Windows und Linux parallel installieren (Dual Boot)
Ich habe auf meinem Notebook eine 500-GB-SSD, auf der ursprĂŒnglich nur Windows installiert war. Um Linux zusĂ€tzlich zu installieren, habe ich folgende Schritte durchgefĂŒhrt.
1. Windows-Partition verkleinern
Zuerst muss man Platz fĂŒr Linux schaffen.
Dazu habe ich den MiniTool Partition Wizard (Free Edition) verwendet und die bestehende Windows-Partition verkleinert.
Wichtig dabei:
- Nicht den freien Platz formatieren
- Der Platz muss einfach âunzugeordnetâ (unallocated) bleiben
FĂŒr Linux Mint sind 30â50 GB ausreichend, ich habe etwas mehr Platz reserviert.
2. Linux-Installationsstick erstellen
Als nÀchsten Schritt habe ich einen bootfÀhigen USB-Stick erstellt.
Dazu habe ich verwendet:
- Linux Mint (Cinnamon Edition)
- Rufus zum Schreiben des Images auf den USB-Stick
Linux Mint habe ich gewÀhlt, weil die OberflÀche Windows sehr Àhnlich ist und daher der Einstieg leicht fÀllt.
Vorgehen:
- ISO-Datei von der Linux-Mint-Website herunterladen
- Rufus starten
- USB-Stick auswÀhlen
- ISO auswÀhlen
- Stick erstellen
3. Vom USB-Stick booten
Danach startet man den Rechner vom USB-Stick.
Je nach Notebook erfolgt das ĂŒber eine Taste wie:
- F12
- F10
- ESC
- oder ĂŒber das BIOS-BootmenĂŒ
Dort wÀhlt man den USB-Stick aus.
Linux Mint startet zunÀchst im Live-Modus, sodass man das System testen kann.
4. Linux installieren
Auf dem Desktop gibt es die Option:
âInstall Linux Mintâ
WĂ€hrend der Installation ist der wichtigste Punkt die Partitionierung.
Hier muss man auswÀhlen:
Installation im freien Speicherplatz
oder
Something else / Manuelle Partitionierung
Wichtig:
- Nicht die Windows-Partition löschen
- Den freien (unallocated) Speicher verwenden
Der Installer erstellt automatisch die notwendigen Linux-Partitionen.
5. Bootloader
Linux installiert automatisch den GRUB-Bootloader.
Dieser erkennt vorhandene Betriebssysteme und richtet ein BootmenĂŒ ein.
Beim Start des Rechners kann man dann auswÀhlen:
6. Programme installieren
Nach der Installation habe ich noch einige Programme ergÀnzt:
- OnlyOffice als Office-Suite
- Thunderbird als Mail-Client
- Brave Browser
- Keepass XC
- VLC
Damit funktioniert fĂŒr mich unter Linux fast alles, was ich im Alltag brauche.
Eine Ausnahme ist Microsoft Outlook, das unter Linux nicht nativ verfĂŒgbar ist. Das geht mir ehrlich gesagt ab. Vielleicht finden wir noch einen Mail/Kalender/Adressbuch Client der sich modern anfĂŒhlt.
Fazit
Mit diesem Vorgehen kann man Windows und Linux parallel auf einem Notebook betreiben, ohne Windows zu entfernen.
Beim Start des Rechners kann man jederzeit entscheiden, welches System man verwenden möchte.