Wie baut man Photovoltaik für einen Ort, an dem jährlich acht Meter Schnee fallen? Drei Tiroler ließen sich vom Lawinenschutz inspirieren
Zwölf Metallkreuze ragen aus dem Schnee, jedes etwa sechs Meter hoch, vier Flügel mit Solarpaneelen in alle Himmelsrichtungen. Von weitem wirken sie wie kahle Bäume. Die Einheimischen nennen sie bereits „Solarwald“.
Die Kreuzform, die drei Techniker daraufhin entwickelten, stammt aus ihrem ursprünglichen Fachgebiet: dem Lawinenschutz. Dort kennt man seit Jahrzehnten sogenannte Kolkkreuze – einfache Holzkonstruktionen, die Schneewechten auf Bergkämmen verhindern. Sie wirbeln den Wind so auf, dass sich keine Ablagerungen bilden.