Kontaktlinsen, die das Gehirn stimulieren, wirken wie Antidepressivum

Materialwissenschafter haben Linsen entwickelt, die elektrische Impulse vom Auge ins Gehirn senden. Bei Mäusen half die Methode erstaunlich gut gegen Depressionen

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Diese Verbindung vom Auge zum Gehirn haben Forschende genutzt, um Kontaktlinsen zu entwickeln, die das Gehirn stimulieren und bei der Behandlung von Depressionen bei Mäusen ebenso wirksam waren wie Prozac, ein weitverbreitetes Antidepressivum. In den weichen, transparenten Kontaktlinsen sind Elektroden integriert, die über die Netzhaut elektrische Signale an bestimmte Gehirnregionen senden, berichtet die Gruppe rund um den Materialwissenschafter Jang-Ung Park von der koreanischen Yonsei-Universität in einer Studie, die in der Fachzeitschrift Cell Reports Physical Science veröffentlicht wurde.

Es wird zwar schon länger an intelligenten, mit Sensoren und ultradünner Elektronik ausgestatteten Kontaktlinsen geforscht, die beispielsweise zur Messung des Augendrucks oder des Blutzuckerspiegels dienen. Nun wurden derartige Kontaktlinsen, die sich dem Auge anpassen und auch die Sicht nicht beeinträchtigen, erstmals zur experimentellen Behandlung neurologischer Krankheiten verwendet.