Energieverbrauch unserer KI-Nutzung

Jep. Das könnte sein, dass der Energiebedarf in der EU dadurch gesunken sein könnte, da wir energieintensive Prozesse einfach in andere Regionen der Welt verlagert habe. Werde mal schauen, ob ich darĂŒber ein paar Zahlen finden kann.

Weltweit wird intensiv daran gearbeitet, den Energiebedarf bei der Metallverarbeitung zu senken und auf elektrische oder wasserstoffbasierte Technologien umzustellen. Es gibt in diesen Bereichen schon große Fortschritte.

Ich glaube, dass wir uns darĂŒber einig sind,

  • dass der Endenergiebedarf in der EU steigen wird.
  • dass wir die Verwendung von schadstoffbehafteten oder CO2-ergezugenden PrimĂ€renergiequellen (Rohöl, Erdgas, Methan, Holz, Biomasse) grĂ¶ĂŸer möglich reduzieren wollen.
  • dass wir unsere PrimĂ€renergiequellen dahingehend diversifizieren wollen, dass wir nicht von einzelnen Playern abhĂ€ngig sind.
  • dass wir die Kosten fĂŒr Energie dadurch senken wollen, dass wir billigere PrimĂ€renergie beschaffen sollen.
  • dass wir dabei ĂŒberwiegend auf regenerative Energiequellen wie Wind, Sonne, Luft, Wasser und ErdwĂ€rme setzten wollen.
  • dass es auf dem Weg zur Energiewende so einige technologische, rechtliche und gesellschaftliche WiderstĂ€nde finden und langfristig auch ĂŒberwinden werden
  • dass es dabei einige RĂŒckschlĂ€ge geben wird, so manchen lokalen Stromausfall, die wir bewusst in Kauf nehmen werden und uns deshalb nicht von unserem Weg abbringen lassen werden.
  • dass wir nicht zögern werden, uns nicht durch Bedenken abschrecken lassen, den Weg zu gehen, den wir fĂŒr richtig halten. Zu mehr Wohlstand und Frieden durch eine gute, billige, zuverlĂ€ssige und saubere Energieversorgung.

Ja, fĂŒr die ganze Computerei und KI werden wir viel Energie benötigen. Wir sind reich, clever und mĂ€chtig genug, dass in Europa gemeinsam mit globalen Partner zu stemmen.

Ja, dem kann ich voll zustimmen - mit kleinen EinschrÀnkungen :

  1. Über ”billigere” PrimĂ€renergie werden wir in Zukunft höchstwahrscheinlich nie verfĂŒgen , wenn wir auch alle Folgekosten der “Erzeugung” ( es ist ja stets nur eine Energie-Umwandlung ) und der Verwendung von Energie berĂŒcksichtigen.
  2. Mehr Wohlstand und Frieden werden durch eine gute, billige, zuverlĂ€ssige und saubere Energieversorgung (oder durch irgendwelche andere Technologien) nicht “automatisch” hergestelllt oder gesichert.

zu 1. :

Die Rennaisance von Atomeneregie - z.B. gerade auch durch modulare, kleine, Atomreaktoren ( Small Modular Reactor – Wikipedia ) - ist ja wohl nur durch das Versprechen (und Verlangen nach) billigerer Energieproduktion - auch aus militĂ€rischen Anforderungen - ausgelöst worden.
Sie negiert offenbar weiterhin die Folgekosten - nicht nur fĂŒr die sichere Entsorgung, sondern auch fĂŒr die Folgen einer im (theoretischen) Fall tatsĂ€chlich vollkommen bedenkenlos einsetzbaren Produktionstechnologie - mit dann an jedem gewĂŒnschten Ort in beliebigen Mengen zur VerfĂŒgung stehender Energie.
Letzlich verbleibt als “Abfall” jeder Energienutzung aber immer ungenutzte - nicht mehr benötigte - WĂ€rme.
Mit noch mehr WÀrmeerzeugern auf unserem Planeten, könnten wir (bzw. unsere Nachfahren) die Erhitzung der Erde aber noch weniger einbremsen, als ohne solche.

Wenn billigere Energie verlangt wird - in grĂ¶ĂŸeren Mengen und mit mehr ZuverlĂ€ssighkeit ( z.B. ohne WetterabhĂ€ngigkeit), als derzeit aus erneuerbaren Quellen geliefert werden kann, dann fĂŒhrt dies zur Wiederaufnahme und Förderung aller, teilweise sogar bereits stillgelegten, Programme der Atomwirtschaft - mit auch allen, aus der Vergangenheit aber erst teilweise bekannten, Auswirkungen.

zu 2. :

Wohlstand und Frieden kann duch keine Technologie hergestellt/gesichert werden, wenn es “mĂ€chtige” Einzelpersonen oder/und große (?) Teile der Gesellschaft (mit vielleicht auch unterschiedlichen Vorstellungen von “Wohlstand” und “Frieden”) gibt, die das gar nicht wollen - weil sie etwa Angst vor Verlust oder irgendwelchen Bedrohungen/Gefahren haben.

