Wie zwei Rentner den Bau eines der größten deutschen Rechenzentren auf Eis legten

Ein US-Konzern wollte Nahe Frankfurt bereits mit dem Bau von Gasturbinen beginnen

https://www.derstandard.at/story/3000000322015/wie-zwei-rentner-den-bau-eines-der-groessten-deutschen-rechenzentren-auf-eis-legten?ref=seite1_zonekur

Der Spiegel hat den Anwohnern Mark Behrend und Thomas Schadt einen Besuch abgestattet. Der Ex-Kapitän und der Ex-Flugverkehrsleiter kämpfen seit Ende 2025 gegen das Großprojekt, das zu einem der größten Rechenzentren Deutschlands werden soll.

Wie in letzter Zeit viel besprochen wurde, beanspruchen Rechenzentren enorme Mengen an Energie. „Es wäre das erste fossile Rechenzentrum in Europa“, kommentiert Behrend gegenüber dem Spiegel. Sie stören sich an den zu erwartenden Emissionen und daran, dass die digitale Zukunft auf der Verbrennung fossiler Rohstoffe aufgebaut werden soll.

Der CO2-Ausstoß des Gaskraftwerks würde bei 633.000 Tonnen im Jahr liegen, berichtet Schadt, was rund drei Viertel aller Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen sowie des Verkehrs am Boden dort entspräche.

Man habe ihr mitgeteilt, dass man sich nach Alternativen der Stromversorgung des Rechenzentrums suche, weitere Schritte seien unklar.

Vermutlich wird dies eines dieser geplanten und angeblich so „sauberen“, „handlichen“, modularen Atomkraftwerke (" Mini-AKW" , „Small Modular Reactor“ -SMR ) werden , die ja ohnehin in der EU als "erneuerbare ", „grüne“ , Energiequellen definiert wurden - obwohl sie das defintiv nicht sind.

Cordula Kropp, Soziologieprofessorin der Universität Stuttgart mit dem Schwerpunkt Risiko- und Technikforschung, erklärte dem Spiegel, die gesellschaftliche Bewertung von KI – für die ein Großteil der neuen Rechenleistung weltweit geschaffen wird – sei „ambivalenter, als die Branche und die Digitalpolitik gerne glauben“. Dies in Kombination mit der Sorge vor Klimawandel und lokalen Umweltschäden sei der ideale Nährboden für Proteste.

Wenn nun tatsächlich Atomkraftwerke für die Energieversorgung solcher Rechenzentren eingesetzt werden sollten, werden Proteste gegen Rechenzentren nur noch lauter und noch intensiver werden.

Dies ist kein deutsches Phänomen. Zuletzt wurden in den USA Proteste laut, als Elon Musks KI-Firma xAI mehr und mehr Gasturbinen aufstellte,

Der deutsche Digitalminister Karsten Wildberger von der CDU blickt ganz anders auf die Anlagen: Rechenleistung sei der neue Rohstoff, und Rechenzentren sind die neuen Raffinerien, erklärte er, als er im April seine neue Rechenzentrumsstrategie vorstellte.

Allein im Rhein-Main-Gebiet sind derzeit laut Kropp mehr als 50 Rechenzentren geplant.

Die Überschrift ist irreführend. Man kämpft hier nicht gegen ein Rechenzentrum, sondern gegen Gaskraftwerke.

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Qualitätszeitung halt.

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Wenn aber mit anderen Technolgien bzw. aus dem öffentlichen Energieversogungsnetz dieses Rechenzentrum dort nicht mit Energie versorgt werden könnte, dann wäre der gewählte Standort für das Rechenzentrum nicht geeignet und müsste die Errichtung eines Rechenzentrums dort daher aufgegeben werden.
Die Überschrift wäre dann gar nicht so „irreführend“ - weil der Grund für die Errichtung des Gaskraftwerkes die Errichtung (und der Betrieb ) des Rechenzentrums an diesem Standort ist.

