und eine Gmail Adresse, benutze diese aber kaum.
Klar, dass ich schon alleine deswegen von Google genau “verfolgt“ werde.
Leider gibt es KEIN freies OS fĂŒr Handys, dass alltagstauglich ist!
Bei den alternativen Handy OS funktionieren viele Dienste nicht - Bankensoftware, ID Austria, usw.

Dein obige Erwiderung zeigt fĂŒr mich Ă€hnlich fehlendes VerstĂ€ndnis - und vielleicht auch Wissen - wie jenes, der vormaligen Verwender des Spruches " ZurĂŒck auf die BĂ€ume - ihr Affen".
Wenn ich dich tasĂ€chlich hier vollkommen unbegrĂŒndet auf die gleiche Ebene, wie diese damaligen SprĂŒche-Klopfer gestellt haben sollte , so ersuche ich gleich um Entschuldigung dafĂŒr, dass ich deine Absicht hinter dieser Formulierung offenbar nicht richtig erkannt habe.

Sind meine Formulierungen wirlklich so schwer zu verstehen ?
Meine Aussage war lediglich, dass ich - und vermutlch auch einige andere - e x p l i z i te Cloud-Services ( z.B. um „selbst“ dort irgendwelche Services/Dienste zu betreiben ) nicht benötige.
Dass ich Webserver, Mailserver oder auch andere Services ( z.B. „Office“- Programme irgendwelcher Anbieter) benötige, ist mir schon klar. Dann bestelle ich aber diese Produkte /Services, aber nicht explizit (von mir unbedingt so gewĂŒnscht) als Speicherplatz bzw. Services in einer public Cloud.
Dass die Anbieter dieser Dienste diese dann in Umgebungen, die heute „Cloud“ genannt werden, betreiben, liegt allein in deren Entscheidungsgewalt und wird von mir auch gar nicht verteufelt.
Ich nutze dann „die Cloud“ aber nicht explizit, sondern lediglich „implizit“ - ĂŒber den „Umweg“ ĂŒber bestimte von mir bestellte Dienste und Services.

Und noch eine Anmerkung zu :

Wer verzichtet auf die Möglichkeit, seine Gesundheitsdaten zu erfassen, dass ein Sensor mit integriert KI den Blutzucker wert ermittelt und eine App mit Cloudanbindung mittrackt? (man kann auch ein Langzeit-EKG verwenden).

ich verzichte auf die Möglichkeit, meine Gesundheitsdaten zu erfassen oder zu tracken .
Denn das wĂŒrde meiner Gesundheit nicht nutzen , wohl aber jenen Konzernen, die auch durch meine Gesundheitsdaten (bzw. durch die fĂŒr ihrer Erfassung erforderliche technische Infrastruktur) sich einen noch grĂ¶ĂŸeren „Kuchen“ von unseren ohnehin stets zu knapp bemessenen Gesundheitsbudgets „abschneiden“ wollen.

DafĂŒr gehe ich regelmĂ€ĂŸig zu meinen FachĂ€rzten und lasse dort meinen aktuellen Gesundeitszustand prĂŒfen und versuche, ein „gesunden Lebenstil“ - mit möglichst viel Bewegung - zu fĂŒhren. Den kann ich nur durch die Erfassung meiner Gesundheitsdaten jedenfalls nicht erreichen.

Ein Sensor kann den Blutzuckerwert gar nicht direkt, sondern nur indirekt ĂŒber die interstitielle FlĂŒssigkeit ermitteln. Die derzeit verwendeten Sensoren verwenden zudem fĂŒr die Auswertung der individuell gemessenen Daten gar keine KI - dafĂŒr ist die dort verbaute Mikroelectronic (meiner Sensoren) gar nicht geeignet. Die von solchen Sensoren indirekt gemessenen Blutzuckerwerte können um +/- 30 mg/dl - abhĂ€ngig von gerade stark steigenden oder stark fallenden Werten und mit zusĂ€tzlicher Zeitverzögerung - von tatsĂ€chlich direkt gemessenen Blutzuckerwerten abweichen. Bei Blutzuckerwerten unter 50 mg/dl kann es dann echt gefĂ€hrllich werden - bis hin zur Bewusstlosigkeit.
Auf zu niedrige Blutzuckerwerte muss ich selbst unmittelbar - und sofort - richtig reagieren, um sonst lebensbedrohliche Situatioen rechtzeitig abwenden zu können, da könnten mit irgendwelche Cloud-Dienste ĂŒberhaupt nicht helfen.

