47% der Menschen in Österreich wollen angeblich ein anderes politisches System

Der Standard berichtet heute über eine Studie des Linzer Market-Instituts:

Die zentrale Fragestellung soll gelautet haben:

Es wird ja manchmal gefordert, dass das politische System in Österreich grundlegend geändert werden soll. Was meinen Sie, sollte das bestehende politische System in Österreich im Wesentlichen erhalten bleiben oder sollte es da eine grundlegende Änderung geben?

47% der befragten hätten geantwortet, dass sich das bestehende System grundlegend ändern müssen. Nur 53% wollen da derzeitige demokratische politische System ohne grundlegende Änderungen behalten.

Kann man daraus folgern, dann die Hälfe der Menschen der Demokratie den Rücken kehren wollen?

Ich denke nicht. Auch wenn man im Standardtext gleichzeitig erwähnt, 37% der Bürger:innen würden gerne die FPÖ wählen und 29% würden Herrn Kickl als Bundeskanzler wünschen.

Eine Veränderung des bestehenden politischen Systems könnte ja auch bedeutet, dass die Menschen die Demokratie fortschrittlicher, zeitgemäßer und besser zu gestalten. Damit wird die Demokratie ja nicht per se in Frage gestellt.

Leider kann ich die Studie im Original nicht im Internet finden.

Die Fragestellung, die vom Standard veröffentlicht wurde, wäre aus meiner Sicht stark verbesserungswürdig, um einen geringeren Interpretationsspielraum bei den Antworten zu haben. So hätte man zusätzlich die generelle Identifikation mit der Demokratie per se abfragen können.

Ich bin ganz bei Dir. Es wundert mich, dass es nur 47% sind.

Ich kenne kaum jemanden, der sagt: So wie es jetzt ist, ist es großartig.

Trotzdem ist das Ergebnis für mich erschreckend!
PS: Las diesen Artikel schon am Handy.

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Das ist der Grund warum wir uns auch mit dem Thema Demokratie beschäftigen. Wenn wir das nicht in den Griff bekommen und die Demokratie neu erfinden, dann landen wir wohl oder übel in einer Diktatur. Dort wollen aber wohl auch die wenigstens von uns hin.

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