Es gibt schon seit langer Zeit z.B. AnsĂ€tze fĂŒr sicherere Kernreaktoren (FlĂŒssig-Salz Reaktoren). Diese AnsĂ€tze wurden jedoch aus Furcht, dass die bestehenden Atomtechnologien nicht mehr profitabel wĂ€ren nicht weiterverfolgt. Spannenderweise ist jetzt wieder China vorne dabei diese Technologie doch zu erforschen.

Wir verfĂŒgen ĂŒber so viele Möglichkeiten - wir mĂŒssen sie nur erforschen und nutzen.

Wenn die Studien der Ölkonzerne vor Jahrzehnten öffentlich geworden wĂ€ren, wĂ€ren wir mit nachhaltigen Energiequellen schon wesentlich weiter.

Dem steht aber dann doch immer die Profitgier entgegen. Und wir BĂŒrgerinnen und BĂŒrger lassen uns das dann auch noch immer gefallen.

Es gibt sehr viele AnsĂ€tze, nukleare Technologien fĂŒr die Energieerzeugung weiterzuentwickeln. Das MilitĂ€r mischt da eifrig mit und finanziert weltweit zahlreiche Forschungsprojekte.

Ich bin aber etwas skeptisch, was eine baldige und verlĂ€ssliche und sichere VerfĂŒgbarkeit betrifft. Der Weg vom Prototypenstadium bis zu Produkt in jeder Garage ist weit und steinig. Ich vermute da eher ZeitrĂ€ume von 50-100 Jahren. Und fĂŒr die Zwischenzeit benötigten wir etwas anderes.

Das die regenerativen Energien nicht das Ende der Fahnenstange sein können, ist wohl auch verstĂ€ndlich. ErdwĂ€rme entzieht der Erde WĂ€rme. Bei WĂ€rmepumpenprojekten, die ihre WĂ€rme nicht aus der Luft sondern aus dem Erdreich beziehen, passiert es schon mal, dass die darĂŒber liegende Vegetation ein paar Wochen der Saison hinterher hĂ€ngt. Je intensiver wir der Natur Energie entziehen, desto mehr werden wir diese auch beeintrĂ€chtigen. Manche Effekte brauchen ein wenig lĂ€nger. Das ist wie beim Bergbau, wo nach langer Zeit die Stollen einbrechen und auf der ErdoberflĂ€che plötzlich ein großes Loch auftaucht.

Soll heißen: die regenerative Energieerzeugung ist besser, als fossile oder Kernkraft. Aber auch sie wird nicht perfekt sein und ihre BeeintrĂ€chtigungen haben. Deshalb sollten wir schon heute an der Basis fĂŒr Lösungen von ĂŒbermorgen arbeiten. Und das passiert derzeit in vielen Forschungslaboren.

Die FlĂŒssigsalztechnologie stammt daher. SIe wurde entwickelt, weil die US Luftwaffe nach den Atom-getriebenen U-Booten und FlugzeugtrĂ€gern auch gerne Atom-getriebene Flugzeuge gehabt hĂ€tte (klingt doch so cool) - die Techniker aber davor gewarnt haben, dass es nicht so cool ist, wenn einem einer der fliegenden Atomreaktoren auf den Kopf fĂ€llt.

Jep. Leider pochen viele auf eine Renaissance der Atomenergie und bedenken weder die Schwierigkeiten dieser hochkomplexe Technologie, noch die Auswirkungen (AtommĂŒll).

Und selten wird gefragt, woher der Rohstoff Uran in der EU kommt?

  1. Kanada
  2. Kasachstan
  3. Niger (deshalb französische Interventionen in dieser Region)
  4. Namibia
  5. Usbekistan
  6. Australien

Bloch 2023 lieferte Russland ca. 38% des angereicherten Urans.

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Aber wer weiß, vielleicht tĂŒfteln sie in den Laboren schon an Technologie jenseits von Atomenergie. Vor 200 Jahren hĂ€tte ja auch niemand gedacht, dass es mal etwas wie PV oder Kernenergie geben könnte.

Aber in diese Bereiche habe ich derzeit leider keinen Einblick.

