Noeum - ai made in austria

Ki von da

Was aber ist an Noeum tatsächlich “made in Europe” (bzw. “von da” ) - außer
das Gebäude in dem gearbeitet wird,
vielleicht die Personen, die daran arbeiten,
und der Code / die Algorithmen, die diese Personen entwickeln -
ohne aber dafĂĽr Konzernen auĂźerhalb Europas irgendwelche Lizenzen zahlen, oder von dort Hardware kaufen, zu mĂĽssen ?

Viele der KI Modelle sind Open Source. Also keine Lizenzen. Machen muss man halt …

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Was genau ist eigentlich „reinrassig national“ an beispielsweise einem Spargel? Wird er von rumänischen Erntehelfern gestochen, mit polnischen oder tschechischen LKWs über Autobahnen transportiert, die mit EU-Geldern gebaut wurden, unter Folien gezogen, die aus chinesischem Kunststoff bestehen, gedüngt mit Rohstoffen aus Marokko und verpackt in Maschinen, deren Einzelteile aus zwanzig Ländern stammen. Der Diesel im Traktor kommt aus Saudi-Arabien, die Reifen aus Indien, der Zündfunke aus einer japanischen Zündkerze. Selbst das Messer zum Schälen wurde irgendwo in Asien gefertigt, während der Spargel auf einem Teller liegt, der ohne globalisierte Lieferketten nie existiert hätte.

Und dann steht jemand davor, kaut nachdenklich und erklärt mit ernster Miene: „Das ist unser nationales Kulturgut.“ Als hätte der Spargel beim Wachsen die Hymne gesummt, einen Pass beantragt und sich bewusst gegen internationale Einflüsse entschieden. Als wäre ein Gemüse plötzlich moralisch überlegen, nur weil es zufällig innerhalb einer gedachten Linie aus dem Boden kam, die Menschen sich irgendwann auf einer Karte ausgedacht haben.

Reiner Nationalismus zerfällt bei der ersten Nachfrage. Er funktioniert nur, solange man nicht hinschaut. Sobald man ehrlich ist, bleibt nichts übrig außer der Erkenntnis, dass moderne Gesellschaften vollständig verflochten sind. Wirtschaftlich, kulturell, technologisch, menschlich. Wer glaubt, irgendetwas sei „rein national“, glaubt auch, der Spargel wachse aus Patriotismus.

Die logische Schlussfolgerung ist simpel: Nationalismus ist kein Schutz der Identität, sondern die Verweigerung der Realität. Die Realität ist global. Wir sind es auch. Ob wir wollen oder nicht.

One world. Alles andere ist Selbstbetrug.

Das gilt auch fĂĽr Software.

Reiner Nationalismus zerfällt bei der ersten Nachfrage.

Ich weiĂź nicht, welches Problem Du hier hast.

Es geht hier weder um irgendeine “Reinrassigkeit” oder eine neuen ”europäischen Nationalismus”, sondern auschließlich um unsere Abhängigkeit von weltweiten - immer valatiler werdenden Lieferketten - gerade auch unserer systemkritischen technischen Infrastruktur der von uns genutzten “Digitalen Welt“ - wodurch im Falle von Störungen/Ausfällen dann buchstäblich “gar nichts mehr gehen” könnte.

Für den Ursprung/den Produktionsort der Dienste/Services der Digitalen Welt gibts aber im Gegensatz zur Verpackung von Lebensmitteln, oder auf Etiketten von Kleidung, gar keinen Platz, einen Herkunftsvermerk überhaupt anbringen zu können.
.- Wie sollte das bei immateriellen GĂĽtern denn auch erfolgen ?

