„Heimat“-Partei FPÖ und Verbrenner-Fraktion ÖVP sind angesichts der lebensgefährlichen Hitze recht still, der Boulevard lenkt ab und die SPÖ hält am Lobautunnel fest
Die extreme Hitze, die derzeit ganz Kontinentaleuropa erlebt, ist lebensgefährlich und zeigt auch die Grenzen unserer Infrastruktur auf, die nicht für solche Temperaturen gemacht ist. Neun Tage über 30 Grad zählte man im Schnitt in den 1970er-Jahren noch in Wien. Heute sind es ungefähr 50. Auch die Landwirtschaft wird darunter zusammenbrechen.
Selbst viele Krankenhäuser können wegen bisher dort als „nicht notwendig“ erachteter Klimanlagen nicht auf erträgliche Temperaturen für Patienten und Personal heruntergekühlt werden.
Da überrascht es dann gar nicht mehr, wenn auch in Schulen unter unerträglichen Temperaturen konzentriert unterrichtet und gelernt werden soll - obwohl dort schon seit dem Beginn der COVID-Pandemie - vor mittlerweile schon wieder 6 Jahren - bereits Bedarf an Luftkonditionierungsanlagen (damals hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt der Luftreinigung und Frischluftzufuhr) festgestellt wurde.
Glück gehabt, wenn man in einem klimatisierten Büro arbeitet und dann vielleicht im kühlen SUV ins Wochenendhaus im Grünen flüchten kann.
Jene, die am meisten unter der Klimakrise leiden, haben sie am wenigsten verursacht. Hier und in der Welt.
Menschen, die kein Fleisch essen und auf das Auto verzichten, werden als Spinner dargestellt. Eine Mobilität, bei der eine Person mit über einer Tonne Metall und Kunststoff durch die Gegend kutschiert wird, gilt aber als normal. Massenhafter Fleischkonsum als „Genuss“. Menschen, die gerne auch im Alter noch trinkbares Wasser hätten, werden als Hysteriker abgetan.
Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten, überwiegend junge Menschen, die sich zu Recht um ihre Zukunft betrogen fühlen, wurden erfolgreich von den Straßen geräumt.
Geschichten über das „Wetter“, bebildert mit Kindern, die mit Wasserbällen in einen See hüpfen, wenn es darum geht, dass wir hier Temperaturen wie in Bagdad haben, sind eine Verharmlosung.