Vielleicht brauchen wir einen Hub Energy, um diese Themen nicht in der Rubrik KI zu diskutieren. :wink:

Alle diese Reaktoretechologien basieren fĂŒr die Eneiergierezeugung aber auf dem Prinzip der Dampfmaschine und benötigen fĂŒr den Energietransport zur Dampfturbine eine Temperaturdifferenz sowohl im PrimĂ€r- als auch im SekundĂ€r-Kreislauf. Nach dem Abarbeiten der im Dampf enthaltenen Energie muss die verbleibende (nicht mehr benötigte Energie) an die Umgebung - im Binneland abseits von KĂŒsten in einen Fluß - abgegegeben werden. Um ein ĂŒberhitzen von FlĂŒssen zu vermeiden mussten in der Vergangenheit schon öfter Atomkraftwerke abgeschaltet oder in ihrer Leistung reduziert werden. Eines der vielen Sicherheitsprobleme von Atomkraftwerken ist der Umstand, dass sie nicht wie eine Lampe einfach ausgeschaltet werden können und auch im “ausgeschalteten” Zustand weiter gekĂŒhlt werden mĂŒssen - und dafĂŒr auch die technische Infrastruktur - die Funktion von KĂŒhlpumpen und die fĂŒr deren Betrieb erforderliche Energiervesorgung und ausreichende Mengen von (“kaltem”) KĂŒhlmittel weiterhin zur VerfĂŒgung stehen mĂŒssen.
Bei FlĂŒssigsalz-Reaktoren soll durch einen angeblich negativen Temperaturkoeffzienten (aus physikalischen GrĂŒnden sinkende Leistung bei steigender Temperatur ) das ĂŒberschreiten der höchzulĂ€ssigen Betriebstemperatur - und damit ein sonst vielleicht mögliches Durchschmelzen verhindert werden. Auch scheinen solche leichtgewichtigen Reaktortypen noch besser fĂŒr miltitĂ€rische Einsatzbereiche geeignet zu sein - mit noch unbekannten möglichen Folgen.
Der einzige Unterschied zwischen herkömmlichen (z.B. Siedewasser-Reaktoren ) und FlĂŒssigsalzreaktoren ist der Umstand, dass in FlĂŒssigsalzreaktoren wegen des Fehlens von Wasser keine Knallgasreaktionen auftreten können. DafĂŒr mĂŒssen vermehrte Korrisionsreaktionen zufolge der Wirkungen der Salzschmelze (dem flĂŒssigen Kernbrennstoff ) beherrscht werden.

Historisch betrachtet gibt es eine Korrelation zwischen verfĂŒgbarer Energie und Wohlstand/dem Grad der Zivilisation.

(Ich behaupte nicht, dass es eine KausalitĂ€t gibt, aber ich wĂŒrde sie auch nicht ausschließen).

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass das Salz - sollte etwas passieren kristallisiert. Daher ist das Austreten von Strahlung viel weniger wahrscheinlich. Vor allem nicht in grĂ¶ĂŸeren Mengen in die AtmosphĂ€re bei einer Explosion.

Bitte nicht missverstehen, ich bin kein Verfechter von Atomenergie, aber wenn man das Zeug sicherer machen kann bin ich natĂŒrlich ein Verfechter davon.

Aus meiner Sicht haben wir ohnehin bereits fast alle Aspekte behandelt und könnten uns hier wieder dem Haupthema KI widmen.
GrundsĂ€tzlich ging’s mir nur um den - meiner Meinung nach - “Irrglauben”, dass durch irgendwelche Technologien sich die Situation der “Menschheit” verbessern lassen wĂŒrde, wenn allein schon der Begriff “besser” je nach Interessenslage passiv Betroffener - oder der von Akteuren “der Wirtschaft” - unterschiedlich beurteilt wird.

Und es kommt vor allem auch immer auf die Definition dieser Begriffe ( “Wohlstand” , bzw. “Höhe/Grad der Ziviisation” ) an .

An der Entwicklung von großen und kleinen Speichermöglichkeiten - Vom Pumpspeicher ĂŒber Sandspeicher bis zur Akku-Farm - wird ja gearbeitet und, soweit ich gehört habe, gĂ€be es noch sehr viele Ideen: wie die einzelnen Energieformen gespeichert werden könnten.

Meiner Beobachtung nach: liegen die Hauptprobleme in:

  • Der Borniertheit und mangelnder Weitblick (Angst vor Kapitalverlust durch “unnötige" Geldausgabe rsp. KrĂ€merseele)
  • Die eingeschrĂ€nkte Information der maßgeblichen Politiker (Welche in ihrer Sparte auch völlig ungeeignet sein können)
  • Mangelndes Vertrauen in die Aussagen der entsprechenden Wissenschaften rpkt. der Studien.

