Eine Missionwerkstatt

Unser Ziel bei 4future ist es ja, dass wir gemeinsam die Zukunft, die wir miterleben werden, aktiv gestalten möchten.

ich bin nun vor kurzem über die Missionswerkstatt des deutschen Vereins D2030 gestoßen, mit dem sie Menschen aus der Zivilgesellschaft in einen solchen Gestaltungsprozess einbinden möchten. Sie haben dieses Format standardisiert und bieten es als 4 h Format an, dass von anderen vereinen, Organisationen oder Gemeinden genutz werden kann.

Es gibt

Wie wäre es, uns von diesem Format inspirieren zu lassen, damit wir endlich zu dem kommen, was wir eigentlich als Verein tun möchte. Menschen zu motivieren, sich selbst aktiv an der Gestaltung der Zukunft zu beteiligen.

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D2030 hat auch eine Zukunftsversion 2045 entwickelt.

Hier ist eine kurze KI-Zusammenfassung der Studie „Neue Horizonte 2045 – Missionen für Deutschland“:


Kernaussagen der Studie

Die Studie der Initiative D2030 untersucht mögliche Zukunftsszenarien für Deutschland bis 2045 – dem Jahr, in dem Deutschland laut Bundesregierung klimaneutral sein soll. Im Mittelpunkt steht die Frage:
„Was könnten wir wollen?“

Hintergrund und Motivation

  • Die Menschheit steht vor planetaren Krisen (Klimawandel, Umweltzerstörung, soziale Ungleichheit), die durch ein ĂĽberholtes Wachstumsparadigma verschärft werden.
  • Trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse (z. B. vom Club of Rome) und politischer Ziele (z. B. Paris-Agreement 2015) gibt es eine LĂĽcke zwischen Wissen und Handeln.
  • Deutschland durchläuft einen tiefgreifenden Transformationsprozess, der Wirtschaft, Gesellschaft und Politik herausfordert – geprägt von Klimakrise, geopolitischen Spannungen (Ukraine-Krieg), Pandemieerfahrungen und technologischem Wandel (KI).

Ziele und Methodik

  • Szenario-Planung: Sieben plausible Zukunftsbilder fĂĽr Deutschland 2045 wurden entwickelt, um den Möglichkeitsraum auszuloten.
    Die Szenarien reichen von „Grünem Wachstum“ über „Nachhaltiger Systemumbau“ bis zu „Radikalen Kompromissen“ oder „Techno-Optimismus“.
  • Partizipativer Ansatz: Ăśber 50 Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft arbeiteten im Open-Foresight-Prozess mit.
  • BĂĽrgerbeteiligung: Online-Dialoge und öffentliche Diskussionen flossen in die Bewertung ein.

Zentrale Ergebnisse

  1. Zielkorridor 2045:
    Deutschland braucht einen gemeinsamen Handlungsrahmen, um Klimaneutralität, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Resilienz zu erreichen.

    • Notwendig: Gesellschaftlicher Lernprozess, neue Alltagsroutinen und ein neues Verständnis von Wachstum (jenseits des BIP-Fokus).
    • Herausforderung: Zielkonflikte (z. B. zwischen Klimaschutz und sozialem Ausgleich) mĂĽssen kooperativ gelöst werden.
  2. Szenarien im Ăśberblick:
    Die sieben Szenarien zeigen unterschiedliche Pfade auf – von inkrementellen Veränderungen (z. B. „Grünes Wachstum“) bis zu radikalen Brüchen (z. B. „Nachhaltiger Systemumbau“).

    • Beispiele:
      • GrĂĽnes Wachstum: Politik treibt die Transformation zu einer „grĂĽnen Industrie“ voran, mit Fokus auf Konsens und Teilhabe.
      • Techno-Optimismus: Deutschland setzt auf DeepTech-Innovationen und digitale Souveränität.
      • Sicherheit zuerst: Priorisierung von Stabilität und Krisenresistenz, auch auf Kosten von Klimazielen.
  3. Robustheits-Check:
    Die Szenarien wurden auf geopolitische Stabilität geprüft. Ergebnis: Einige Pfade (z. B. kooperative Lösungen) sind widerstandsfähiger gegen externe Schocks.