Ein Betreiber eines Rechenzentrums könnte sich für den Einsatz eigener Gasturbinen zur Stromversorgung entscheiden, statt Strom aus dem öffentlichen Netz zu beziehen oder auf regenerative Energien zu setzen. Dafür gibt es mehrere strategische, wirtschaftliche und technische Gründe:


1. Energieautarkie und Versorgungssicherheit

  • Unabhängigkeit vom Netz: Rechenzentren benötigen eine hochverfügbare Stromversorgung. Gasturbinen ermöglichen eine autarke Energieerzeugung, die nicht von Netzausfällen oder Engpässen betroffen ist.
  • Redundanz: Gasturbinen können als Backup-System dienen, falls das öffentliche Netz oder erneuerbare Energien (z. B. bei Dunkelflauten) nicht ausreichend Strom liefern.
  • Kritische Infrastruktur: Für Rechenzentren, die z. B. Cloud-Dienste, Finanztransaktionen oder staatliche IT hosten, ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) essenziell. Gasturbinen können hier als Notstromaggregat oder Primärquelle dienen.

2. Wirtschaftliche Vorteile

  • Kosteneffizienz bei hohem Strombedarf: Rechenzentren verbrauchen extrem viel Strom. Bei großen Lasten kann die Eigenerzeugung mit Gasturbinen günstiger sein als der Bezug aus dem öffentlichen Netz, insbesondere in Regionen mit hohen Strompreisen.
  • Geringere Netzgebühren: Der Bezug großer Strommengen aus dem Netz kann hohe Netzentgelte, Steuern und Umlagen (z. B. EEG-Umlage in Deutschland) verursachen. Eigenerzeugung umgeht diese Kosten.
  • Wärme-Kraft-Kopplung (KWK): Gasturbinen können nicht nur Strom, sondern auch Abwärme für die Kühlung oder Heizung des Rechenzentrums nutzen. Das erhöht die Gesamteffizienz und senkt die Betriebskosten.

3. Flexibilität und Skalierbarkeit

  • Schnelle Reaktionsfähigkeit: Gasturbinen lassen sich schnell hoch- und runterfahren, um Lastspitzen abzufedern. Das ist besonders wichtig, wenn das Rechenzentrum dynamische Lasten (z. B. durch Cloud-Dienste) hat.
  • Skalierbarkeit: Gasturbinen können modular eingesetzt werden, um den wachsenden Strombedarf eines Rechenzentrums zu decken, ohne auf den Ausbau des öffentlichen Netzes warten zu müssen.

4. Technische Vorteile

  • Hohe Leistungsdichte: Gasturbinen liefern viel Strom auf kleinem Raum – ideal für Rechenzentren mit begrenztem Platzangebot.
  • Brennstoffflexibilität: Moderne Gasturbinen können mit Erdgas, Biogas oder Wasserstoff betrieben werden. Das ermöglicht eine schrittweise Umstellung auf klimafreundlichere Brennstoffe.
  • Geringere Abhängigkeit von Wetterbedingungen: Im Gegensatz zu Wind- oder Solarenergie sind Gasturbinen wetterunabhängig und liefern zuverlässig Strom – auch nachts oder bei Windstille.

5. Regulatorische und politische Gründe

  • Netzentlastung: In einigen Regionen gibt es Anreize, den Strombedarf nicht aus dem öffentlichen Netz zu decken, um die Netzstabilität zu erhöhen.
  • Förderungen für KWK-Anlagen: In manchen Ländern (z. B. Deutschland) gibt es Subventionen für Kraft-Wärme-Kopplung, die den Betrieb von Gasturbinen attraktiv machen.
  • CO₂-Bilanz: Obwohl Gasturbinen fossile Brennstoffe nutzen, können sie effizienter sein als Kohlekraftwerke. Zudem ermöglichen sie den Übergang zu Wasserstoff (z. B. „H₂-ready“-Turbinen).

6. Nachteile von regenerativen Energien für Rechenzentren

  • Volatilität: Wind- und Solarenergie sind nicht grundlastfähig. Ohne große Speicherlösungen (z. B. Batterien) oder Backup-Systeme (z. B. Gasturbinen) ist eine 100%ige Versorgung mit Erneuerbaren schwierig.
  • Flächenbedarf: Große Solar- oder Windparks benötigen viel Platz, der bei Rechenzentren oft nicht verfügbar ist.
  • Investitionskosten: Der Aufbau eigener regenerativer Kraftwerke kann teurer sein als der Einsatz von Gasturbinen, insbesondere bei kurzfristigem Bedarf.

