Lange war unklar, welchen praktischen Nutzen Quantencomputer haben würden. Neue Fortschritte machen konkrete Anwendungen in der Forschung sichtbar
https://www.derstandard.at/story/3000000321112/was-quantencomputer-heute-schon-koennen
Tatsächlich bewegt sich Quantencomputing langsam weg von spektakulären Zukunftsvisionen und theoretischen Machbarkeitsstudien – hin zu ersten konkreten wissenschaftlichen Anwendungen.
…weil Quantencomputer ihre Stärken vorerst nur im Zusammenspiel mit klassischen Supercomputern ausspielen können. IBM spricht von „quantum-centric supercomputing“: Herkömmliche Supercomputer zerlegen komplexe Probleme in kleinere Teilprobleme, Quantencomputer übernehmen anschließend besonders rechenintensive quantenmechanische Berechnungen. Die Ergebnisse werden danach wieder zusammengeführt.
Gerade in Chemie und Biologie gilt dieser hybride Ansatz als vielversprechend.
Schon kleinste Störungen aus der Umgebung können Berechnungen verfälschen. Deshalb müssen die empfindlichen Quantenchips extrem gekühlt und abgeschirmt werden.
Noch kämpfen Quantencomputer allerdings mit erheblichen technischen Einschränkungen. Die heutigen Systeme verfügen zwar bereits über Dutzende bis Hunderte Qubits – also quantenmechanische Gegenstücke klassischer Bits. Sie bleiben aber störanfällig und können komplexe Berechnungen nur begrenzte Zeit stabil durchführen. Quantencomputer sind also bereits leistungsfähig genug für erste praktische Anwendungen, aber noch weit von universell einsetzbaren, fehlertoleranten Systemen entfernt.
Auch Österreich spielt in dieser Entwicklung eine Rolle.
Quantencomputer werden klassische Rechner nicht ersetzen. Ihre Stärke liegt in der Lösung sehr spezifischer Probleme – etwa in Chemie, Materialwissenschaften oder komplexen Optimierungsproblemen. Gerade dort könnten sie wissenschaftliche Entwicklungen deutlich beschleunigen.
z.B.: https://www.ibm.com/quantum/blog/cleveland-clinic-riken-chemistry