Drei Wochen Handy-Entzug: Das Experiment

69 Jugendliche wagen für diese Dok 1 das härteste Experiment ihres Lebens und verzichten drei Wochen lang auf ihr Handy.

ORF Dok 1
10.09.2025 , 20:15 Uhr ORF 1
13.09.2925, 16:05 Uhr (Wh) ORF 1

69 Jugendliche. 3 Wochen. 0 Smartphones. Was passiert, wenn man Jugendlichen das einzige nimmt, das immer da war und da ist - das Smartphone? Die Dok 1 wagt ein außergewöhnliches Experiment. 69 Jugendliche eines Oberstufen-Gymnasiums in Gänserndorf verzichten 3 Wochen lang auf ihr Handy. In der Schule – und in der Freizeit. Keine sozialen Medien, keine Nachrichten, kein Snapchat, kein TikTok, keine Kommunikation. Eine Generation, die nicht weiß, wie es ist, ohne Smartphone zu leben, wird in eine Zeit zurückgeworfen, die es mal gab.

Was passiert also, wenn man den Jugendlichen diese Geräte wegnimmt?

Bereits die ersten Tage zeigen Erschreckendes: viele der Jugendlichen berichten von Entzugserscheinungen. Von Kopfschmerzen, Unruhe, Nervosität, Aggressionen und Phantomklingeln.

Nach 4-5 Tagen sind die Entzugserscheinungen verschwunden. Die Jugendlichen entdecken die positiven Seiten des Handyverzichts.

Das Experiment wird wissenschaftlich begleitet, von einer der führenden Suchtkliniken Europas, dem Anton Proksch Institut und der Sigmund Freud PrivatUniversität in Wien. Untersucht wird, wie sich ein dreiwöchiger Handyverzicht auf Schlafqualität, Stress und Wohlbefinden auswirkt.

3 „Gefällt mir“

Drei Wochen ohne Smartphone, ohne Tablett, ohne Computer, ohne TV, ohne Radio, ohne Stereoanlage … können sehr wohltuend und befreiend sein. Das wird vermutlich nicht nur für mich oder Schüler:innen gelten, sondern für alle Menschen.

Die jungen Leute würden daraus eine Challange (eine Wette, einen Wettbewerb) machen: wer hält es durch, ohne zu schummeln.

Wer wĂĽrde sich von uns einer solchen Challange freiwillig stellen und anschlieĂźend hier seine Erfahrungen mit uns teilen?

1 „Gefällt mir“

Ich kann aus meinen bisherigen Erfahrungen an meinem Urlaubsort (Urlaub am Bauernhof) in Ă–sterreich berichten :
Vor einigen Jahren hat’s dort noch kein Fernsehgerät am Zimmer (nur ein einziges Ferbsehgerät im Frühstückszimmer) gegeben . Auch mobiles Internet ist dort erst seit einigen Jahren möglich. Um den ”heute üblichen” Mindestkomfort bieten zu können - und nicht in der Einstufung eine ”Blume” (alias “Stern” in der Hotellerie) zu verlieren, “mussten” mein Quartiergeber damals in jedem Zimmer ein Fernsehgerät mit Satellitenanschluß aufstellen und das Haus und seine Umgebung mit Breitband - WLAN versorgen lassen.
ich persönlich habe meine Aufenthalte ( bis zu 4 Wochen ununterbrochen ) dort erholsamer in Erinnereung, als es noch kein Fernsehgerät am Zimmer und keinen Internetzugang gab und sich alle Gäste vor dem einzigen Fernsehgerät versammeln mussten, um gemeinsam Nachrichten oder einen Film zu schauen. - anstatt allein im Zimmer vor dem Fernsehgerät zu sitzen.
Es ware damals dadurch auch mehr Zeit zm Schlafen oder um einfach nur den Wolken bei ihrem Treiben zuzuschauen.

3 „Gefällt mir“

Danke, Erich. Urlaub ist eine gute Zeit, es mal auszuprobieren,ohne Smartphone & Co. auszukommen.