7. Hybridlösungen als Kompromiss

Viele Rechenzentren setzen auf Kombinationen aus:

  • Gasturbinen (für Grundlast und Backup),
  • Erneuerbaren Energien (z. B. Solar auf dem Dach),
  • Batteriespeichern (für Lastausgleich),
  • Strombezug aus dem Netz (für Spitzenlast

Klimaschutzziele und durch zahllose neue Rechenzentren weiter steigender Energiebedarf spielen in diesen überlegungen offenbar überhaupt keine Rolle mehr.

Wenn KI tasöchlich nur für Zwecke der Innovation im Forschungs- und Entwickluns-bereich eingesetzt werden würde, würden vermutlich viel weniger Rechenzentren - mit viel weniger Energiebedarf für deren Betrieb - benötigt werden.

Es ist daher primör zu fragen

  • welche Zwecke mit dem Betrieb all dieser Rechenzentren tatsächlich verfolgt werden sollen ,
  • wer Nutznießer dieser Rechenzentren sein wird,
  • welche Auswirkungen der durch diese Rechenzentren zu erbringenden Leistungen auf die Gesellschaft erwartet werden müssen,
  • und ob wir in Zukunft noch über genug Energie, aber auch noch über genug Kühlmittel, für den Betrieb all dieser Rechenzentren verfügen werden.

Genauso sollten wir uns jetzt schon über die Pioriät des Betriebes dieser Rechenzentren in Relation zur Priorität anderer, lebensnotwendiger, Infrastruktur verständigen und darauf achten , dass lebensnotwendige Infrastruktur ( z,B. die Trinkwasserversorgung, die Energie-Produktion und - Verteilung, das Gesundheitswesen, die Nahrungsmittel-Produktion , - Bevorratung und - Verteilung , … ) nicht unnötigerweise mit dem Betrieb dieser Rechenzentren verknüpft - bzw. von deren Betrieb abhängig - wird.

Wer will entscheiden ob der Einsatz eines Rechners für einen Zweck sinnvoll ist.

Das ist genauso wie ich sagen könnte: Geschäftsreisen sind für die Klimaziele nicht hilfreich, also lass uns Geschäftsreisen verbieten. Der Energieverbrauch und vor allem der CO2 Ausstoß steht in keinen Verhältnis zum Nutzen.

Im Normalfall reguliert das der Markt. Steigende Strompreise → Rechenzentrum zahlt sich nicht aus. Du siehst das ja auch aktuell. Die Tokens für die KI kosten (viel) Geld. Daher stellen Unternehmen die Benutzung ein. (Microsoft hat den Mitarbeitern gerade verboten Claude Code zu verwenden)

Rechenzentren produzieren neben Rechenleistung vor allem eines: Abwärme. Es gibt gute Modelle wo die Abwärme der Rechenzentren genutzt wird um Heizung zu sparen. Zusätzlich ist die Frage wie die Energie für Rechenzentren produziert wird. Wenn sie erneuerbar ist, hat sie nichts mit unserer Frage (CO2 Neutralität) zu tun.

Deine einzige Lösung für Probleme ist immer verbieten. Könntest Du Dir auch gelegentlich andere Ansätze vorstellen?

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Microsoft hat den Mitarbeitern gerade verboten Claude Code zu verwenden

Du glaubst also, Microsoft hat das verboten, weil ich - oder andere - über Verbote geschrieben haben ?
Ich habe gar nicht gewusst, dass meine Postings über Verbote eine derartig breite Zuhörerschaft finden könnte.

Wer will entscheiden ob der Einsatz eines Rechners für einen Zweck sinnvoll ist.

„Ein Rechner“ benötigt aber kein eigenes Gaskraftwerk für seine Energieversorgung und „ein Rechner“ - oft sagar mehrere - stehen schon seit vielen Jahren in fast jedem Haushalt und jedem Unternehmen. Wir haben also bereits zahlreiche Rechner.

