Nie war die EU einem Verbot von PFAS, die unter anderem krebserregend sind und Entwicklungsstörungen verursachen, näher als heute. Einige Staaten zeigen bereits, was Verbote bewirken können
Geheimgehaltene Dokumente, Industrie-finanzierte Studien und die Beeinflussung der öffentlichen Debatte: Die Geschichte der sogenannten Ewigkeitschemikalien liest sich wie ein Lobby-Krimi. Bereits in den 1970er-Jahren entdeckten die Unternehmen 3M und DuPont in den USA, dass ihre Stoffe unter anderem zu erhöhten Krebsraten und Leberschäden führen, wie interne Dokumente belegen, die erst später mithilfe von Gerichtsverfahren an die Öffentlichkeit gelangten. Jahrzehntelang hielten die Unternehmen die Erkenntnisse unter Verschluss.
Wie war das damals, als das Rauchen von Zigaretten noch als Kennzeichen moderner und fortschrittlich denkender Menschen gesehen - und auch so beworben - wurde und rauchende Frauen als Zeichen der angeblich bereits errungenen Gleichberechtigng von Frauen dargestellt wurden ?
Und haben Zigarettenhersteller für ihr Geschöftsmodell nicht schon immer die Suchtwirkung von Nikotin genutzt und damit schwere gesundheitliche Folgen ihrer Kunden und zusätzliche Kosten der öffentlichen Gesundjhewitsbersorgung verursacht ?Wurde nicht erst durch ein allgemeines Rauchverbot in öffentlichen Räumen den Nichtrauchern die Möglichkeit eingeräumt, alle Bereiche öffentlicher Räume nutzen zu können, ohne schwerwiegende gesundheitliche Beieinträchtigungen erdulden zu müssen ?
Seit wann kennt die Erdölindustrie die CO² Problematik aus eigenen - aber ebenso geheimgehaltenen - Studien , scheint aber trotzdem wirksame Klimaschutzmaßnahmen zu torpedieren ?
Wurde die Zunahme des Ozonloches nicht ebenfalls durch ein Verbot - der Anwendung von Fluorkohlenwasserstoffen in Kühlmitteln - gestoppt ?
Es besteht seit diesem Verbot nun sogar eine reelle Chance, dass sich das Ozonloch auch wieder schließen könnte.
Und ist es auf allen Straßen Österreichs nicht auch verboten - auch wenn die meisten zu glauben scheinen, dass dies nur Empfehlungen wären , dort schneller als die jeweils zugelassene Höchstgeschwindigkeit zu fahren ?
Setzen nicht auch Plattformbetreiber bzw. Content-Anbieter der Digitalen Welt auf Sucht erzeugende Algorithmen und gefährden damit nicht nur die psychische und köperliche Gesundheit ihrer Kunden, sondern spalten damit die Gesellschaft und gefährden Demokratien - und werden daher in immer mehr Staaten durch Verbote eingeschränkt ?
Wenn Verbote nicht nur ausgesprochen, sondern auch durchgesetzt werden, dann zeigen sie auch Wirkung.
Das gilt in der Digitalen Welt genauso, wie in der Analogen Welt schon bisher.