Ich brauche weder fĂŒr diese Zuckermessung mittels Sonde eine App oder eine Cloud , noch fĂŒr die Erfassung und Analyse eines Langzeit-EKG. Die Erfassung und Datenspeicherungh erfolgt durch einzelne, kleine am Körper zu tragende, GerĂ€te ohne jede Verbindung ins Internet. Die Auswertung und Verordnung daraus abzuleitender allfĂ€lliger Behandlungen erfolgt in den Ordinationen meiner FachĂ€rzte.

1 „GefĂ€llt mir“

Lieber Erich,

Ich glaube das MissverstÀndnis ist - was ein Cloudservice ist.
Jedes dieser Services ist ein Cloudservice. Es nutzt keine Cloud Services. Es IST eines.

Oder anders formuliert:
There is no cloud. It is just somone elses computer.

Unsere 4future.email IST ein Cloud Service.
Unser drive.4future.one (ehemals cc-Drive) IST ein Cloud Service.
Unser Forum in dem Du dich gerade befindest IST ein Cloud Service.

LG
Werner

1 „GefĂ€llt mir“

Soviel Aufhebens wegen ein paar Wolken (oder sinds eh nur Wölkchen) :grin:
[/satire]

Wir sind jetzt schon wieder tief in Details und Semantik.
Auch wenn ich davon tatsÀchlich keine Ahnung habe:
Die Ausfallsicherheit dieser (Cloud-) Services wird nicht durch die Services selbst, sondern ihre Umgebung ( „die Cloud“ ) sichergestellt - z.,B. durch Verschiebung virtueller Maschinen auf andere Server (in dieser Cloud) , um dort Dienste ohne Unterbrechung weiterbetreiben zu können.

Startups (vermutlich nicht nur in Europa) werden nach Überwindung der ersten Anlaufporobleme und Erreichung eines gewissen Unternehmenswertes von ihren GrĂŒndern gerne verkauft.
KĂ€ufer mĂŒssen ĂŒber ausreichende ungebundene Finanzmittel und entsprechendes Interesse an den Technolgien bzw Produkten dieser Firma haben. Das sind halt dann oft internationale Konzerne, sie sich auf diese Weise vielleicht eines zukĂŒnftigen Konkurrenten entledigen , oder/und auch Patentrechte, FachkrĂ€fte und Kunden ĂŒbernehmen könnten.
Als Alternative dazu fĂ€llt mir nur der Staat als neuer - vielleicht nur temporĂ€rer - EigentĂŒmer , oder das Verbot des Verkaufes solcher Unternehmen ein.
Beide Möglichkeiten sind aber mit dem derzeitigen, liberal- kapitalistischen VerstÀndnis unseres Wirtschaftssystems nicht vereinbar.

Dass viele IT Services ausschließlich von Konzernen außerhalb der EU angeboten werden,

ist also die Folge unseres Wirtschaftssytems und nicht der leichtfertigen „Zulassung“.

Server (Novell 3.11 :rofl:) → Cluster Server (Ausfallsicherheit, z.B. Compaq + MS Winwows) → MS DFS (Daten auf Server weltweit repliziert) → Virtuelle Server (VMware ESX/ESXi ) → “Wolke“ (Cloud).
Zudem wurde der Festplatten Speicher von den eigentlichen “Maschinen“ entkoppelt, ServereinschĂŒbe hatten nur mehr Festplatten fĂŒr das OS installiert. Nutzerdaten lagern auf RAID Stapeln - meist mit FO mit Server verbunden. Alles virtualisiert - Speicherplatz von RAID EinschĂŒbe können virtualisiert verschiedenen Maschinen zugeordnet sein.
Das gabs schon um 2000. Heute noch besser gelöst.
Wo deine Word Dokumente und deine Exel Files genau liegen, kann heute niemand mehr sagen. Bei Ausfallsicherheit liegen diese gespiegelt ĂŒber den gesamten Erdball verteilt.

ZunĂ€chst gilt in unserer freien Gesellschaft: Alles ist erlaubt, was nicht ausdrĂŒcklich durch ein Gesetz verboten ist. Bevor ein solches Verbot greift, können wir uns nur auf die Vernunft der Menschen verlassen – dass sie keine Produkte entwickeln, in Umlauf bringen oder selbst auf eine Weise nutzen, die sie oder andere gefĂ€hrden.