Wir wissen angeblich immer noch nicht, für welchen „Endbedarf“ - zum Antrieb des zukünftigen „Fortschrittes“, zur Erreichung der Klimaschutzziele und zur volllständigen Dekarbonisierung unserer Energiesysteme wir - nicht nur hier in Österreich - die Energiesysteme dimensionieren , ausbauen (und auch erhalten) müssen. Wir sehen aber jetzt schon, dass Energie (und ihre Infrastruktur) in Zukunft noch knapper und teurer werden wird, als sie heute schon ist. Wir sehen auch, dass alle auf Wasserstoff setzenden Energietechnologien heute einen um zwei-bis drei-fach höheren Energiebedarf haben, als jener Energiebedarf, den solche Energieverbraucher hätten, wenn auf den Einsatz von Wasserstoff ( z.B. auch für E-Fuels ) verzichtet werden könnte.

Es stellt sich daher nicht die Frage, für welche Zwecke wir noch weitere Rechner brauchen, sondern, ob wir die Energie für den Betrieb dieser Rechner (bzw. Rechenzentren ) nicht anderweitig - für tatsächlich lebensnotwendige Zwecke -brauchen werden. Und wegen dieser Unsicherheit würde die Verlagerung /Unterstützung lebensnotwenfiger Aufgaben/Funktionen in/durch solcher „Rechner“ die Resilienz unserer Gesellschaft auch mindern, statt sie für Krisenzeiten zu stärken.

Rechenzentren produzieren neben Rechenleistung vor allem eines: Abwärme. Es gibt gute Modelle wo die Abwärme der Rechenzentren genutzt wird um Heizung zu sparen.

Solche Überlegungen wurden schon vor ca. 45 Jahren aus Anlaß der Planung der ersten Digitalen Vermittlungstelle OES-E der damaligen Post- und Telegraphenverwaltung angestellt - und gleich wieder verworfen.
Die Idee damals war , die Abwärme der digitalen Vermittlungstelle einem benachbarten Hotel anzubieten.
Das Problem damals : Wohin mit der Abwärme, wenn sie im Hotel nicht benötigt wird, oder wenn vielleicht sogar das Hotel schließen würde. Die eigene Abwärmeanlage der Vermittlungsstelle müsste also in voller Kühl-Kapazität bzw Größe aus Gründen der Betriebssicherheit jedenfalls am Dach errichtet werden. Die Möglichkeit der Übergabe der Wärme an das Hotel - bzw der Übernahme der Abwärme im Hotel - würde auf beiden Seiten zusätzliche Kosten verursachen , denen aber keine Einsparungen gegenüber gestellt werden können.
An die Stelle dieses damaligen Hotels könnten heute Fernwärmenetze treten.
Die Fragen der - wechselseitigen - Betriebssicherheit ( z.B.auch bei Ausfällen/Störungen der Anlagen des Fernwärmenetzes) bleiben aber grundsätzlich die gleichen.

Zusätzlich ist die Frage wie die Energie für Rechenzentren produziert wird. Wenn sie erneuerbar ist, hat sie nichts mit unserer Frage (CO2 Neutralität) zu tun.

Wenn aber dadurch für anderer Zwecke (abseits der Versorgung der Rechenzentren) nicht mehr ausreichend viele Standorte für Anlagen der erneuerbaren Energierzeugung ( und ihrer Speicherung) gefunden werden könnten, dann hätte die Energieversorgung der Rechenezentren sehr wohl Einfluss auf die Erreichung der Klimaschutzziele.
Und indirekt behindern sie jedenfalls die Erreichung der Klimaschutzziele, wenn wieder unverbautes Grünland im Ausmaß vieler Fußballfelder zubetoniert werden wird und die gesamte, für den Betrieb dieser Rechenzentren benötigte, elektrische Leistung als Abwärme in die Umgebung dieser Rechenzentren abgegeben werden wird und damit neue „Hot-Spots“ in der Landschaft beheizt werden würden.

Lieber Erich. Es scheint sich seit der Zeit in der Du die Erfahrung vor Jahrzehnten mit den Wählämtern gemacht hast, technologisch einiges weiterentwickelt zu haben:

Referenzprojekte für die Nutzung von Rechenzentrumsabwärme

Die Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren entwickelt sich zunehmend von einzelnen Pilotprojekten zu einem festen Bestandteil moderner Energie- und Wärmeversorgungskonzepte. Besonders in Skandinavien werden Rechenzentren bereits als Bestandteil der regionalen Energieinfrastruktur betrachtet.

Meta (Facebook) – Odense, Dänemark

Eines der bekanntesten europäischen Projekte befindet sich in Odense. Dort wird die Abwärme eines großen Meta-Rechenzentrums in das lokale Fernwärmenetz eingespeist.

