Helsing präsentiert die erste vollautonome Kampfdrohne für Europa

Das deutsche Rüstungs-Start-up will mit seinem unbemannten Jet CA-1 die europäische Lufthoheit sichern. Die Serienreife ist für 2029 geplant

https://www.derstandard.at/story/3000000289538/helsing-praesentiert-die-erste-vollautonome-kampfdrohne-fuer-europa?ref=seite1_entdecken

Ob die in Zukunft immer “wissen” werden, wer gerade der Feind ist ?

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Wissen wir das jetzt?

Wir haben immer neben unseren Eltern auch noch irgendwelche “Führer”, die uns sagen was “Gut” , was “Schlecht” ist und wer “die Bösen” sind.
Vollautonome Kampfmaschinen haben nur sich selbst - und tragen mit sich die uneinschaubaren Vorstellungen und Absichten ihrer Hersteller.

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Und diese Führer sagen den Maschinen wie sie agieren sollen. Auch den künstlichen Intelligenzen.

Ja, ich halte das auch für problematisch.

Allerdings halte ich auch hier wiederum den Menschen als den Quell der Herausforderungen. Ein Präsident der die eigene Armee gegen die eigenen Leute losschickt, obwohl ein Gericht bestätigt hat, dass das illegal ist, macht mir mehr Sorgen, ebenso ein Präsident, der damit spielt Drohnen nach Westeuropa zu schicken und darauf wartet, biss diese Züdelei irgendwann zu einem ordentlichen Zwischenfall führt. Genau die sin des nämlich die die Leitplanken für die KI definieren.

Diese Führer schicken auch jetzt schon die eigenen Söhne und Töchter in den Krieg und es ist ihnen vollständig egal, wie viele davon nicht mehr nach Hause kommen.

Wir sollten uns um die Menschen Sorgen machen.

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Da gebe ich Dir vollkommen recht- aber :
Genau das ist der Grund warum es nicht selbstvertständlich werden sollte, solche Technologien überall (und nicht nur im miltiärischen Bereich) einzuzsetzen.

Wenn sie nur im militärischen Bereich - der aber offenbar nirgends unter Kontrolle der Zivilgesellschaft steht - vorgesehen werden würden, würde ihre Entwicklung und Produktion wirtschaftlich viel uninteressanter sein, als derzeit, wenn diese Kosten durch Einnahmen auch aus nichtmilitärischen Anwendungsgebieten - quasi als wirtschaftliches “Abfallpodukt” - mehr als ausgeglichen werden könnten.
Im militärischen Einsatzfeld sind Kollateralschäden solange vernachlässigbar, solange die militärischen Ziele mit dem geplanten Aufwand erreicht werden könnten.
Im zivilen Einsatzfeld ist aber jeder Kollateralschaden unzulässig.

Das gilt für die Technologie von Atomkraftwerken genauso, wie für vollautonom fahrende/schwimmende/fliegende Fahrzeuge - und z.B. auch für Drohnen.

Daher hat man schon lönger nichts mehr von den Anwendungsmöglichkeiten von Drohnen im Bereich der zivilen Logistik gelesen. Denn wer will sich schon dem Risiko aussetzen , nicht genau zu wissen, wie sich das von der Drohne gelieferte Paket nach seinem Abwurf verhalten wird ?
Für immer mehr Personen werden in Zukunft Drohnen dauerhaft mit dem Gefühl “Angst” verbunden bleiben. Das “Drohnenzeitalter” im Breich des zivilen Transportwesens könnte daher schneller wieder vorbei sein, als es beginnen konnte.

Lieber Erich,

Wie willst Du das in den Griff bekommen?

Wenn Du Trump nicht in den Griff bekommst der das alles in Auftrag gibt, wird es wohl keinen Sinn machen sich auf KI zu konzentrieren. Atomwaffen hat er schon.

LG Werner

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Ich brauche gar Nichts in “den Griff” zu bekommen.
Ich will nur darauf hinweisen, dass es vielleicht angebracht wäre, ausser Macht- und Wirtschaftlichkeits- und Machbarkeit- Überlegungen auch andere Kriterien in unsere Entscheidungen - und die unserer “Führer” - einfließen zu lassen.

So, wie heute immer mehr Menschen die Bedeutung des Wortes “Solidarität” inhaltlich gar nicht mehr verstehen, scheinen auch immer mehr Menschen die Bezeichnung “Brüderlichkeit” (gechlechtsneutral gemeint) und “Gleichheit” nicht mehr zu verstehen, selbst wenn sie in Weltregionen leben, in denen diese Prinzipien manchmal auch von Staaten - zumindest bis jetzt noch - anerkannt waren.

Lieber Erich,

Es ist ja unbestritten, dass sich jemand um ethische Probleme beim Einsatz von KI in Waffensystemen den Kopf zerbrechen sollte, und Trump beibringen, was dieses Wort überhaupt bedeutet, das liegt aber weit außerhalb unseres Einflussbereichs.

LG Werner

Ich finde aber, das ethischen Aspekte - auch wenn vielleicht jeder von uns etwas anders darunter versteht - in unseren vereinsinternen Diskussionen und der dort zum Ausdruck gebrachten Begeisterung für technischen Fortschritt viel zu wenig Berücksichtigung finden.
Am deutlichsten habe ich das anlässlich der Diskussion um den “berüchtigten” - angeblich unvermeidlichen - Unfall mit Todesfolge eines vollautonomen Fahrzeuges erlebt :
Die dort dargestelltn “ethische” (?) Problemsituation, ob die Fahrzeuginsaßen oder Fußgänger am Straßenrand zu Tode kommen “dürfen” und diese “Grundsatzentscheidung “ - etwa die Auswahl der “weniger wertvollen” Menschen , die in solchen Situationen zu Tode kommen dürfen( =sollen !!) - als “ethische Entscheidung” in die KI-gestützte Steuerungsoftware “einprogrammiert” werden sollte.
Die - zumindest mir - naheliegendere Folgerung, dass vielleicht solche vollautonomen Fahrzeuge (wie in dieser Diskussion dargestellt) noch nicht für den Verkehr auf öffentliche Straßen zugelassen werden sollten, ist aber meiner Erinnerung zufolge in unserer Diskussion damals gar nicht zum Ausdruck gebracht worden.
Ähnliche - wenn auch nicht immer gleich so “dramatische” – ethische Aspekte sollten wir in unseren Diskussionen immer berücksichtigen.
Ein großes Gebiet für solche weitere Diskussionen, ist die meiner Meinung nach - trotz aller Bemühungen - nicht schließbare “Digitale Kluft” und die Frage , wie wir jene Menschen auf der “anderen Seite der digitalen Kluft” nicht aus dem sozialen/gesellschaftliche Leben auschließen.

Wir haben diese Diskussion bei unserem Ethik/Philosophie Abend mit Wolgang Damoser diskutiert. Ich glaube da warst Du leider nicht dabei.

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Gibt’s da vielleicht irgendwo was zum Nachlesen, das in etwa dieser damaligen Diskussion während dieser Veranstaltung entspricht ?