KI gegen Klimaschutz: Tech-Riesen legen ernüchternde Nachhaltigkeitsberichte vor

Stromverbrauch und Treibhausgasausstoß von Google und Amazon sind im Vorjahr explodiert. Trotz Marketing-Sprech halten die Unternehmen die Tendenz wohl für alternativlos

https://www.derstandard.at/story/3000000329971/ki-gegen-klimaschutz-tech-riesen-legen-ernuechternde-nachhaltigkeitsberichte-vor

Demnach kam Gemini-Mutter Google im Vorjahr auf 18,9 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent Treibhausgasemission. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 15,2 Millionen Tonnen. Das bedeutet einen Anstieg von fast 25 Prozent. Im Vergleich: Das Land Niederösterreich kam nach Angaben des Umweltbundesamts im Jahr 2024 auf ein CO₂-Äquivalent von 14,5 Millionen Tonnen.

Die folgenden Zeilen hat offenbar irgendeines der KI- Systeme von Google verfasst und ist inhaltlich - hinsichtlich der Zahlenwerte und auch hinsichtlich der verwendeten Einheiten geradezu „an den Haaren herbeigezogen“.

Insgesamt verbrauchte Google 44 MWh an Energie – der Großteil davon (43,5 Tonnen) über Strom. Der kam zwar zu mehr als 80 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Wofür der Strom verbraucht wird, lässt sich schon erahnen: Mit 42,4 MWh fließt die Elektrizität fast vollständig in Rechenzentren. Und deren Stromverbrauch ist im Vorjahr, also inmitten des KI-Goldrausches, um fast 50 Prozent in die Höhe geschossen.

So wenig („Insgesamt verbrauchte Google 44 MWh an Energie“ ) verbrauchen ja nicht einmal nur 20 Durchschnittshaushalte in Österreich und damit könnten ja gerade einmal 20 Elektrofahrzeuge betrieben werden.
Das ist vielleicht der Jahresverbrauch eines einzigen Bürogebäudes von Google - allerdings ohne den Bedarf dieses Gebäudes für die hauseigenen IKT und die Klimatisierung .
Da hat offenbar jemand geglaubt, TWh auf MWh korrigieren zu müssen - und hat damit nur mehr ein millionstel der tatächlichen Zahlenwerte angegeben.

Wenn Google (falls diese falschen Werte tatsächlich direkt von dort kommen sollten) auch seine Bilanzen so sorgfältig erstellt, wie diesen Nachhaltigkeitsbericht, dann wäre vermutlich schon bald der Konkurs von Google zu erwarten.

Ebenso erschreckend: Google verbrauchte im Vorjahr netto 41,14 Milliarden Liter Wasser – das ist ein Drittel mehr als im Jahr davor.

Besonders problematisch: 28 Prozent des von Google verbrauchten Wassers werden in Regionen mit mittlerem oder hohem Risiko für Wasserknappheit gewonnen.

Ob dann Rechenzentren rechtzeitig abgeschaltet werden würden, bevor in Nachbarorten von Rechenzentren die Trinkwasserbrunnen versiegen ?

Dass das alles kein gutes Bild macht, dürfte auch den Unternehmen selbst bewusst sein. Jedoch geben sie in ihren Nachhaltigkeitsberichten auch zu verstehen, dass sie die beschleunigte Bewegung in Richtung KI für unumkehrbar erachten. Künstliche Intelligenz soll nicht nur Ressourcen fressen, heißt es etwa in Googles Executive Summary, sondern vielmehr könne KI dabei helfen, „eine bessere Zukunft für jedermann zu kreieren.“

Vielleicht wäre ein weitgehender Verzicht auf KI-Anwendungen im Alltag ein richtiger Schritt in diese Richtung, „eine bessere Zukunft für jedermann zu kreieren“.

Ein bekanntes Stahlunternehmen verbraucht schätzungsweise 3,8 TWh/a Strom und 27 Mio. m³/a Wasser. Durch die neuen Elektrolichtbögenöfen soll sich der Strombedarf verzehnfachen.

Das Militär der EU soll schätzungsweise 80 TWh/a Strom und 5.000 Mio. m³ Wasser verbrauchen.

Ein Grund, beide stillzulegen. Dann bliebe mehr für Google & Co übrig. :wink:

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Ein bekanntes österreicisches Unternehmen hat schon vor Jahren einen Bedarf von 30 TWh - entsprechend der Hälfte des damaligen Gesamtbedarfes an elektrischer Energie in Österreich „angemeldet“, um alle seine Prpzesse auf erneuerbare Energie umstellen zu können.
Und da glaubt jemand ernsthaft, mit der Verdoppelung der damals verfügbaren Produktiosnkapazitäten für elektrische Energie in Österreich auskommen zu können , obwohl damals auf den Energiebedarf von Krypto-Währunge, KI -Systemen und den Ladebedarf großer stationärer Batterieanlagen ( zur Überbrückung saisonaler Produktiosnschwankunen erneuerbrer Energie und langer Dunkelflauten ) noch niemand so genau geschaut hat ?
Dabei ist noch lange nicht sichergestellt, dass wir unseren derzeitigen Stromverbrauch überhaupt jemals - das ganze Jahr - nur aus erneuerbaren Quellen decken werden können und es kann heute immer noch niemand seriös abschätzen, ab wann das tatsächlich zuverlässig und regelmäßig (nicht nur unter langanhaltenden günstigen Wetterbedingungen) jedes Jahr möglich sein wird.

Wir werden aber unsere Produktioskapazitäten höchstwahrsheinlich noch um deutlich mehr, als nur um den Faktor 2 verstärken müssen - und in den westlichen Bundesländern steht noch kein einziges Windrad .

Bin schon neugierig, was uns „die KI“ vorschlagen wird, wie wir in Zukunft mit dem immer knapper werdenden Wasservorräten umgehen sollen , da in Rechenzentren ja wohl auch in Zukunft kein Getreide wachsen wird , und man „KI“ auch in Zukunft nicht als Ersatz für Wasser verwenden wird können.

Ja ich könnte das … wenn ich den Sommerüberschuss nur bis zum Winter kostengünstig aufheben könnte! Oder mir zusätzlich ein kleines Windrad aufstellte - so wie es ein Bauer bei seinem Aussiedler Hof tat.

Und Autarkie funktioniert, wenn mans nur richtig anpackt! Wieviel an Photovoltaik und sogar Windräder hätten am VÖST Gelände Platz?
Zudem in die Donau Durchströmturbinen = Strom-Bojen verankern?

Siehe auch Autark seit 2002: Löser rittert um den Ceres-Award

Energie-Autarkie ist zwar ein wichtiger, aber nicht der einzige, Bereich, in dem wir Autarkie anstreben sollten.
@werneri
Werner hat zwar grundsätzlich Recht , dass wir für Souveränität (auch hier : nicht nur in der Digitalen Welt) nicht alles selbst produzieren müssen.
Dieser Aussage könnte ich mich aber nur dann anschließen, wenn wir auf unserem Planeten unter „guten“ Umständen ( Frieden, Gerechtigkeitt, Gesundheit, Würde und berechtigtes Vertrauen auf Menschlichkeit und Solidarität ) für alle Bewohner dieses Planeten leben würden und nicht auch andauernd große „Natur“- Katastrophen befürchen und erleben müssten - unabhängig davon, ob von Menschen verursacht oder nicht.