Überreichtum - Millionäre fordern Reichensteuer

Um gigantische 700 Milliarden Dollar sind die 10 reichsten Milliardäre im vergangenen Jahr reicher geworden. Das Vermögen des reichsten Menschen der Welt beträgt mittlerweile 450 Milliarden Dollar, das ist mehr als das gesamte Verteidigungsbudget der EU. Immer mehr Multi-Millionäre und Milliardäre fordern selbst, ihre immensen Vermögen zu besteuern.

10.12., 22:30 Uhr ORF 2

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Wenn die Reichen um 700 Mrd reicher werden, warum beträgt dann die Summe 450 Mrd.? Irgendwie gelingt mir das sinnerfassende Lesen nicht.

Und warum steht da derselbe Beitrag zweimal hintereinander?

Der reichste Mensch (Elon Musk) besitzt schätzungsweise ein Vermögen von 450 Mrd Dollar.

Die 10 reichsten Menschen auf der Welt zusammen haben schätzungsweise um 700 Mrd Dollar ihr Vermögen steigern können.

Diese 10 Personen sollten derzeit sein:

  1. Elon Musk
  2. Mark Zuckerberg
  3. Jeff Bezos
  4. Larry Ellison
  5. Bernard Arnault
  6. Warren Buffett
  7. Larry Page
  8. Sergey Brin
  9. Amancio Ortega
  10. Steve Ballmer

Zusammensetzung ihres Vermögens

  • Der überwiegende Teil ihres Vermögens besteht nicht aus Bargeld, sondern aus Beteiligungen an Unternehmen – meist Aktien oder Anteilen an privaten Firmen.

  • Barvermögen ist nur ein sehr kleiner Anteil (oft im niedrigen einstelligen Prozentbereich oder sogar noch weniger), weil Milliardäre selten riesige Cash-Reserven auf Konten halten – sie parken Kapital eher in Unternehmen, Aktien, Immobilien oder Beteiligungsstrukturen.

Bei Musk sollen mehr als 80% seines Vermögens aus den Firmenanteilen an Tesla, SpaceX, xAI usw. bestehen. Werte, die je nach Börsenentwicklung mal rauf und mal runter gehen.

Warum ist das Vermögen der Reichsten 2025 stark gestiegen?

Hauptursache ist, dass die Vermögenswerte gestiegen sind. Die Aktien sind mehr wert. Die Immobilie ist im Wert gestiegen. Das Kunstwerk ist wertvoller geworden.

Es bedeutet also nicht, dass die Reichen 700 Mrd. Dollar an Bargeld gescheffelt haben.

Kann man die Reichen mehr besteuern?

Ja und Nein. Von Cash sicherlich leicht. Aber bei den Aktien und Immobilien oder dem Unternehmensvermögen kann es schwierig werden.

Beispiel:

Stellt Euch vor, Ihr besitzt ein Haus. Der Marktwert ist in den letzten Jahren von 750.000 Euro auf 1,25 Mio Euro gestiegen. Das Haus ist mehr wert. Das Vermögen ist gestiegen. Um 500.000 Euro. Aber kein einziger Cent mehr Geld auf dem Konto.

Reich würdet ihr Euch aber nicht bezeichnen. Es ist ja Imme noch Euer altes Haus und ihr habt nicht mehr Geld, um Euch eine Yacht zu kaufen.

Nun sollt ihr auf diesen Vermögenszuwachs Steuern zahlen. Nehmen wir mal 2% an. Das wären dann 10.000 Euro. Entweder man hat diese Geld auf dem Konto oder man muß etwas verkaufen, was evtl. dann das Haus sein könnte.

Ist also alles nicht so einfach.

Im Falle der Superreichen wäre es für diese natürlich kein Problem, die Unternehmensanteile - Aktien - zu verkaufen, um die Steuern zu zahlen.

