Der Orignalpost stammt von https://4future.community/2026/01/03/die-festnahme-von-nicolas-mduro-ein-dammbruch/
Was in Venezuela passiert ist, wirkt auf den ersten Blick weit weg.
Ein anderer Kontinent, ein umstrittener Präsident, große Politik.
Aber tatsächlich geht es hier um etwas, das uns direkt betrifft.
Es geht um die Frage, ob Regeln noch gelten – oder ob Macht wieder entscheidet.
Es geht darum, ob internationales Recht universell ist – oder nur für jene gilt, die schwächer sind.
Und es geht darum, ob wir uns auf unsere engsten Partner noch verlassen können.
Unser digitales Leben liegt zu großen Teilen auf US-Servern.
Unsere Kommunikation, unsere Daten, unsere Infrastruktur.
Dieses Vertrauen basiert auf der Annahme, dass Recht verlässlich ist – auch dann, wenn es unbequem wird.
Wenn jedoch militärische Selbstjustiz akzeptiert wird, weil der Betroffene „böse“, „illegitim“ oder „unerwünscht“ ist, dann gerät genau diese Verlässlichkeit ins Wanken.
Dann wird Recht verhandelbar.
Und das betrifft am Ende nicht nur Staaten, sondern auch uns als Gesellschaft.
Darum sprechen wir hier darüber.
Nicht um jemanden zu verteidigen.
Sondern um zu erklären, warum dieser Dammbruch mehr ist als ein außenpolitisches Ereignis.
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Vor allem der Nachahmungseffekt, wer bestimmt nun was Gut oder Böse in der Welt ist?
Zu diesem Zweck hatte man auch den Internationalen Gerichtshof gegründet.
Dieser wird leider nicht von allen Staaten anerkannt.
Die UNO ist mittlerweile auch Zahnlos. Deren Sicherheitsrat ein ἀναχρονισμός (Anachronismus).
Quo vadis terrarum? 
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Mittlerweile hat Trump angekündigt keine Wahlen abhalten zu wollen in Venezuela. Man werde Venezuela regieren. Die Oppositionsführerin sein „nett“ hätte aber keinen Rückhalt in der Bevölkerung.
Die US ÖL Konzerne werden Venezuela wieder aufbauen.
Mund offen. Sprachlos.
Wir sind (digtal)wirtschaftlich gefangene der USA. Bisher glaubten wir, dass Rechtsnormen halbwegs Gültigkeit haben.
Trump hat sich nicht einmal um eigene Gesetze geschert. Kongress wurde nicht befragt.
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Ich freue mich, dass die Analyse des 4future.institute von einem der Top Juristen in Österreich gewürdigt wurde:
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Putin hat ja ganz analog gehandelt:
- Er beschuldigt die UA, dass dort Nazis das Sagen hätten - objektiv völlig unbewiesen.
- Er dringt als Aggressor in UA Gebiete ein und behauptet, sie „annektiert“ zu haben, Krim dann Donbass etc.
Der Aufschrei wegen USA-Venezuela ist um ein Vielfaches lauter und empörter als der wegen Russland-UA. Weil wir mit den USA befreundet sind/waren und wirtschaftlich abhängig/verflochten?! Wäre das ein „legitimes“ Kriterium für ungleiche Lautstärke?
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Von Diktaturen ist man das gewohnt.
Wir sind aber als Europa in einer Verteidigungsalliaanz mit einem Partner, der so agiert und sogar droht einem europäischen Land sein Territorium wegzunehmen.
Putin war also schon bevor er sich die Krim einverleibt hat unzweifelhaft als Diktator erkannt/bekannt? Also als er noch beispielsweise in A zu Gast und willkommen war und die damalige Außenministerin einen Knicks machte?
Ich wage das SEHR zu bezweifeln.
Trump benimmt sich schon länger, also nicht erst seit heute, weithin sicht- und erkennbar wie ein Diktator.
Nur ist die derzeitige Verflechtung Europas mit den USA (noch) in vielerlei Hinsicht eine deutlich andere als mit Russland.
Also bei Russland hat die EU Sanktionen verhängt, und zwar nicht wenige und keine kleinen. Und es wurde natürlich die völkerrechtlich illegale Annexion verurteilt.
Hast Du davon etwas jetzt bei den USA bemerkt?
Eigentlich müssten wir das gleiche mit den USA machen.
Hier sagt aber z.B. Deutschland: Die Situation ist komplex, und wir evaluieren sie genau.
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Also ja, jeder der es merken wollte konnte es merken.
Putin hat schon länger Oppositionelle und Kritiker mit Sprengstoff oder Polonium aus dem Weg räumen lassen. Und Frau Kneissl ist ja jetzt nach Russland gezogen soviel ich weiß - weil es dort viel schöner ist als hier. Also den Knicks würde ich in dem Zusammenhang nicht überbewerten.
Die Verflechtung ist genau das Problem Trump droht gerade sich einen Teil eines europäischen Landes einzuverleiben. In anderen Ländern würde man da doch ein wenig besorgt reagieren und das als Bedrohung erachten (und sich denken dass man da sich wohl nicht so ganz auf die NATO mehr verlassen können wird).