Während des Industriezeitalters ist der Mensch mit der Maschine verschmolzen. Heute sind es Verschmelzungen mit digitale Prozesse. Dabei haben wir viele Freiheiten aufgeben müssen, vor allem unsere Zeitautonomie: über unsere Zeit selbst verfügen und entscheiden zu müssen und zu können. Die Synchronisation mit der modernen Maschinerie hat es erforderlich gemacht, um die gewünschte Effizienz zu erreichen.
Zeit ist Geld.
Daher wurde alles unternommen, um die Zeitverschwendung drastisch zu reduzieren.
Ein Mensch wird erst durch einen anderen Menschen zum Menschen. (Ubunto Lebensprinzip).
Wo bliebt dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen? Angefangen bei Elementarem wie Essen, Trinken, Notdurf, Schlaf, sich um seine Liebsten zu kümmern, sich um sich selbst zu kümmern?
Wenn wir in der Arbeitswelt der Zukunft den Menschen und seine unmittelbaren, privaten Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen wollen, und die Unternehmen an diese Bedürfnisse anpassen, anstatt den Menschen weiterhin zu formen, damit er zu den Maschinerien passt, werden wir unweigerlich auf die Rückkehr der Zeitautonomie zusteuern.
Wer hat den Mut, gegen die Maschinen anzustürmen und den Menschen wieder Mensch sein zu lassen.
Werkzeuge haben dem Menschen schon immer das Leben erleichtert und die blutigen Hände vermieden. Fahrzeuge, Maschinen, Geräte, Apparate, Computer, Roboter, Software, KI, … Sie ermöglichen es nicht nur, belastende Tätigkeiten dem Menschen abzunehmen, sondern auch und insbesondere sich wiederholende Aufgaben abzuwicklen.
Mit den modernen User-Interfaces und den modernen Automatisierungsmöglichkeiten bietet sich nun allerdings eine neue Chance: die Arbeit des Menschen und die Arbeit der Maschinen (Computer, Produktion) zu entkoppeln, die erzwungene Synchonizität aufzulösen und zu reduzieren.
Dadurch können wir unsere Zeitautonomie zurückgewinnen. Durch mehr Elastizität in den Prozessen und der Entkoppelung des Menschen von den Maschinen.
Wer wagt diesen Schritt?
