Migration Radius und VPN Server

Heute wurden das Betriebssystem unseres RADIUS-Servers (Remote Authentication Dial-In User Service) sowie unseres VPN-Servers von Debian 12 „Bookworm“ auf Debian 13 „Trixie“ migriert.

Der Name RADIUS verrät, aus welcher Zeit dieses Protokoll stammt: aus den Anfängen des Internets, als sich Benutzer noch mit Modems per Telefonleitung ins Internet einwählten. Damals entschied RADIUS, wer sich überhaupt einwählen durfte und mit welchen Parametern die Verbindung aufgebaut wurde.

Auch heute erfüllt RADIUS im Kern noch dieselbe Aufgabe. Es ist ein Authentifizierungsprotokoll, das überprüft, ob ein Benutzer Zugriff auf einen Dienst oder ein Netzwerk erhalten darf. Es wird beispielsweise für die Anmeldung an Netzwerkgeräten, WLANs oder – wie in unserer Infrastruktur – für den Zugriff auf das VPN eingesetzt.

Die Benutzerdaten bezieht unser RADIUS-Server aus unserem bereits mehrfach erwähnten FreeIPA-System, das als zentrale Benutzerdatenbank und Identitätsverwaltung für unsere Infrastruktur dient.

Meldet sich ein Benutzer an unserem VPN (Virtual Private Network) an, fragt der VPN-Server den RADIUS-Server, ob dieser Benutzer berechtigt ist, eine Verbindung aufzubauen. RADIUS prüft die Zugangsdaten anhand der Informationen aus FreeIPA und gibt die entsprechende Antwort zurück. Erst danach entscheidet der VPN-Server, ob der Zugang zum internen Netzwerk gewährt wird.

Mit der Migration auf Debian 13 laufen nun sowohl der RADIUS-Server als auch der VPN-Server auf der aktuellen Debian-Version und sind damit wieder auf einem modernen, langfristig unterstützten Softwarestand.

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