Meiner Überlegung nach (vielleicht auch nur der Jugendtraum eines 70-jĂ€hrigen) mĂŒsste: eine Abkehrvon der kapitalistischen Angst, der Mut: aus Fehlern lernen zu können (tatsĂ€chlich lernt man nie aus Erfolgen) und endlich den kapitalorientierten Egoismus zu ĂŒberwinden und das Geld, aus div. “SparytrĂŒmpfen” fĂŒr Innovationen bereitzustellen (die schlechten Zeiten sind nĂ€mlich schon lĂ€ngst da)!

Der Mensch ist grundsĂ€tzlich leider so gestrickt das er sich FĂŒhrung durch eine AutoritĂ€t, Regeln und Traditionen erwartet - im Extremfall erfindet er einen Mann mit weißem Bart, der ĂŒber alles genau Buch fĂŒhrt.

Die akademische Forschung an kĂŒnstlichen neuronalen Netzen - ursprĂŒnglich mit dem Ziel: das Gehirn von SĂ€ugetieren besser verstehen zu können - wird seit kurzer Zeit (m.M.n.) missbraucht um eine “unbestechliche und unfehlbare FĂŒhrernatur" zu kreieren, welche die Menschheit aus dem Schlamassel der Bevölkerungsexplosion herausfinden soll. (Doch das ist - technisch, psychologisch und ethisch/philosophisch - ein anderes Thema)

Die Preise fĂŒr PV sind mittlerweile recht erschwinglich. FĂŒr knapp 10.000 Euro kriegt man eine PV mit ausreichend großem Energiespeicher fĂŒr ein Einfamilienhaus fertig aufs Dach.

Ist ja auch logisch: Massenproduktion ist billiger als kleine StĂŒckzahlen.

Da denke ich als HauseigentĂŒmer noch nicht mal drĂŒber nach, das wird eingebaut.

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Da ist meinen Informationen zufolge falsch.
Der Endenergiebedarf bezeichnet die Energiemengen jener (primĂ€ren oder sekundĂ€ren) EnergietrĂ€ger die bei Endverbrauchern fĂŒr deren Zwecke unmittelbar genutzt werden.
Die Nutzenergie bezeichnet jene Energiemengen, die dann beim Endverbraucher tatsĂ€chlich die jeweils benötigte Arbeitsenergie ( die Hitze im Trockner, die mechanische Energie an den AntriebsrĂ€dern von Fahrzeugen, an den Kolben von Pumpen, den FlĂŒgeln von Turbinen, den Hebezeugen von KrĂ€nen, die elektrische Leistung im Lichtbogen von SchweißgerĂ€ten , 
 ) bereitstellt.
Die Differenz zwischen Endenergiebedarf und Nutzenergiebedarf resultiert aus dem Energiewirkungsgrad der jeweiligen Anwendung z.B. : eines Antriebstranges eines Fahrzeuges bestehend aus Motor, Getriebe, RÀdern und sÀmtlichen erforderlichen Hilfs-Aggregaten ( wie z.B. Ventilatoren, Kompressoren, Lichtmaschinen.. ) .
Der Endenergiebedarf kann nur durch bessere Wirkungsgrade (z.B. beim Umstieg vom Verbrennungsmotor auf den Elekromotor, geringerer mechanischer Verluste - durch gringere Reibung, .. ) oder weniger hÀufige bzw. intensive Nutzung von Maschinen und Fahrzeugen ( z.B. durch geringere Geschwindigkeiten ) - hauptsÀchlich aber infolge schlechterer Wirtschaftslage und daher weniger ArbeitsauftrÀgen - reduziert werden.
Denn der Bedarf an Nutzenergie ist primÀr durch die physiklischen Gesetze vorgegeben.
Die kinetische Energie einer beliebigen Masse ( also auch der eines mit der Geschwindigkeit v fahrenden Fahrzeuges der Masse m samt seiner Ladung ) ist nun einmal durch die Formel mvÂČ/2 fest vorgegeben und kann nicht reduziert werden, ohne physikalische Gesetze zu verletzen. Hinzu kommt dann noch die ebenfalls mit der Geschwindigkeit ansteigende Bremskraft des Luftwiderstandes - ganz unabhĂ€ngig von der Art des Antriebes mit Elektromotor oder Verbrennungsmotor.
Obwohl diese ZusammenhÀnge allgemein bekannt sind, sind wir nicht bereit Fahrzeuge mit geringerer Geschwindigkeit zu fahren, um Energie einzusparen und zahlreiche andere volkswirtschaftlich positive Nebeneffekte zu erzielen und hoffen offenbar auf lange Zeit schlechte Wirtschaftsaussichten, um so wenigstens in die NÀhe von Klimaschutzzielen zu kommen, wenn betriebswirtschaftliche Ziele nicht erreicht werden können.

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