Diese Argumentation ist aber der “Trick”, mit dem - offenbar regelmäßig - erreicht wird , dass bei Abstimmungen über die Besteuerung von Superreichen die Mehrzahl der Abstimmenden - die zudem zumeist gar nicht selbst (und auch in Zukunft nicht) von solchen Vermögenssteuern betroffen wären - gegen die Einführung solcher Vermögenssteuern aussprechenh - und dafür lieber in Kauf nehmen, keine Kindergartenplatz zu finden, keine ärztliche Versorgung in Wohnortnähe mehr finden zu konnen, weniger Fördergelder für Verbesserungsmaßnahmen ihrer Wohnung oder für kulturelle Aktivitäten in ihrer Gemeinde mehr zu erhalten.
Das ist einfach unverständlich - und nur mit “Angstmache” durch jene Personengruppen zu erklären, die vielleicht tatsächlich selbst von solchen vorgeschlagenen Vermögensteuern betroffen wären.

Denn die Idee diese vorgeschlagenene Vermögensteuer besteht ja in der Einführung einer so hohen Vermögenensgrenze, dass von solchen Vernögensteuern tatsächlich nur die oberen 5 % der größten Vermögen betroffen wären und kommt zudem nicht von irgendwelchen “linken Chaoten”, sondern von einer offenbar immer größeren internationalen Gruppe Superreicher selbst. Irgendein österreichischer (oder auch in einem anderen Staat beheimateter) Einfamilienhausbesitzer mit selbständigem oder unselbstständigem Einkommenserwerb soll von solchen Einkommenssteuern gar nicht getroffen werden.

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Stefan, ich verstehe nicht, warum du hier neoliberale Angst-Argumente wiederholst. Es gibt keinen ernstzunehmenden Vorschlag für eine Vermögenssteuer, die nicht eine großzügige Freigrenze von einer oder zwei Millionen Euro vorsieht, um genau solche Fälle zu vermeiden.

Es ist also nicht schwierig, sondern einfach.

Außerdem funktioniert das mit der Verfügbarkeit des Geldes bei Überreichen anders. Die haben kein Bargeld, die nehmen Kredite auf und geben ihre Vermögenswerte als Sicherheit. Dafür zahlen sie keine Steuern und können die Rückzahlung der Kredite sogar noch steuerlich geltend machen.

Wenn man das abstellen will, müsste man eine Kreditsteuer in Höhe der Vermögenssteuer einführen, um dieses Schlupflocj zu umgehen.

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UND endlich die alte Forderung die Tobinsteuer weltweit ein zu führen!

Und den Hochfrequenzhandel, der meist auf Algorithmen im Computer basiert, massiv ein zu schränken

In den USA gibt es mehr Reichensteuer als bei uns. Die Vermögensbezogenen Steuern sind deutlich höher. Vor allem die Besteuerung von Immobilien. Bill Gates zahlt für seine bescheidene Hütte z.B. vor 20 Jahren schon - rund 1 Mio USD Grundsteuer pro Jahr. Ich zahle für mein bescheidenes Anwesen (2.200 m2 Grund + Haus) weniger Grundsteuer als ich Müllgebühr bezahle. Ich schade mir selbst, aber das finde ich zu gering.

Im Normalfall werden bei Finanzanlagen das Kapital nicht besteuert, sondern nur der Kapitalzuwachs bei Verkauf. Spannenderweise kann man Verluste dann im laufenden Jahr gegenrechnen, aber langfristig darf man sich Verluste behalten, und der Staat beteiligt sich an Gewinnen. Das scheint mir nicht ganz fair zu sein.

Was in Österreich von der SPÖ geplant war, war eine als „Millionärssteuer“ bezeichnete Vermögenssteuer. D.h. Besteuerung von Vermögen, die eine Immobilie um 2Mio EUR übersteigen, und zusätzlich ein Barvermögen von 1 Mio EUR. Bei diesen Steuern geht es darum die 5% der Menschen in Österreich stärker zu besteuern, die so viel besitzen wie 50% der Menschen im Lande. Diese hohen Vermögensansammlungen bei wenigen Menschen wird von vielen Volkswirtschaftlern als Problematisch angesehen.

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Das selbe sollte auch für eine Erbschafts- und Schenkungssteuer gelten.

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