21 Tage ohne Smartphone: "Es ist ein Wahnsinn, unter welchem Druck diese jungen Leute stehen"

Gibt es jemanden unter uns, der sich für das Thema: “Smartphone, Computer und Abhängigkeit” interessiert?

Als Basis einer Technikfolgeabschätzung höchst interessant

Liebe Grüße, Thomas

++++

Technikfolgen

21 Tage ohne Smartphone: „Es ist ein Wahnsinn, unter welchem Druck diese jungen Leute stehen“

In Gänserndorf wurde 2025 erprobt, wie längerer Handyentzug auf Jugendliche wirkt – mit erstaunlichen Ergebnissen. Bald startet der Versuch auch international

Georg Pichler

15. Februar 2026, 06:00

Wie soll ich drei Wochen ohne Handy auskommen wenn ich zB ofizielle Schreiben wie Rechnungen nur mit IDAustria empfangen/abrufen kann? Test ignoriert, daß manche Funktionen NUR noch mit Smartphone ausgeführt werden können.

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Wenn interessiert das nicht, der hier regelmäßig vorbeischaut und auch selbst Beiträge verfasst ?

Ich möchte dieses Thema jedenfalls weiter beobachten und gegebenenfalls auch kommentieren. ( Drei Wochen Handy-Entzug: Das Experiment )
Einen “Mitarbeit” in irgendwelchen Forschungsgruppen kann ich mir aber mangels eigenen einschlägigen Fachwissens ( bzw fehlender einschlägiger Ausbildung) nicht vorstellen.

Im vergangenen Frühjahr ließen sich 69 Schülerinnen und Schüler des Konrad-Lorenz-Gymnasiums in Gänserndorf auf ein Experiment ein. Sie wollten 21 Tage lang auf ihr Smartphone verzichten und beobachten, wie es ihnen dabei geht.

Den (österreichishen !! ) Inititatoren dieses nun offenbar auch über österreichische Grenzen hinaus auszuweitenden Feldversuches gebührt jedenfalls unsere Anerkennung und Unterstützung - wenn wir dazu etwas beitragen können.

Bald erfolgt der erste internationale Durchlauf. Bis 24. Februar können sich Interessenten noch über die Website des „Handyexperiments“ noch registrieren. Die Resonanz ist laut Gadenstätter-Hörtnagl groß. Schon 2000 Lehrkräfte aus Österreich, aber auch aus Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein und Südtirol haben sich angemeldet. Ende des Monats, kurz vor Beginn des Experiments, startet die erste wissenschaftliche Befragung. Ab 4. März werden dann die Smartphones weggelegt.

Aufruf an Schüler : Mitmachen !

hier geht’s zur Anmeldung zu diesem neuerlichen , erweiterten, Experiment :

Daran hab ich auch gedacht, als ich den Standard-Artikel las.

Es gibt eine Reihe von Websites, zu denen ich nur mit ID Austria Zugang habe, etwa für den Download von eRezepten (MeineSV), Befunde (ELGA), und andere mehr.
Solche interessieren Jugendliche vermutlich in der Regel (noch) nicht. Auch haben sie vielleicht noch keine ID Austria.
Ohne Smartphone kann ich auch Pakete auf dem Weg zu mir nicht dirigieren/umleiten und vieles mehr, könnte auch für Jugendliche gelegentlich interessant sein.

Das alles fällt für mich in die Kategorie BÜRO/Business.

Social Media ist etwas ganz anderes.

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Ich bin heute mit Ryan Air gefogen. Bordkarte NUR noch über Ryan Air App.

Mein Beileid. Musstest du für den Toilettenbesuch zahlen? :see_no_evil_monkey:

Wo ist der große Unterschied zu den „Qualitätsairlines“?

Ja, ich habe für das Gepäcksstück extra gezahlt. Mit 10kg Gepäck kam das Ticket auf €40,-- one way. Kaffee und Getränke an Bord günstiger als bei Austrian.

Hast eh recht. Alle anderen haben nachgezogen. Wobei die Ryanair Lotterie schon nochmal was spezielles ist. Oder haben sie die abgeschafft?

Ich ( als “Endverbraucher” ) akzeptiere keine rechtswirksamen (“offiziellen” ?) Schreiben per Mail.

