KI als Lehrkraft: Wer trägt die Verantwortung?

Wenn Avatare die Vorlesung halten, ergeben sich ethische Fragen für die Hochschulen. An der Technischen Universität Graz wird dieses Zukunftsszenario getestet

https://www.derstandard.at/story/3000000286975/ki-als-lehrkraft-wer-traegt-die-verantwortung

Da gibt’s meiner Meinung nach gar nicht viel zu diskutieren :
Denn verantwortlich sind zunächst die Universitäten (Rektoren/Dekane) und Hochschulen , die beschlossen haben, menschliche Lehrkräfte durch KI-Systeme zu ersetzen und in weiterer Folge die jeweiligen Institusvorstände und
die Verantwortlichen (Professoren bzw. Dozenten) fĂĽr die Inhalte jener Vorlesungen, deren Inhaltsvermittlung durch KI-Systeme, statt durch menschliche Vortragenden, erfolgen soll.
Spannend wird dieses Thema vor allem durch die Notwendigkeit, den durch ein Ki-System zu präsentierenden Inhalt entsprechend dem Umfang der jeweiligen Lehrveranstaltung zu begrenzen , aber gleichzeitig auf “fragende Gesichter” der Studenten oder aktuelle Schwerpunkte eines Institutes eingehen zu können, oder persönliche Erfahrungen eines - dann nicht mehr vorhandenen - menschlichen Vortragenden in den Vortrag/die Präsentation der Vorlesungsinhalte einfließen lassen zu können.

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Ich mache mir mehr Sorgen, wenn Menschen als Lehrkräfte im Lehrsaal stehen. Wer trägt da die Verantwortung? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Qualität an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen sehr unterschiedlich ist.

Ich kann auch sagen, dass man als HTL Absolvent aus 1986 mehr fĂĽrs Leben mitnimmt, als als Bachelor oder vermutlich auch Master heute. (obwohl derzeit nur Menschen im teilweise virtuellen Lehrsaal stehen.)

Unsere Bildung macht aber nicht was sie soll:

  • Lernen zu lernen
  • Freude am Lernen zu vermitteln
  • Menschen zu unabhängigen und wissbegierigen Individuen zu machen
  • zu unterstĂĽtzen, die richtigen Fragen zu stellen
  • Kritische Geister zu sein
  • Kreativität zu fördern
  • Zusammenleben und interpersonelle Skills zu vermitteln

Wir sollten uns Gedanken über die Qualität der Bildung machen, unabhängig davon wer im Lehrsaal steht. (Ist ein Lehrsaal überhaupt zeitgemäß):

Nach aktuellen Daten von Statistik Austria / PIAAC haben etwa 1,7 Millionen Menschen in Österreich niedrige Lesekompetenzen, d. h. sie haben große Schwierigkeiten, längere Texte zu verstehen.

Auch Menschen können einen schlechten Job machen. Und das tun sie aktuell auch. Vielleicht wären KI’s die besseren Lehrer, die halten nämlich selten “Vorlesungen”. (Das kann auch eine Lehrerin machen, wenn man ein Video aufnimmt).

Ăśber fragende Gesichter von Studentinnen wĂĽrde ich mich ĂĽbrigens freuen. Dann wĂĽsste ich wenigstens dass sie meiner Lehrveranstaltung folgen.

Ich hielte KI’s für eine Chance unsere Lehre zu reformieren.

Beweise mir, dass sie es auf jeden Fall schlechter machen wĂĽrde, als unser aktuelles Bildungssystem.

Wir brauchen aus meiner Sicht mehr Freude und mehr Verantwortung für das Bildungssystem. In Österreich ist die Verantwortung auf Gemeinden, Länder und den Bund verteilt. Niemand ist verantwortlich. Das Geld ist weg und schuld sind immer die anderen.

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Kannte eine Werkzeugmaschinen Firma, da gabs keinen Entwickler mit Hochschulabschluss, nur HTL Ing. und Technische Zeichner - die Firma entwickelte Werkzeugmaschinen und Getreide Silotechnik von Weltruhm. Existiert heute nicht mehr, hatte aber nichts mit der mangelnder Qualität zu tun, nur mit Management Fehler!

In den 1950ern bis etwa 1980ern konnte es ein Banklehrling bis zum Konzernchef schaffen.

Ein Lehrling bis zum Minister und Konzernchef, nebstbei Musiker und Dirigent!

Heute nahezu undenkbar!

Ăśbrigens:
https://www.nature.com/articles/s41598-025-97652-6