Materielle Güter der Digitalen Welt (Server , Router ,… ) stehen zumeist in Hochsicherheitsbereichen, zu denen nur wenige Personen Zutritt haben und die dort auch ganz andere Aufgaben haben, als nach der Herkunftskennzeichnung der von ihnen betreuten Einrichtungen zu suchen.
Wenn ein Außenstehender - nicht mit der Betreung / der Beschaffung technischer Einrichungen der Digitalen Welt betraute - “normaler Mensch von der Straße” die Namen der Firmen kennen würde, die die technischen Einrichtungen, Services und Dienste unserer “Digitale Welt” produzieren/ betreiben, dann würde er ohnehin schon zu den wenigen “Wissenden” zählen . Wenn dann auch noch die Produktionsorte bzw. Orte der Unternehmenszentralen und der dort für diese Unternehmen geltenden gesetzlich/politischen Vorgaben (z.B. auch für jederzeit aus politischen Gründen einführbare Lieferbeschränkungen) gekannt werde sollten, dann würde dies höchstwahrscheinlich nur auf einen sehr kleinen Kreis von Personen - und vernutlich auf einen noch viel kleineren Kreis unserer politischen Entscheidungträger und Meinugsbildner zutreffen.
Leider wird daher nur diesem sehr kleinen Personenkreis tatsächlich bewusst sein, wie verletzlich unsere systemkritische Infrastruktur ist, weil sie durch nahezu jede kriegerische Auseinandersetzung irgendwo auf der Welt (auch “ganz weit weg” von Europa bzw. Österreich) - und nicht nur durch ein gerade an irgendeiner Engstelle steckengebliebenes oder verunglücktes Container-Schiff oder durch gezielte Cyberangriffe auf Europa bzw. eines der Mitglieder der EU - in Gefahr geraten könnte.

Von mir wird der Begriff “national” (= innerhalb der Grenzen von Österreich bzw von Europa , “innereuropäisch” ) nur als Gegensatz zum Begriff “international” ( über die Grenzen Europas hinaus bzw von dort - jenseits dieser Grenzen - kommend, “außereuropäisch” ) verwendet.
Irgendwelche “Rassen” oder “Reinrassigkeit” gibt’s in meinen Texten gar nicht.
Bei technischen Einrichtungen gäbe es da maximal Geräte/Anlagen-Typen oder Geräte-Klassen.

Mein satirisch gemeinter Einwurf scheint getriggert zu haben.

—

Wir Menschen sind soziale Wesen. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Notwendigkeit und aus Fähigkeit. Gemeinsam sind wir stark, weil wir einander brauchen. Das wird oft negativ als Abhängigkeit bezeichnet, dabei ist es etwas anderes: Interdependenz. Positiv formuliert heißt das, wir unterstützen einander.

Ich kann ein Stück Brot essen, weil andere vor mir Erz gewonnen haben, weil jemand daraus ein Messer geschmiedet hat, weil jemand Korn geerntet, jemand Mehl gemahlen und jemand Brot gebacken hat. Mit dem Messer schneide ich mir eine Scheibe ab. In diesem einfachen Moment wirken Tausende, Hunderttausende, vielleicht Millionen Menschen mit, die ich nicht kenne und die mich trotzdem tragen. Ohne sie könnte ich mein Leben so nicht leben. Ja, ich bin auf ihre Unterstützung angewiesen. Und ja, ich kann Lieferwege wechseln, Produkte austauschen, Entscheidungen treffen. Aber ich komme aus dieser gegenseitigen Abhängigkeit nicht heraus, wenn ich überleben will.

Die Vorstellung, möglichst autark zu sein, möglichst alles selbst zu machen, um diese Abhängigkeiten zu reduzieren, klingt verlockend. In Wirklichkeit macht sie ärmer. Nicht nur materiell, sondern menschlich. Wer auf die Fähigkeiten der anderen verzichtet, verzichtet auf Wissen, Effizienz, Vielfalt und Entwicklung. Vollständige Autarkie ist kein Ideal, sie ist eine Illusion, und sie ist schwer bis unmöglich umzusetzen.

Natürlich können Abhängigkeiten unangenehm sein. Besonders dann, wenn sie missbraucht werden, wenn sie lenken, ausnutzen oder erpressen. Aber vermeiden lassen sie sich nicht. Die relevante Frage ist nicht, ob wir abhängig sind, sondern wie wir mit diesen Abhängigkeiten umgehen.