Es gibt kein Gesetz, das mir vorschreibt, einen aktuellen - und auch stets funktionsfähigen - PC und/oder ein Smart-Phone besitzen, über einen Internet-Zugang und einen E-Mail Account verfügen zu müssen bzw. die verschiedenen Softwareprodukte bzw. WEB-Portale auch bedienen zu können, um am gesellschaftlichen/sozialen Leben teilnehmen zu können oder Erledigungen (z.B. Einkäufe) des täglichen Bedarfes durchführen zu können.

So, wie es auch keine “Vorschrift” gibt , einen PKW besitzen zu müssen oder auch nur eine Lenkerberechtigung zu haben.

Wir sollten uns auch ein Bespiel am Informationaustausch von Banken nehmen, die - soweit mir bekannt - keinesfalls Vertrags-( bzw. Konten-) bezogene Informationen über Mail oder SMS aussenden würden und die - vermutlich alle - auch Möglichkeiten außerhalb ihrer Home-Banking-Portale anbieten, um Bankdienstleistungen in Anspruch nehmen zu können.

@georgie

den Download von eRezepten (MeineSV), Befunde (ELGA),

Dafür ist keine ID-Austria erforderlich weil
eRezepte ( “Kassenrezepte” ) gar nicht ELGA “verlassen “ ( heruntergeladen werden) müssen, um sie in Apotheken (vor Ort) einlösen zu können. Möglicherweise ist das (der Download des E-Rezeptes ) aber bei Medikamentenbezug über Online- Apotheken erforderlich.
Befunde können bei meinen Fachärzten/Labors überall auch ganz ohne ID-Austria heruntergeladen werden. Dazu wird von diesen Fachärzten eine auf Papier ausgedruckte Einmal-ID für den Download des jeweiligen Befundes physisch dem Patienten mitgegeben - und es gibt überall auch die Möglichkeit, Befunde persönlich abzuholen - bzw. abholen zu lassen. Als Nachweis der Identität genügt bei Abholung dann die Vorlage der Sozialversicherungskarte mit der Sozialversicherungsnummer.

Das alles fällt für mich in die Kategorie BÜRO/Business.

Das hat für die Benutzer von Smart-Phones und die zunehmende Anzahl von Services /Dienstleistungen und Informationen, die nur mehr über Ihre Smart-Phones zur Verfügung stehen und oft nur mehr über diese Geräte von ihnen genutzt werden können, rein gar nichts mit ”Büro/Business” sondern
sehr viel mit Erschwernissen/Erleichterungen ihres täglichen Lebens und
ihrer Teilhabe am sozialen/gesellschaftlichen Leben zu tun.

@werneri

Ich bin heute mit Ryan Air gefogen. Bordkarte NUR noch über Ryan Air App.

Wenn Tickets auch für andere öffentliche Verkehrsmittel nur mehr über Smart-Phones ( bzw Web-Portale) gebucht werden könnten, würde dadurch in Zukunft nicht nur wegen der zunehmenden “Überalterung” der Bevolkerung ein immer größer werdender Teil der Bevölkerung von der Benutzung dieser Verkersmittel ( z.B. der Bahnen ) ausgeschlossen werden.
Eine “begrüßenswerte” Entwicklung ist das jedenfalls nicht.

Elektronisch zugestellte Dokumente sind einem Papierbrief rechtlich gleichgestellt, egal, ob es sich um eine - signierte - Email handelt oder eine Nachricht, die Dir in das Postfach einer App gelegt wird.

Das Finanzamt stellt Dir beispielsweise Bescheide nur noch per FINANZ ONLINE zu.

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Das Finanzamt stellt Dir beispielsweise Bescheide nur noch per FINANZ ONLINE zu.

Nein, denn das gilt nur für Unternehmen, nicht aber für Privatpersonen.

Ich habe meine Einkommensteuerbescheide immer in Papierform erhalten - und erhalte sie als Pensionist auch weiterhin - ausgedruckt auf Papier - mit der ganz normalen Briefpost.
Für den Empfang meines Einkommensteuerbescheides muss ich daher weder erst meinen PC starten, noch sicherstellen, dass mein PC bzw. mein Internetzugang zum Zeitpunkt des Empfanges überhaupt funktionsfähig ist und muss daher auch nicht jeden Tag mein Mail-Postfach abfragen, um nicht irgendwelche automatisch mit der Mailzustellung startenden Fristenläufe zu versäumen.
Ich verstehe auch nicht, wie das Einzelunterrnehmer schaffen, mit dieser Verpflichtung zur Annahme elektronisch zugestellter behördliche Schriftstücke umzugehen, wenn Schriftstücke ihre Rechtswirksamkeit (z.B. startender Fristenlauf ) bereits mit der Absendung des Verständigungsmails erhalten :

