Joël Krapf verweist in seinem LinkedIn-Post „Die Zukunft der Arbeit ist nicht mehr agil“ auf eine Mc Kinsey-Studie von Martin Harrysson & Natasha Maniar darauf hin, dass durch den verstärkten Einsatz von KI in den Unternehmen sich die Art zu Arbeiten erneut verändern würde: Datengetrieben, kürzere Zyklen, kleinere Teams, Anforderungsgetrieben.
Zur Studie gibt es auch ein Video.
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Wie wird AI nun traditionelle Handwerksberufe beeinflussen?
Z.B. die Bauwirtschaft, Verkehr, usw.? Nicht überall ist es sinnvoll alles zu automatisieren, wobei es schon 3D Drucker für Häuser gibt.
Ca. 10% der Jobs in Europa bestehen überwiegend aus dem Fahren eines Fahrzeuges. Sobald das mit den selbstfahrenden Fahrzeugen ausreichend gut funktioniert, können sich diese Menschen einer anderen Aufgabe widmen.
Der Baubereich ist schon hoch automatisiert. Man muß dabei auch bedenken, dass viele Dinge für den Bau nicht mehr auf der Baustelle stattfinden, sondern in Produktionshallen passieren.
Ja, auch das Handwerk wird von der KI betroffen sein. Zum einen gibt es dort auch viele Büro- und Planungstätigkeiten. Vermessungsaufgaben vor Ort werden schon mit Drohnen und 3D-Scannern ausgeführt. Wände von Automaten verputzt. Fliesen von Robotern zurechtgeschnitten und verlegt. Wände mit Drohnen oder Roboters mit Farbe versehen. Beton mit selbstgesteuerten Systemen am Boden verdichtet. Produktionszustände, wie die Trocknung des Betons mit Sensoren erfasst. Materialtransport mit ferngesteuerten Fahrzeugen. Aushub mit ferngesteuerten Baggern.
Das Traditionelle mit Kelle, Stein und Mörtel wird immer seltener.
Der Zeitpunkt der Erfüllung aller technisch/organisatorischen Voraussetzungen außerhalb der Fahrzeuge für den erfolgreichen Einsatz selbstfahrender Fahrzeuge im gemischten Verkehr (außerhalb geschützter, abgegrenzter, Bereiche) ist derzeit noch nicht annähernd absehbar.
Der Zeitpunkt “sobald” wird daher nicht sobald eintreten.
Jetzt schon mit Personalseinsparungen durch selbstfahrende Fahrzeuge rechnen zu wollen , kann daher nur als “unverantwortlich” bezeichnet werden und ist möglicherweise auch eine der Ursachen für die in vielen Unternehmen nicht mehr in ausreichender Zahl verfügbaren LKW- Fahrer.
Denn wer sollte sich noch als LKW-Fahrer ausbilden lassen, wenn er vielleicht schon bald nicht mehr benötigt werden würde - zudem die Arbeitsbedingungen und das Image des Berufstandes ohnehin nicht zu den Besten zählen ?
Unabhängig vom Zeitpunkt der tatsächlichen Einsatzmöglichkeit selbstfahrender Fahrzeuge, haben viele Fahrer oft noch weitere Aufgaben nach Erreichen der Fahrziele ( z.B. Ladetätigkeiten) auszuführen. Solche Tätigkeiten werden in Zukunft jedenfalls die Anwesenheit eines Menschen auch an Bord von selbstfahrenden Fahrzeugen (nicht nur von LKWs, sondern z.B. auch von Taxis) erfordern - und auch in Zukunft wir es sicher immer wieder Fahrsituationen geben ( z.B. an Baustellen , bei Einfahrten , …. ) an denen auch das beste selbstfahrende Fahrzeug nicht “weiterwissen” wird und ohne menschliche “Hilfs-” Fahrer an Bord dann möglicherweise sogar verkehrsbehindernd auf der Straße liegen bleiben würde.
Das Traditionelle mit Kelle, Stein und Mörtel wird immer seltener.
Das wird sich aber vermutlich noch als großer Irrtum heraustellen.
Schon in naher Zukunft wird sich das Baugeschehen (z.B. im Wohnbau) vom Neubau auf den Umbau / die Sanierung / die Reparatur des Altbestandes verlagern müssen . Industriell vorgefertigte Bauteile werden dort überwiegend nur mehr für den Fenster -/ Türen-Tausch und Träger- /Dach-Konstruktionen benötigt werden.
Alles andere wird - zwar mit Geräte-Unterstützung - aber großteils “von Hand” , mit Ziegel, Ziegelhammer, Mörtel und Kelle , erledigt werden müssen.
”Traditionelle” Maurer - für kleine Arbeiten - gibt’s heute schon nur mehr selten und werden daher von privaten Wohnungs- bzw. Haus-Eigentümern inmer öfter schon jetzt wie die “Nadel im Heuhaufen” gesucht.
Sah mal einen Bau, da wurden Tonziegel deren Hohlkammern mit Mineralfasern gefüllt waren mit PU Schaum verklebt. Keine Mischmaschine mehr notwendig.
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Ich habe auch eine Dokumentation über 3D Druck von Gebäuden gesehen. Auch sehr beeindruckend. Kein einziger Maurer mit Kelle mehr.
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Allerdings wird der Innenausbau noch einige Jahre, bis Jahrzehnte, von Hand durchgeführt werden müssen.
So faszinierend diese 3D Gebäude-Drucker auch sein mögen, es wird immer nur ein kleiner Teil, ein Abschnitt der Realität, in diesem Filmen behandelt. Also selten das es Hinweise auf die Arbeiten im erweiterten Umfeld gibt.
Nö. Der Innenausbau kann schon ziemlich gut automatisiert oder mit cleveren Geräten einfacher und schneller ausgeführt werden. Bauen ist heute Hightech.
“Innenausbau” - ohne “überflüssige” Ecken, Kanten und Winkel und mit stets homogenen Oberflächen bzw. Mörtel/Verputzdichten - gibt’s üblicherweise nur im Neubau.
Alles andere ist “Sanierung” im Altbestand - und wird überwiegend in Handarbeit ausgeführt - wie z.B der Austausch alter Leitungen für Strom, Gas, Wasser, Heizung, Abwasser.
In 10 Jahren gehören auch die Neubauten von heute schon zum Altbestand und werden auch in diesen (heute noch Neu-) Bauten dann nur einzelne Wände / Türdurchgänge (und nicht ganze Etagen) umgebaut - und auch weiterhin Leitungen verlegt/repariert/ausgetauscht - werden müssen.
Auch in Zukunft wird das dann in Handarbeit durchgeführt werden müssen.
Nur bei neuen o\u genormten Bauten wird es vielleicht automatisiert möglich sein. Denn d|r Innenausbau ist noch immer etwas sehr diffiziles - laut einer befreundeten Architektin ist es höchst selten dass ein Plan mit dem Endausbau übereinstimmt. Somit ist also ein Automatisierung noch lange nicht zu denken.
Ein Entwicklungszeitraum von 2-3 Mal 20 Jahren ist wahrscheinlich notwendig bis zur Automatisierung im Innenbereich.