Die Abwärme verlässt das Rechenzentrum mit einer relativ niedrigen Temperatur und wird durch große Wärmepumpen auf das für Fernwärme erforderliche Niveau angehoben. Die Anlage liefert rund 45 MW Heizleistung und versorgt mehr als 12.000 Haushalte mit Wärme.

Bemerkenswert ist dabei, dass nicht Meta selbst die Wärmeinfrastruktur betreibt. Das Rechenzentrum stellt lediglich die Wärmequelle bereit, während der lokale Energieversorger die Wärmepumpen und die Netzanbindung verantwortet.

Microsoft und Fortum – Espoo, Finnland

Als eines der weltweit größten Projekte gilt die Zusammenarbeit zwischen Microsoft und dem Energieversorger Fortum in Finnland.

Die Abwärme mehrerer neuer Microsoft-Rechenzentren wird in das regionale Fernwärmesystem integriert. Nach Fertigstellung soll die Anlage ausreichend Wärme für rund 100.000 Haushalte bereitstellen und langfristig einen erheblichen Anteil des Wärmebedarfs der Region decken.

Dieses Projekt zeigt, dass Rechenzentren künftig nicht nur Stromverbraucher, sondern gleichzeitig bedeutende Wärmeproduzenten sein können.

Stockholm Data Parks – Schweden

Stockholm verfolgt einen besonders innovativen Ansatz. Die Stadt fördert gezielt die Ansiedlung von Rechenzentren, wenn diese ihre Abwärme in das Fernwärmenetz einspeisen.

Betreiber erhalten wirtschaftliche Anreize für die Nutzung ihrer Abwärme. Ziel ist es, langfristig einen spürbaren Anteil des Wärmebedarfs der Stadt durch Rechenzentren abzudecken.

Hier wird die Wärmenutzung bereits als Standortfaktor betrachtet und aktiv in die Stadtentwicklung integriert.

AWS – Dublin, Irland

In Dublin wird die Abwärme eines Rechenzentrums von Amazon Web Services (AWS) für das Fernwärmeprojekt in Tallaght genutzt.

Die gewonnene Wärme versorgt öffentliche Gebäude, Bildungseinrichtungen und Wohngebäude. Das Projekt gilt als eines der ersten größeren Beispiele für die Nutzung von Rechenzentrumsabwärme in Irland.

Weitere Anwendungen

Neben klassischen Fernwärmenetzen wird Rechenzentrumsabwärme auch für andere Zwecke genutzt:

  • Beheizung von Gewächshäusern
  • Fisch- und Aquakulturanlagen
  • Schwimmbäder
  • Krankenhäuser
  • Universitätsgebäude
  • Gewerbe- und Bürogebäude

Gerade bei lokalen Anwendungen kann die Wärme oft ohne aufwendige Transportinfrastruktur genutzt werden.

Warum sind Skandinavien und Nordeuropa Vorreiter?

Der entscheidende Erfolgsfaktor ist weniger das Rechenzentrum selbst als die vorhandene Fernwärmeinfrastruktur.

Die Abwärme eines modernen Rechenzentrums liegt typischerweise zwischen 25 und 35 °C bei luftgekühlten Anlagen und zwischen 50 und 60 °C bei modernen Flüssigkühlsystemen. Für Fernwärmenetze werden jedoch häufig Temperaturen von 60 bis 80 °C benötigt.

Deshalb kommen fast immer Großwärmepumpen zum Einsatz, die die Temperatur auf das erforderliche Niveau anheben. Die dafür benötigte elektrische Energie ist im Verhältnis zur gewonnenen Wärme vergleichsweise gering.

Bedeutung für die Zukunft

Die genannten Beispiele zeigen, dass Rechenzentren künftig nicht mehr ausschließlich als Energieverbraucher betrachtet werden. Sie können gleichzeitig bedeutende Lieferanten von Nutzwärme sein.

Mit steigender Leistungsdichte von Servern, zunehmender Flüssigkühlung und dem Ausbau von Fernwärmenetzen wird die Nutzung von Rechenzentrumsabwärme wirtschaftlich immer attraktiver. In vielen Regionen Europas entwickelt sich daraus bereits ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung.