  4. Handlungsempfehlungen:

    • Demokratische Teilhabe ist entscheidend, um Akzeptanz fĂĽr tiefgreifende Veränderungen zu schaffen.
    • Missionen (z. B. Kreislaufwirtschaft, digitale Souveränität) können als Leitplanken fĂĽr die Transformation dienen.
    • Zweite Beschleunigung: Deutschland muss sich vom alten Wachstumsparadigma verabschieden und ein neues Entwicklungsmodell finden.

Fazit

Die Studie plädiert für einen proaktiven, partizipativen und wissenschaftlich fundierten Umgang mit der Zukunft. Statt auf Prognosen setzt sie auf Szenarien als Denkwerkzeuge, um Handlungsspielräume zu eröffnen.
„Es geht nicht darum, die Zukunft vorherzusagen, sondern sie gestaltbar zu machen.“


Gestalten oder gestaltet werden.
Was ist Dir lieber?

Die Zukunft passiert - mit und ohne uns. Die Frage ist ob sie uns gefällt, wenn wir uns nicht einbringen.

Ich mag die Szenarientechnik, bei der man sich vorstellt, was möglich sein könnte. Dabei können durchaus auch unerwünschte Szenarien entstehen. Wie hoch schätzt man die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens?

Was wären erwünschte Szenarien? Sich zu erträumen, was man gerne hätte. Dragon Dreaming. Was wäre notwendig, um diese zu erreichen? Welche Hindernisse könnten auftreten und wie könnten diese beseitigt werden?

Insbesondere mag ich die Extremszenarientechnik. Dabei werden die Szenarien übertrieben, um zu sehen, welche Auswirkungen besonders deutlich zutage treten könnten oder um neue Möglichkeitsräume zu eröffnen und somit auch neue Lösungsräume zu betreten, die man ansonsten gar nicht betreten hätte. Denn die alten Lösungen, die man bisher kontinuierlich weiterentwickelt hat, würden dann gar nicht mehr funktionieren.

Ein Beispiel: Nehmen wir an, Wien hätte 50 Millionen Einwohner. Was wäre erforderlich, um das Leben in einer solchen Stadt zu ermöglichen? Verkehr, Ernährung, Bildung, Wohnen, Abfallentsorgung, Energie usw. Welche Lösungen wären denkbar, an die man bei einer Zwei-Millionen-Stadt gar nicht denken muss? Könnten diese Lösungen auch auf eine 2-Millionen-Stadt angewendet werden und Vorteile gegenüber den bisherigen Lösungen bieten?

Also Inspirationen für eine erstrebenswerte Zukunft und für bisher unbekannte oder undenkbare Lösungen.

Eine Vision, wie sie D2030 erarbeitet hat, ist ein dickes Brett.

Einen Missionsworkshop zu gestalten, wo jeder für sich seine persönliche Mission entdecken kann, persönlich seinen Beitrag für die Mitgestaltung der Zukunft zu entdecken, ich weniger aufwendig, aber auch keine einmalige Sache. Das muss auf Tournee gehen.

Menschen befähigen und aktivieren, selbst zu tun.

Die Wissenschaft Skepsis bis hin zur Ablehnung, Hang zu Alternativen Fakten, Obskuren, Spaltung der Gesellschaft, blindes Glauben an ins Netz gestreuter Fakes & Propaganda - das stimmt mich nachdenklich! Kaum wird etwas komplexer, kommt der Hang zu “Einfachen Lösungen“ … Nährboden für Möchtegern-Autokraten, Despoten, Agitatoren, Demagogen, Verschwörungstheoretiker, …

Der Grund, warum es solche Phänomene früher seltener gab, war nicht, dass die Menschen vernünftiger oder klüger gewesen wären. Sie erhielten schlicht mehr Orientierung.