1 „Gefällt mir“

Ich habe mir die Orf-Doku zur Gänze angesehen.
Schlafstörungen, Verstimmungen, usw. konnte ich nachvollziehen.
Aber die Hilfslosigkeit neue „Workarounds“ zu finden nicht.
Den den Weg nach Hause ohne Navi/TomTom zu nicht finden kannte ich vom
Hörensagen. In der Doku sah ich, dass dies keine Ausnahme sein muss.

Aber dann nahm ich mich bei der Nase.
Meine Smartphone-Screen-Zeit beträgt 15 Minuten täglich.
Lediglich der PC als Medium ist der Unterschied.

Aus täglich notwendigen 2 Stunden zur Erledigungen meiner Arbeit
werden, weil ich alles auf einmal und sofort wissen und machen will,
schnell 5-6 Stunden und ich danach frage ich mich:
Was habe ich den lieben ganzen Tag gemacht?
3 Überweisungen getätigt und 2 längere E-Mails geschrieben. → Wow.

Ich spüre diesen unbefriedigenden und unbedingt zu ändernden Zustand schon Jahre in mir.

Eine mehrwöchige Kur ist mir bewilligt, bin aber noch in der Warteschlange.
Hoffentlich komme ich bald zum Zuge.

1 „Gefällt mir“

Mir geht’s ganz ähnlich :
Ich verwende zwar kein Online- Banking, manchmal lässt sich aber nicht vermeiden Zahlungen Online durchzufühten. Das dauert dann wegen bei mir regelmäßig auftretender Probleme fast immer länger, als wenn ich (allerdings gilt das für mich nur innerhalb von Wien ) irgendwo in einem Geschäft oder an einem Schalter diese Zahlung persönlich in bar hätte leisten können und dazu auch noch einen Fußmarsch durch halb Wien absolvieren hätte müssen.
Und ein Mail - vor allem wenn’s mehr beinhaltet als nur eine Terminanfrage oder Glückwünsche zu einem Jubiläum oder Geburtstag - verschlingt sehr schnell gleich deutlich mehr als 1 Stunde.

Und ich dachte, dass nur ich so langsam und “umständlich” wäre.

Welche Therapien werden während dieses Kuraufenthaltes geboten ?
Sind dort trainierten Methoden zur erfolreichen Suche nach den Aus-Schaltern zeitfressender Geräte tatsächlich erfolgreich ?
Gibt es wirklich erfolgreichè Verfahren, die es erlauben, die eckige Form von Augen nach Intensiver “Bildschirmbestrahlung” wieder zu ihrer natürlichen - oval bis runden - Form rückzuführen ?

Ich machte eine Kur ähnlicher Art im Jahre 2009.
Damals gab es nur Feature-Phones (ich denke der passende Vulgo ist Tatstenfelefon)
Einen Laptop mit einer Internet-Einschubkarte (aussehend wie eine ORF-Sat-Module (Nicht die schmale Karte))hatte eh nur ich.
Nach 2 Wochen war ich den direkten körperlichen Folgen meiner Ausgebrannheit bar, aber noch landge nicht wiederhegelstellt (Habe ich nur mir nur gedacht).
Weil bei der Anforderung: „Setzen Sie sich ans Donauufer/in den Wald und lassen sie ihre Gedanken schweifen“
Ich hatte keine Chanche dies auch nur 15 Minuten durchzuhalten. (Wo ist mein Buch, mein Zeitungsartikel oder das Ă–1-Mittagsjournal.)
Bar jedes Auswegs, benötige noch eine zusätzliche Woche um eine einzelne ganze Stunde (und ich war stolz auf mich) durchstehen zu können,
1 „unproduktive“ Stunde ohne „schlechtes Gewissen/Schludgefühle“ auszuhalten.

Damals war ich noch aber noch spotrtlich.
Ich rĂĽcke diesen Donnertags zur Kur ein.
Ich nehmen an, es wird so ähnlich ablaufen, nur daß mehr für den Bewegungsapparat dabei sein wird.

Mein Ziel ist: In der Auszeit - ein flexibititätsermöglichenden Tages-/Wochenrythnus zu entwickeln
ohne ohne daĂź ich mich am Ende des Tages frage: Was habe ich den lieben ganzen Tag gemacht?