Langfristig könnten Rechenzentren zu einem festen Bestandteil integrierter Energie- und Wärmesysteme werden – ähnlich wie heute Kraftwerke, Müllverbrennungsanlagen oder industrielle Produktionsbetriebe.

In Wien hätten wir übrigens ein sehr gut ausgebautes Fernwärmenetz.

Erich, du sprichst mit deiner Sorge um den steigenden Energiebedarf für die steigende Rechenpower indirekt eines meiner Herzensthemen an: die Ressourcensparende Programmierung

Ich habe auf einem Texas Instruments TI-99 4/A angefangen. 16 KB Arbeitsspeicher. Und ich habe dort ein komplettes Warenwirtschaftssystem drauf programmiert. Was ich mir habe alle ausdenken müssen, um mit diesen geringen Ressourcen auszukommen.

Irgendwann spielten Ressourcen aber keine Rolle mehr und das programmieren wurde „einfacher“. Es standen ja genügend GHz, Megabytes und Terrabytes zur Verfügung. Ich nenne es verschwenderisches programmieren.

Dann bin ich aber mit bereichen in Berührung gekommen, wo Ressourcen an Grenzen gestoßen sind. Von den Kosten her oder von dem, was technisch möglich ist. Echtzeitprozesse in der industustrie wo du 2.000 Produkte pro Minute handeln müsstest erforderten wieder Ressourcenangepasste Programmierung.

Bei KI Sauen wir gerade verschwenderisch mit rechenpower herum. An jeder Ecke entsteht ein Rechenzentrum.

In einem LinkedIn-Post habe ich vor einiger Zeit den Hinweis aus DeepSeek (einem chinesischen KI LLM) gelesen, die bei der Entwicklung nur sehr eingeschränkte rechenpower zur Verfügung hatten. Die haben Ressourcenschonend programmieren und ihren Code so optimiert, dass sie gkeichdeutende Ergebnisse wie OpenAI mit chatgpt erzielt haben.

Wenn das schule macht und man die derzeitige KI durch codeoptimierung auf einem Bruchteil der Ressourcen laufen lassen kann, was Andi u. A. gerade mit seinem lokale KI probiert, dann werden all die schönen Rechenzentren die stillgelegten Kohlebergwerke der Zukunft.

(quantencomputing sollte man auch nicht vergessen).

Apple arbeite übrigens intensiv daran, den KI Code zu optimieren, um diesen lokal auf den IPhones ohne cloud laufen zu lassen. Sie verfolgen damit einen komplett anderen ansatz als die anderen Anbieter.

NIMBY

(N ot I n M y B ackY ard)

abgeleitete Bezeichnung für Menschen, die grundsätzlich nichts gegen alle möglichen Projekte haben, außer wenn diese sie unmittelbar selbst betreffen.

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Nein, denn das ist ein Problem der Physik, das heute noch genauso gültig ist , wie damals

Wenn es keinE Wärmesenken ( „kühlere Umgebungen“ ) gibt, zu denen Abwärme abgeführt werden kann , dann gibt es „Wärmestau“ und überhitzen Einrichtungen. Um Schäden an solchen Einrichtungen zu vermeiden, müssten sie dann abgeschaltet werden. Das gilt auch heute noch unverändert für alle technsischen Einrichtungen - auch Rechenzentren .

Die Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren entwickelt sich zunehmend von einzelnen Pilotprojekten zu einem festen Bestandteil moderner Energie- und Wärmeversorgungskonzepte.

Da ist aber weitestgehend nur als Marketing-Schmäh zu verstehen.
Als „fester Bestandteil“ von Wärmeversorgungskonzepten wären sie nur dann zu sehen, wenn die von Ihnen in Form von Abwörme gelieferten Wärmemengen auch im Falle der Abschaltung von Rechenzentren ( vielleicht irgendwann wegen Unrentabilität ? ) auch weiterhin am Standort vormaliger Rechenzentren erzeugt und in die Fernwärnmesysteme eingespeist werden würden. Doch wer sollte solche - noch dazu mit elektrischer Energie befeuertre Heizktraftfwerke am Standort dann vormaliger Rechenzentren jemals wirtschaftlich Betreiben und dazu auch die dafür eforderlichen Umbaurbeiten finanzieren können?
Genauso könnnte die Einspeisung der Abwärmen von Rechenzentren in Fernwärmenetze die Betriebssicherheit von Rechenzentren gefährden, wenn sie die gesamte anfallende Abwärme nur über die Einspeisung in ein Fernwärmenetz abführen könten und nicht in voller Höhe (ohne gleichzeitige Einspeisung in ein Fernwärmenetz) auch über eigenen Kühlsysteme ungenutzt in die Umgebung abführen könnten. Auch ein Fernwätmenetz , oder große industrielle Wärmeabnehmer köpnnten ausfallen oder/und die Abwärme im Fernwärmenetz keine Abnehmer finden.