Grundsätzlich treten Rechtswirkungen der Zustellung am ersten Werktag nach der Versendung der E-Mail-Verständigung ein.

https://www.oesterreich.gv.at/de/hilfe/Abholen-eines-behördlichen-Schriftstücks-in-”Mein-Postkorb”-#beachten

Es dürfen also irgendwelche Störungen der Kommunikationswege oder Geräte zur “Abholung” behördlicher Schrifstücke gar nie auftreten. Und ein Einzelunternehmer muss jeden Werktag auch Zugang zu seinem Mail-Postfach haben und jederzeit in ausreichender gesundheitlicher Verfassung sein, um sein Mail-Postfach täglich abfragen zu können bzw. nie verreisen, ohne vorher abzuklären, dass er während seiner Reise überall Zugriff auf sein persönliches Postfach hat, um behördliche - aber auch andere - mit Rechtsfolgen verknüpfte - Schriftstücke wenigstens einsehen, und deren Inhalt zur Kennnis nehmen, zu können.

Warum liest du nicht, was ich geschrieben habe, aber antwortest trotzdem auf etwas, was ich nicht geschrieben habe?

Einlösbare eRezepte sind nicht in ELGA gespeichert, sondern in https://www.meinesv.at/ und sind von dort downloadable.

Wenn ICH - aus Gründen - nicht mit der eCard in eine Apotheke wanken kann/möchte und meine eCard auch niemand in die Hand drücken mag, um diesen Weg für mich zu erledigen, hat sich als beste Lösung herausgestellt:

  1. Download eRezept als PDF
  2. Senden des PDF an meine (oder eine andere) Apotheke, die können dann alles bestellen, was nicht lagernd ist und eventuelle Zubereitungen durchführen.
  3. eine x-beliebige Person ersuchen, die für mich vorbereiteten Waren abzuholen oder ich mache es ggf. selbst.

Vorteil: die Apotheke kann mittels eRezept-Daten auf alles zugreifen, wofür sonst die eCard nötig wäre.

In ELGA sind eRezept-Daten nur als Protokoll/Dokumentation gespeichert. Mittels eCard werden eRezpte natürlich nicht auf Basis ELGA in der Apotheke „abgewickelt“.

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Ja, es stimmt, dass etliche Fachärzte und Labors Befunde über einen Dienstleister, mit dem sie zusammenarbeiten, oder die eigene Webseite zum Download verfügbar machen. Das gilt aber noch nicht für alle.

Spitäler bieten i.a. kein spezielles Befund-Download an. Wenn sie „brav“ sind, speichern sie Befunde/Dokumente in ELGA, wo ich sie dann einsehen und ggf. auch herunterladen kann. Andere Gesundheitsdienstleister (Spital, Arzt, …), die ich durch Stecken meiner eCard vorübergehend (default = 90 Tage) zugriffsberechtigt habe, können ebenfalls auf „meine“ Dokumente in ELGA zugreifen.

Bei denen erhält man die Befunde persönlich sofort oder per Brief-Post in physicher Form ausgedruckt auf Papier.

Da hast Du allerdings recht - für diese Vorgangangsweise , den Download des eRezeptes wird die ID-Austria benötigt.

Warum liest du nicht, was ich geschrieben habe, aber antwortest trotzdem auf etwas, was ich nicht geschrieben habe?

Weil die Markierung als “Zitat” auch über meine Bemerkungen gerutscht ist - und ich mit der Markierung von Textstellen als Zitat in unsereren Plattformen schon immer die gleichen Probleme hatte, seitdem es diese Möglichkeit auf unseren Plattformen gibt : Beginn und Ende von aufeinaderfolgenden zitierten Textstellen lassen sich nicht einfach festlegen und unnötige Leerzeilen nicht ohne unbeabsichtigte Veränderung der Zitatmarkierung entfernen.

Allerdings, hat auch seine Vorteile, aber:

  • Für eine papierlose Ablage muss ich sie scannen, ein Arbeitsschritt mehr.
    Ich habe schon vor langer Zeit aufgehört, eine Papierablage zu führen, wo es sich sinnvoll vermeiden lässt - sie benötigt viel Platz und ist nicht „maschinell“ durchsuchbar.
  • Fürs Weitersenden an Ärzte per E-Mail eignet sich Papier auch nicht.
  • Paper only ist nur sehr bedingt zeitgemäß.
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