Das fĂŒhrt mich zu einem meiner Herzensthemen: Wir sollten mehr Wert darauf legen, dass Menschen sich aus eigenem Antrieb vernĂŒnftig und verantwortungsvoll verhalten. FrĂŒher nannte man das „Erziehung“ – oder, bei verzogenen Erwachsenen, „Umerziehung“. Doch das ist harte Arbeit: Es erfordert viel Dialog und Überzeugungsarbeit, bis Menschen freiwillig so handeln, wie es fĂŒr ein gutes Zusammenleben notwendig ist.

TatsĂ€chlich „brauchen“ wir ( bzw. ich - als Beispiel fĂŒr auch viele andere ) die meisten der von Dir angefĂŒhrten Features nicht.
Sie fĂŒhrem außerdem statt des vielleicht sonst noch erzielbaren ( und im Sinne der Erreichung weltweiter Klimaschutzmaßnahmen auch zwingend erforderlichen ) Fortschrittes, unsere technische Infrastruktur mit weniger Resourcenverbrauch, mit sinkendem Energiebedarf und geringeren Kosten, als bisher, weiterhin betreiben zu können, sogar im Ggegenteil zu noch mehr Energiebedarf und noch grĂ¶ĂŸeren FolgeschĂ€den durch den verstĂ€rkten Abbau von selten - bzw. nur an wenigen Orten zu findenden und immer schon nur beschrĂ€nkt verfĂŒgbaren Rohstoffen.

Ein gutes Beispiel fĂŒr solchen „Wahnsinn“ sind PKW mit Elektroantrieb die mit Leistungen von mehr als 400 PS bzw. auch noch mit herkömmlichen fossilen Verbrennungsnotoren sogar mit 600 PS (ca 440 kW Antriebsleistung !, https://www.derstandard.at/story/3000000323222/rolls-royce-ghost-black-badge-kindersekt-und-kekse, bemerkenswert sind hier auch die gewĂ€hlten Formulierungen im Text des verlinkten Artikels ) serienmĂ€ĂŸig angeboten und beworben werden und in manchen Fachartikeln schon die Diskussion ĂŒber neue Reifentechnologen ausgelöst hat , um solche Leistungen auch noch „auf die Straße bringen“ zu können - obwohl die im öffentlichen Straßennetz zulĂ€ssigen Maximalschwindigkeiten mit derzeit â€žĂŒblichen“ Antriebsleistungen - und auch mit einem Rassepferd im AnhĂ€nger - durchaus zu bewĂ€ltigen sind.

Erich, ich bin seit Jahrzehnten in der Industrie tĂ€tig. Ich kann Dir versichern, dass wir vor allem in der Lebensmittelerzeugung alle Hunger leiden mĂŒĂŸten oder die Produkte um ein vielfaches teuerer werden, wenn die „all die Features“, die wir Deiner Meinung nach nicht brauchen, weglassen wĂŒrden. Gerade im Bereich der QualitĂ€tssicherung sind diese unerlĂ€ĂŸlich. Von der Pharmaindustrie möchte ich da gar nicht erst anfangen, wo zahlreiche Prozesse und Produktionsergebnisse ĂŒberwacht werden mĂŒssen, damit wir keine schlechten Chargen in Umlauf bringen, die Menschen gefĂ€hren.

Im Bereich der Produktionssteuerung, wo statistische Methoden zur Vorhersage schon seit den 60er Jahren verwendet werden (SPC), sind diese Features auch unentbehrlich, um eine Havarie und damit einen Stillstand der Produktionsanlage zu vermeiden. Insbesondere bei Hochgeschwindkeitsanlagen (mehrere 100 bis 1000 Produkte pro Minute) oder bei KĂŒhltechnikanlagen können solche Havarien nicht nur zu einem millionenschweren Totalschaden fĂŒhren, sondern durch den Produktionsstillstand auf Monate oder Jahre die Versorgungssicherheit gefĂ€hrden.

Wenn Du auch in diesen Bereichen eine Erfahrung vorzuweisen hast, nehme ich Deine Argumente gerne zur Kenntnis. Wenn Du aber nur vom Hörensagen Dich auskennst, lasse es bitte in Zukunft.

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