Die Abwärme verlässt das Rechenzentrum mit einer relativ niedrigen Temperatur und wird durch große Wärmepumpen auf das für Fernwärme erforderliche Niveau angehoben. Die Anlage liefert rund 45 MW Heizleistung und versorgt mehr als 12.000 Haushalte mit Wärme.

Diese 45 MW Heizleistung benötigen dann für den Betrieb der Wärmepumpen - vermutlich nochmal ca. 15 MW elektrische Energie . Das Rechenzentrum hat also dann einen Gesamtbedarf an elektrischer Leistung von ca 60 MW - statt ca 45 MW ohne die Einspeisung der Abwärme . Elektrische Energie wid aber in Zukunft überall noch knapper - und teurer- werden, als sie das heute zumeist ohnehin schon ist.

Dieses Projekt zeigt, dass Rechenzentren künftig nicht nur Stromverbraucher, sondern gleichzeitig bedeutende Wärmeproduzenten sein können.

Es zeigt vor allem auch, dass Abschätzungen des zukünfthgen Bedarfes elektrischer Energie ständig zu noch höheren Werten korrigiert werden müssen, wir aber heute immer noch nicht wissen, ab wann (bzw. ob) wir unseren derzeitigen Bedarf an elektrischer Enegie nicht nur nominell zu bestimmten Zeiten, sondern tatsächlich kontinuierlich und zuverlässig an allen Tagen des Jahrses, nur mehr aus erneuerbaren Quellen (und ausreichend großen Speichern) ohne Importe decken werden können.

Betreiber erhalten wirtschaftliche Anreize für die Nutzung ihrer Abwärme. Ziel ist es, langfristig einen spürbaren Anteil des Wärmebedarfs der Stadt durch Rechenzentren abzudecken.

Die Kosten dieser Wärnenspeisung werden ja offenbar nicht von den Betreibern der Rechenzentren, sondern von den „öffentlichen Händen“ und letzendlich dann von den privaten Endabnehmern dieser Abwärme getragen werden müssen, die sich dann nicht einmal andere Wärmenetzbeteiber bzw andere Wärmenabieter- mit niedrigeren Preisen - aussuchen werden können.

Die PR-Abteilungen der Betreiber dieser Rechenzentren haben somit einen großen Erfolg gelandet :
Ihre Rechenzentren gelten damit ab sofort als „grüne Technologie“, müssen daher mit fast keinen Einsprüchen während der Genehmigungsverfahren bzw. ihre Errichtung recnen und können sich die für entsprchende Maßnahmen ( Einspeisung der Abwärme ) erforderlichen Zusatzkosten vermurlich vollständig von der jeweiliegen „öffentlichen Hand“ und in weiterer Folge von den Endbenutzern der Fernwärmenetze zahlen lassen, um dann als Tochterfirmen großer interationaler Konzerne - vermutlich - nahezu keine Steuern zahlen zu müssen.

Neben klassischen Fernwärmenetzen wird Rechenzentrumsabwärme auch für andere Zwecke genutzt:

Auch Wärmenergie hat - genauso, wie elektrische Energie- kein „Mascherl“ ihre Herkunft (in Fernwärmenetzen) kann nicht festgestellt und dahe auch nicht auf die Leistung von Rechenzentren zurückgeführt werden.

Die Vielfalt von Wörmeabnehmern hat mit irgendeinem Beitrag von Rechenzentren absolut nichts zu tun. Da ist viel mehr eine Leistung der Planer , Betreiber und Nutzer (Wärmeabnehmer) dieser Ferwärmenetze - und ihrer Bereitschaft, die Kosten dafür zu tragen.