Ich stimme mit Boris in weiten Teilen überein. Ich glaube aber auch, dass er im alten Denkrahmen gefangen ist. Wie verteilen wir den kleiner werdenden Kuchen. Wie gehen wir mit dem Mangel um.
Mein Anspruch ist ein anderer: Wir sind der größte Binnenmarkt der Welt. Wir haben wunderbare Menschen mit großartigen Ideen in Europa. Warum lassen wir uns immer einreden, dass wir zu nichts fähig sind.
Lass uns den Spieß umdrehen und den Kuchen wieder größer machen. Unser Anteil am BIP ist von 30% auf zuletzt 13% gesunken. Das hat reale Auswirkungen. Weniger Staatseinnahmen, weniger kaufkräftige Kunden, weniger nachgefragte Produkte - und die Auswirkung sehen wir dann auch.
Ja, manche glauben, das ist gut, weil man dann billigere Arbeitskräfte bekommt, aber der Gag ist ja auch dass man dann auch keine Kunden mehr hat, wenn sich niemand mehr etwas leisten kann. Ziemlich Einäugig die Sicht.
Zudem ist meine These: Die Kosten der Arbeitskräfte werden auch in z.B. China zunehmend egal. Durch Dark Factories gibt es dort mittlerweile Fabriken, die ohne Arbeitskräfte auskommen. D.h. der große Vorteil von China (und Asien) - nämlich billige Arbeitskraft wird irrelevant.