Ein trügerisches Kriterium bei dieser Frage ist die geografische Herkunft. Ob beteiligte Menschen, Werkzeuge, Rohstoffe, Rezepte oder Technologien aus diesem oder jenem Land stammen, sagt nichts darüber aus, ob sie gut oder schlecht, geeignet oder ungeeignet sind. Herkunft ist kein moralisches Qualitätsmerkmal.

Ob ein KI-Produkt in Wien entwickelt wurde oder anderswo, ob ausschlieĂźlich Ă–sterreicher beteiligt waren, ob die Bausteine lokal sind oder die Rohstoffe national gewonnen wurden, ist fĂĽr die Beurteilung weitgehend irrelevant. Entscheidend ist das Ansinnen dahinter. Entscheidend ist die Sorgfalt, mit der es gebaut, eingesetzt und verantwortet wird.

Wenn es überhaupt ein relevantes Wir gibt, dann ist es nicht national, nicht kulturell, nicht territorial. Es ist das Wir aller Menschen. Wir leben faktisch in einer gemeinsamen Welt, ob wir das mögen oder nicht.

We are one world.

Hören wir auf, uns gegeneinander aufzuhetzen.

Nicht weniger Abhängigkeit macht uns stärker, sondern besser gestaltete Verbundenheit.

https://de.wikipedia.org/wiki/Satire :

Satire ist eine Kunstform, mit der Personen, Ereignisse oder Zustände kritisiert, verspottet oder angeprangert werden. Typische Stilmittel der Satire sind die Übertreibung als Überhöhung oder die Untertreibung als bewusste Bagatellisierung bis ins Lächerliche oder Absurde. Üblicherweise ist Satire eine Kritik von unten (Bürgerempfinden) gegen oben (Repräsentanz der Macht), vorzugsweise in den Feldern Politik, Gesellschaft, Wirtschaft oder Kultur.

Das Verspotten/Anprangern / inhaltsleere Kritisieren ist heute halt oft nicht mehr nur eine Kunstform ( die z,B. auch von Kabarettisten gerne eingesetzt wird), sondern es gleichen poitisch/inhaltliche Auseindersetzungen oder Diskussionen über technische Entwicklungen/Möglickeiten - und mit diesen zu erwartenden (oder auch nur zu befürchtenden) Auswirkungen - immer öfter eher satirischen “Auffüihrungen”, als sachlicher Abwägung und Diskussion.
Nicht ohne Grund ist von Kabarettisten jeden Geschlechts immer wieder zu hören, dass es heute immer schwieriger wird, in Kabarettprogrammen auf das Tagesgeschehen einzugehen, weil fast jede satirisch gemeinte Darstellung innerhalb kürzester Zeit von der Realität eingeholt oder sogar übertroffen wird. Es erreicht aber jede Übertreibung irgendwann einmal eine Grenze, die selbst in Kabarettprogrammen dann ihren Reiz verliert.

Um vielleicht doch wieder ”sachlicher” zu werden :

Das wird oft negativ als Abhängigkeit bezeichnet,

In meinen Diskussionsbeiträgen geht es um technische Abhängigkeiten :
Primär von Energie und von Rohstoffen - und zu Vereinfachung der Diskussion - weltweit, für den gesamten Planeten Erde betrachtet. Um Frgaen der gerechten Veteilung , Einfluss polistcher Machtblöcke, Folgen von Kriegen…. (zunächst) ausklammern zu können.
Wenn wir in Österreich ein Problem ( z.B. Energie ,Rohstoffe , Verkehr, … ) haben. dann gibt es das gleiche Problem auch in Deutschland, nur um einen Faktor 10 ( annähernd entsprexhend dem Unterschied in der Anzahl der Einwohner ) größer. Ähnliche Faktoren ( zumeist abhängig von der Anzahl der Einwohner) gibts vermutlich für den Vergleich der Größe von vielen Problemen mit jedem Land im Europa.

