Die gefährliche Lücke zwischen Wissen und Handeln beim Klimawandel

Eine Entgegnung auf Reinhard Steurer, der in einem Gastbeitrag ( Sommer der Klima-Heuchelei - Diskurs - derStandard.at › Diskurs ) die allgemeine Heuchelei für die Klimakatastrophe mitverantwortlich gemacht hat

https://www.derstandard.at/story/3000000337252/die-gefaehrliche-luecke-zwischen-wissen-und-handeln-beim-klimawandel

Wir wissen seit Jahrzehnten, dass sich das Klima erwärmt, wir sehen die Folgen inzwischen auch in Österreich sehr deutlich – und trotzdem gelingt es uns nur langsam, die Ursachen wirksam zu bekämpfen.

Das Entscheidende dabei ist: Der Klimawandel ist kein Ereignis, das irgendwann in der Zukunft beginnt. Er findet bereits statt.

Aber ebenso wichtig ist die zweite Hälfte dieser Botschaft: Es ist keineswegs egal, was wir jetzt tun.

Jede zusätzliche Tonne CO₂ trägt zur weiteren Erwärmung bei. Und jedes zusätzliche Zehntelgrad erhöht Risiken – teilweise kontinuierlich, teilweise sehr abrupt, wenn Schwellen überschritten werden. Manche Veränderungen sind auf menschlichen Zeitskalen praktisch irreversibel.

Ob jemand mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt, hängt auch davon ab, ob eine brauchbare Verbindung existiert. Ob eine Familie ihre Heizung tauscht, hängt von Einkommen, Förderungen und verfügbaren Alternativen ab. Ob Unternehmen klimafreundlich investieren, hängt von Preisen, Regulierung und Planungssicherheit ab.

Klimaschutz ist keine moralische Reinheitsprüfung.

Klimaschutz und Anpassung sind keine Gegensätze.

Wenn die Erwärmung weiter zunimmt, steigen auch die Anforderungen und Kosten der Anpassung. Bei manchen Auswirkungen stoßen wir irgendwann an Grenzen. Deshalb müssen wir beides gleichzeitig tun: die unvermeidbaren Folgen möglichst gut bewältigen und verhindern, dass die vermeidbaren Folgen immer größer werden.

Nach jedem außergewöhnlich heißen Sommer, jeder Dürre und jedem extremen Niederschlagsereignis diskutieren wir intensiv über die Folgen. Einige Wochen später wandert das Thema wieder nach hinten – bis zum nächsten Ereignis.

Das physikalische Klimasystem macht diese Pause allerdings nicht.

Wenn ich Klimawandelleugner damit antworte:
Die Natur benötigte zig Millionen von Jahren um Kohlenstoff in Form von Kohle, Erdöl, Erdgas unter Tags zu binden, der Mensch verbrennt das in nicht einmal 200 Jahren und bläst CO2 in die Atmosphäre - und das soll ohne Folgen bleiben?
Darauf folgt meist Stille!

Ist die Antwort dann nicht oft: Es war doch schon immer warm - oder wie die Dame vom Kurier sagte: Ich freue mich, dass ich am Abend beim Heurigen kein Westerl mehr brauche?

Wann hats das letzte Eis auf der Donau gegeben, Eisstoß so dick, dass man über die Donau gehen konnte. Winter wo in NÖ über etliche Tage -15° … -20° - Schneeverwehungen, usw. gang und gäbe waren.
Dann Werdens schmähstad.

Die meisten die ich kenne nicht. Wärmere und kältere Zeiten gabs schon immer.