Man mag von der Kirche halten, was man möchte, aber sie hatte eine gesellschaftliche Funktion: Am Sonntag stand der Pfarrer auf der Kanzel und erklärte den Menschen nicht nur religiöse Inhalte, sondern vermittelte auch Werte, Normen und gesellschaftliche Orientierung. Das geschah nicht immer richtig und nicht immer im Sinne aller, aber es schuf einen gemeinsamen Bezugsrahmen.

Man mag auch von der Politik halten, was man möchte, aber viele Politiker verstanden ihre Aufgabe nicht ausschließlich darin, dem Volk nach dem Mund zu reden. Politische Führung bedeutet nicht, einfach das zu sagen, was die Mehrheit gerade hören möchte. Sie bedeutet, Entscheidungen zu treffen und die Bevölkerung von deren Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit zu überzeugen. Demokratie braucht nicht nur Repräsentation, sondern auch Führung.

Ähnliches galt für die Medien. Es gab nur wenige große Medienhäuser. In vielen österreichischen Familien gehörte die Zeit im Bild um 19:30 Uhr zum Tagesablauf. Es gab Zeitungen unterschiedlicher Qualität und politischer Ausrichtung, doch sie alle unterlagen journalistischen Standards. Redaktionelle Beiträge waren überprüft und verantwortet. Das bedeutete keineswegs, dass sie frei von Fehlern oder Meinungen waren, wohl aber, dass offensichtlicher Unsinn nicht ohne Weiteres als Nachricht verbreitet wurde.

Heute werden Informationen überwiegend über soziale Medien verbreitet. Dort steht die Aussage eines Hochschulprofessors unmittelbar neben jener der „Mitzi Tante“ auf Facebook oder TikTok. Beide erscheinen zunächst gleichwertig. Oft erreicht sogar die Mitzi Tante ein größeres Publikum – nicht weil ihre Aussagen fundierter wären, sondern weil Empörung, Vereinfachung und Emotionalisierung von den Algorithmen belohnt werden.

Gleichzeitig stehen klassische Medien wirtschaftlich unter erheblichem Druck. Sinkende Werbeeinnahmen und veränderte Nutzungsgewohnheiten erschweren unabhängigen Journalismus. Dadurch wächst die Abhängigkeit von öffentlichen Förderungen oder anderen Finanzierungsquellen, was zumindest den Eindruck entstehen lassen kann, Medien seien weniger unabhängig als früher.

Ich versuche damit nicht, die Vergangenheit zu verklären. Die Kirche hatte und hat ihre Probleme. Politik war auch früher nicht frei von Machtinteressen. Und Medien waren niemals vollkommen objektiv. Der entscheidende Unterschied liegt an einer anderen Stelle: Es gab Institutionen, denen ein großer Teil der Gesellschaft gemeinsame Autorität zuschrieb. Heute ist diese gemeinsame Orientierung weitgehend verloren gegangen. An ihre Stelle ist ein Nebeneinander unzähliger Stimmen getreten, in dem Glaubwürdigkeit oft weniger zählt als Aufmerksamkeit.

Was unserer Gesellschaft heute fehlt, ist weniger Information als Orientierung. Wir brauchen wieder Menschen und Institutionen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich vor die Öffentlichkeit zu stellen – auch auf die Gefahr hin, dafür unpopulär zu werden.

Manchmal braucht es jemanden, der den Mut hat zu sagen: „Moment einmal – seid ihr denn alle deppert geworden?“ Natürlich höflicher formuliert. Gemeint ist nicht Arroganz, sondern die Bereitschaft, offensichtliche Fehlentwicklungen klar zu benennen, statt jedem kurzfristigen Stimmungsbild hinterherzulaufen.

Führung bedeutet, Orientierung zu geben, Zusammenhänge zu erklären und auch dann Kurs zu halten, wenn Gegenwind aufkommt. Eine demokratische Gesellschaft lebt vom Diskurs – sie braucht aber ebenso Persönlichkeiten mit Rückgrat, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und für ihre Überzeugungen einzustehen.

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Warum steht dieser Beitrag in der Kategorie „Ideen“?

Ich wollte eine konkrete Inspiration dafür liefern, wie wir als Verein Menschen zusammenbringen könnten, damit sie gemeinsam beginnen, die Zukunft mitzugestalten.

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