Harward Studie: Weniger Berufseinsteiger, mehr erfahrene MA durch KI benötigt

Management Abstract – Generative AI as Seniority-Biased Technological Change

Die Studie untersucht, ob generative KI vor allem Berufseinsteiger:innen (Junior-Rollen) trifft, während erfahrenere Mitarbeitende profitieren. Analysiert wurden US-Daten von 62 Mio. Beschäftigten in 285 000 Unternehmen (2015–2025). Indikator für KI-Einführung waren neue Rollen wie „AI Integrator“.

Zentrale Ergebnisse:

  • Rückgang der Junior-Beschäftigung ab Q1 2023 in KI-adoptierenden Firmen – vor allem durch weniger Neueinstellungen, nicht durch Kündigungen.

  • Senior-Rollen wachsen weiter, da diese eher von KI profitieren (Strategie, Entscheidung, Überwachung).

  • Stärkste Effekte in Handel & Großhandel.

  • U-förmiger Bildungseffekt: Mittlere Bildungsabschlüsse (Bachelor, Standard-Master) sind am stärksten betroffen, Elite- und Low-Skill-Abschlüsse weniger.

Implikationen für Beschäftigte:

  • Einstiegskarrieren könnten seltener werden, Aufstiegspfade brechen weg → Risiko geringerer Lebenslohnentwicklung.

  • Höherer Druck, schon zu Beginn mehr spezialisierte oder kreative Fähigkeiten einzubringen.

  • Chancen für erfahrene Mitarbeitende, da KI sie entlastet und ihre Produktivität steigert.

Implikationen für Unternehmen:

  • KI macht Einstiegsjobs effizienter, reduziert Bedarf an Junioren → Personalkosten sinken, aber Talent-Pipeline könnte austrocknen.

  • Wichtig: neue Modelle für Nachwuchsförderung entwickeln (z. B. KI-gestützte Lernpfade), sonst fehlen in Zukunft Fach- und Führungskräfte.

  • Unternehmen sollten KI-Einführung mit Skill-Upgrading und Karrierepfaden kombinieren, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Hier geht es zur Studie

https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=5425555