Das bedeutet aber, das wir uns dann bei diesem Problem von dort ( z.B. Deutschland ) keine Hilfe erwarten können, nicht weil Deutschland dann nicht wollte, sondern weil es dann tatsächlich nicht helfen könnte.
Wenn wir dieses Problem für Östereich lösen wollten, wäre wir dann also tatsächlich darauf angewiesen dieses Problem ( z.B. der zuverlässigen Energieversorgung auch bei lange andaurernden Solarflauten und gleichzeitig geringen Wasserständen ) selbst(“autark”) lösen zu können - auch wenn die “Lösung” dann vielleicht in der drastischen Einschränkung des Energieverbrauches im Österreich bestehen könnte.

In diesem Zusammenhang ( der zuverlässigen Energieversorgung) wäre es zum Beispiel vielleicht auch wichtig den Besitzern privater Solarvoltaik- (und Batterie- ) Anlagen zu vermitteln. dass der Zweck ihrer Anlagen nicht primär die Erzeugung eines Zuverdienstes durch den Verkauf der selbst erzezgten Energie ist, sondern bei lang anhaltenden Störungen( nicht nur im Falle “echter” Blackouts ) überhaupt noch - wenigstens eine gewisse Zeit lang - dann noch über Energie verfügen zu können und vielleicht unmittelbare Nachbarn noch mitversorgen zu können. Das ist - diese Mitversorgung von Nachbarn - ist aber bei Einspeisung in das öffentliche Netz (ohne eigene Leitung zum Nachbarn) , wenn dieses einmmal ausgefallen sein sollte, derzeit gar nicht möglich.

Genauso haben wir ein Rahstoffproblem (nicht nur bei Lithium und Neodym ), weil wir nicht über ausreichende Rohstoffmengen verfügen, um all die Batterien und Elektromotoren erzeugen zu können, die wir in schon absehbarer Zeit “brauchen“ werden. In fast jedem Kommentar zur Weltwirtschaft findet sich diese Thema schon wieder und die großen politisch /wirtschaftlichen Machtblöcke bringen bereits ihre Kriegsmaschinerie in Stellung, um ihre Rohstoffversorgung zu sichern.

Die Vorstellung, möglichst autark zu sein, möglichst alles selbst zu machen, um diese Abhängigkeiten zu reduzieren, klingt verlockend.

Viel verlockender is es natürlich, nicht den Druck zu verspüren, Probleme selbt lösen zu müssen und zu hoffen, dass das andere für uns tun.
Wie abe hier weiter oben dargestellt, haben auch andere die gleichen Probleme , die auch dort nicht lösbar sind , wenn auch dort in Zukunft mehr Energie verbraucht werden wird , als erzeugt (und gespeichert) werden kann und auch dort mehr Rohstoffe benötigt werden , als vorhanden sind.
Ja es gibt wohl Forschung, aber wir dürfen uns von Forschung kein raschen “Wunder” erwarten.
Wenn dann Forschungseinrichtungen/Universitäten - auch in Östereich - zunehmend um ihre Finanzierung - und im manchen Staaten auch um ihre Existenz - kämpfen müssen, und selbst bisherige wissenschaftliche Erkenntnisse immer öfter aus fadenscheinig- politischen Gründden bezweifelt oder sagar bekämpft werden, nehmen wir uns weltweit die Chance, durch Ergebnisse aus wissenschaftlicher Forschung Beiträge zur Lösung unserer Probleme zu erhalten.

Wir leben faktisch in einer gemeinsamen Welt, ob wir das mögen oder nicht.

Wenn wir den sich derzeit “anbietenden” Führern dieser Welt aber nicht vertrauen können, weil sie für uns alle nicht nur “Gutes” beabsichtigen könnten , sollten wir uns aber anders verhalten - nicht nur hinsichtlich unserer militärischen Verteidigungsbereitschaft.