Vier Kränkungen erschüttern unser Bild von der menschlichen Sonderstellung: Kopernikus rückte uns aus dem Zentrum des Universums. Darwin ordnete uns in die Tierwelt ein. Freud stellte unsere bewusste Selbstbestimmung infrage. Und KI zeigt, dass Maschinen uns auch bei geistigen Aufgaben übertreffen können.
Die Schlussfolgerung: Unser Wert als Menschen hängt nicht davon ab, allem und jedem überlegen zu sein. KI fordert uns heraus, Menschsein weniger über Leistung und mehr über Mitgefühl, Verantwortung und die Gestaltung unseres Zusammenlebens zu definieren.
Das hochstilisieren von KI nimmt fast schon groteske Züge an.
In gewisser Weise ist sogar ein Oktopus der KI überlegen. Und Jener ging nie zur Schule.
Oder kennst die Schwarmintelligenz von Honigbienen, Ameisenhaufen, Termitenhügeln, usw. ganz genau?
Oder Intelligenz von Kea oder Rabenvögel?
KI hat halt “sehr viele Bücher gelesen“ und Inhalte verknüpft, zieht Schlussfolgerungen daraus.
Kann KI seriöse Information, Hoax, FakeNews, irre führende Propaganda (die massenhaft geilt wird, da muss sie ja stimmen!?), usw. einwandfrei unterscheiden?
Oder können Böse die KI mit Irreführendem “impfen“ und damit fehl leiten?
Wir haben als Kinder dem Teddy menschliche Eigenschaften zugesprochen. Heute machen wir es bei den Computern. Wir interpretieren das, was wir als ihre Aktionen und Reaktionen beobachten, als ein menschliches Verhalten, als Intelligenz, sprechen der Blechkiste Bewusstsein oder einen Willen zu. Wir erliegen da einer von uns selbst gemachten Illusion.
Ach herrje, Stefan, nicht du auch…
Moderne LLMs als maschinelle Datenverarbeitung zu bezeichnen ist in etwa so richtig wie dich als flüssigkeitsgefüllten Sack mit exotischen Chemikalien zu bezeichnen.
KI hat soviel Bewußtsein, Intelligenz oder Verständnis dessen, was es tut, wie ein Nudelsieb das hat. Nämlich gar nicht!
Der Begriff „Artificial Intelligence“ (AI) wurde vom Mathematiker John McCarthy geprägt. Er verwendete ihn erstmals im August 1955 im Antrag für das Dartmouth Summer Research Project. McCarthy sagte später in einem Interview von 1988, dass er den Begriff u. a. erfand, um sich von der damaligen „Kybernetik“ (Norbert Wieners Schule) abzugrenzen. Also ein reiner Marketing-Kniff.
Heute ist ja alles, was mit Computern zu tun hat, KI. Verkauft sich gut.
Nur heute noch viel massiver und daher gefährlicher - in jeder Hinsicht.
aus obigem Link :
Das Kommunikationsverhalten von Versuchspersonen gegenüber dem Programm entsprach demjenigen gegenüber einem menschlichen Gesprächspartner. Offensichtlich war es ihnen nicht allzu wichtig, ob der Antwortende am anderen Ende der Leitung wirklich ein Mensch war oder ein Computerprogramm. Es kam nur darauf an, dass die Antworten und Fragen „menschlich“ erschienen. Dies ist der sogenannte Eliza-Effekt, der heute bei vielen Chatbots ausgenutzt wird.
Die Versuchspersonen in den Experimenten waren zu einem großen Teil sogar überzeugt, dass der „Gesprächspartner“ ein tatsächliches Verständnis für ihre Probleme aufbrachte. Selbst wenn sie mit der Tatsache konfrontiert wurden, dass das Computerprogramm, mit dem sie „gesprochen“ hatten, auf der Basis einiger simpler Regeln und sicherlich ohne „Intelligenz“, „Verstand“, „Einfühlungsvermögen“ usw. einfach gegebene Aussagen in Fragen umwandelte, weigerten sie sich oft, dies zu akzeptieren.
Weizenbaum war erschüttert über die Reaktionen auf sein Programm, vor allem, dass praktizierende Psychotherapeuten ernsthaft daran glaubten, damit zu einer automatisierten Form der Psychotherapie gelangen zu können. Er entwickelte sich nicht zuletzt aufgrund dieser Erfahrungen zu einem Gesellschaftskritiker.[
a) Noch hat Mensch “Den Seitenscheider, den Lastschalter der Stromzuführung“ in der Hand! (Im übertragenen Sinn gemeint)
b) Parteien am äußersten Rand nutzen vermutlich bald Angst und Ressentiment gegenüber neue Technologien aus. Sind ja ständig auf Suche nach Feindbildern, ohne diese sie nicht existieren könnten. Bei Medizin (Impfungen) und Klimawandel sind sie ja schon aktiv.
Ich würde als 4. Bild in der obigen Visualisierung der " 4 Beleidigungen"
den Ausdruck „andere Lebewesen“ setzen.
Und als Unterschrift :
„Wir sind nicht die Einzigen, die ein Recht auf Leben auf diesem Planeten haben“
Zur Erklärung : Dieses Recht bezieht sich nicht nur auf das Sichern und Erhalten artgerechter Lebensräume, sondern ist auch durch die zunehmende Erkenntnis begründet, dass bei immer mehr Lebewesen Anzeichen eigener „Persönlichkeit“ und damit auch selbständigen Bewusstseins, Intelligenz , eigenständiger „Sprache“, Gefühle, Empathie feststellbar sind - und manche dieser Anzeichen sogar bei Pflanzen vermutet, und möglicherweise auch schon beobachtet, wurden.