Es ist nicht nur E-Mail und Cloud, die abgedreht werden können.
Lasst uns einen Zahlungsdienstleister gründen… ![]()
Wollte ich gerade posten, du bist mir zuvor gekommen.
Europa döst vor sich hin, bis es (nahezu) zu spät ist.
Man ist anscheinend gerade oder noch immer im Aufwachstadium - aber Hauptsache: noch keine Taten gesetzt …
Gipfel zur digitalen Souveränität
Das Thema digitale Souveränität beschäftigt längst die Spitzen der Europäischen Union. Vergangene Woche trafen sich der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron zu einem Gipfel. Die 27-EU-Mitgliedsstaaten haben dabei die von Österreich initiierte „Declaration on European Digital Sovereignty“ verabschiedet. Die Mitgliedsstaaten bekannten sich dazu, die Abhängigkeit von nicht-europäischen Tech-Giganten (insbesondere aus den USA und China) zu verringern.
Dies betrifft strategische Bereiche wie Cloud-Dienste, Software und Künstliche Intelligenz (KI). Es wurden Pläne für Investitionen in europäische Technologien vorgestellt, unter anderem ein angekündigtes Investitionsvolumen von zwölf Milliarden Euro für die digitale Unabhängigkeit Europas.
Ich finde, dass eher „Tech-Giganten“ das Problem sind und weniger das nicht-europäische.
Das Problem ist die Internationalität. Der Vorteil an der EU ist, dass die gesetzlichen Regulierungen recht streng sind und ein internationaler Konzern eher nicht auf den europäischen Markt verzichten kann.
Im Prinzip könnte der Richter die diversen Konzerne in der EU auf Schadenersatz klagen. Und die EU könnte diese Konzerne sanktionieren. Aber gerade beim Zahlungsverkehr sind wir noch zu abhängig von US-kontrollieren Konzernen. Wobei: im Prinzip bräuchte man dank Lastschrift und Sofortüberweisung keine Kreditkarten mehr in der EU…
Das war eine Anspielung auch das rechtsradikale Narrativ, dass alles, was aus dem Ausland kommt schlecht ist, weil es aus dem Ausland kommt
Was ein Problem ist, dass die Tech Giganten alle unter Recht stehen, dass nicht kompatibel zu europäischer Rechtssprechung sind. Mehr dazu auch am 2.12. in meinem Briefing:
Die Sache ist ja schlimmer als ich ursprünglich gelesen habe. Ich wusste nur von einer Person (Khan) und “nur” von Microsoft-Konten.
Jetzt lese ich von 9 Personen und sämtlichen digitalen Diensten….
“Betroffen sind insgesamt sechs Richter und drei Staatsanwälte, darunter Chefankläger Karim Khan.”
Das kann doch nicht sein. Warum ist die Empörung nicht größer?
Tut da niemand was dagegen???
Ein bisserl viel ”könnte”…
Hier wird US-Gesetz (das NICHT mit unserem überein stimmt) ganz einfach auf EU-Boden exekutiert. Wenn ein Franzose kein französisches Hotel online buchen kann, bzw darf, weil sich Alle vor weiteren Sanktionen fürchten und die EU ebenfalls den Kopf in den Sand steckt, wer soll dann noch Achtung vor dem hiesigem Rechtsstaat haben?
Ich fürchte dass wir uns da noch große Probleme einhandeln. Für “den kleinen Mann” sollen Recht und Strafen gelten, aber für “die Großen” nicht? Ganz ohne Konsequenzen? Gilt dann wieder das Recht des Stärkeren?
Weil Software und Dienste/Services nur die halbe Seite der Medaille “Digitale Souveränität” bilden.
Wenn “Digitale Souveränität” tatsächlich ernst genommen werden würde, müssten Aktivitäten zur tatsächlichen Erlangung dieser Souveränität auch die gesamte Hardware- und Netz-Infrastruktur ( z.B. eines “europäischen Internet” ) umfassen.
Wenn schon im Bereich der Software ( z.B. auch der Betriebssysteme ) diese Souveränität nur mit sehr großen Anstrengungen erreicht werden kann, so gibt’s im Bereich der Hardwarer-Souveränität nicht einmal ansatzweise Vorstellungen , wie wir diese überhaupt erreichen könnten.
Und es gibt die Vermutung, dass diese Entwicklung - der Verlust der europäischen Souveränität - eine Folge der Entscheidungen der Manager und Politiker im Rahmen unseres (“ kapaitalistischen”) Wirtschaftssystems ist, in dem der Vorteil und Nutzen des Einzelnen (bzw. einzelner Untenehmen) höhere Priorität hatte, als der Nutzen und die Vorteile für die (europäische) Gemeinschaft - bzw. “den Staat”.
Weil dies Vermutung offenbar auch andere Personen teilen, “tut da niemand was dagegen”,. denn das könnte eine Lawine von Folgen für unsere Wirtschaftssystem auslösen, die eigentlich niemand will, ohne die aber jede Bemühung um mehr europäiscvhe Souveränität scheitern wird .