Hätte man bei der Zerstückelung der PTA und Verkauf der Telekom die Infrastruktur (Leitungsnetz, Wählämter, etc.) in der Hand des Staates (Almende) belassen sollen.
Gilt genau so für Straßen, Plätze, Wege, Schienennetze, Wasserstraßen, Große Flüsse, Seen, Kraftwerke, große Wälder, Gebirge, usw.
Vor US Verhältnisse, wo einen in der Pamps droht dass Kugeln um die Ohren fliegen wenn man zufällig privates Farmland betritt, DAVOR graut es mir, aber gewaltig!
Genau dieser öffentliche Entsorgungseffekt entsteht, wenn ich für meinen Mistkübel eine erneute Erhöhung der Grundgebühr bekomme, mein Mistkübel verkleinert, die Entleerungstermine seltener werden oder ich für die Entsorgung meines Mistes am Mistplatz eine Entsorgungsgebühr zahlen muss.
Beispiel: ein Kollege hat die Hinterlassenschaften seines Schwiegervaters aufgearbeitet und dessen Hobbykeller aufgeräumt. Dabei sind einige Dosen an Altfarben und Altöl angefallen. Leider mehr als 3-4 Stück, was am Mistplatz als „haushaltsübliche“ Menge aufgefasst wurde. Das Zuständigkeitstamtam lasse ich jetzt mal weg. Alleine dieser Aufwand hätte schon dazu verführt, das Zeug irgendwo zu entsorgen. Die zusätzlichen Entsorgungsgebühren haben ihn dann wahrlich verzweifeln lassen.
Staatliche Infrastrukturen und Leistungen sollten aus steuern finanziert werden. Punkt. Der neokapitalistische Quatsch mit dem privatwirtschaftlichen Ansatz der „verursachergerechten“ Finanzierung widerspricht dem Solidargedanken des staatlich. Oftmals ist das ja auch nur der erste Schritt zu einer Privatisierung des dann lukrativen Geschäftsfeldes.
Da stimme ich Dir jedenfalls zu.
Die Einhebung von Gebühren und Beiträgen hat aber gar nichts mit irgendwelchen “privatwirtschaftlivcen Ansätzen” zu tun, weil solche Gebühren und Beiträge - zumeist - nur einen kleinen Teil der tatsächlich entstehenden Kosten abdecken können und
aus Gründen der Wertschätzung ( und Kostentransparenz ) dieser öffentlichen Leistungen - aber auch aus Gründen der Lenkbarkeit des Benutzerverhaltens - durchaus sinnvoll sind.
So ist vermutlich nur wenig bekannt , dass im Falle von Krankenhausaufenthalten für jeden Aufenthaltstag dem Krankenhausbetreiber ein Kostenbeitrag durch den Patienten zu entrichten ist, genauso ist vermutlich nicht bekannt, dass eines der angebelich so vielen Priviliegien von Beamten ( bzw. der Versicherten der Versichersunganstalt öffentlich Bediensteter - BVAEB ) darin besteht, für jede Kassemleistung einen Selbsbehalt entrichten zu dürfen - obohl auch unter diesen Versicherten nicht nur Patienten mit hohen Einkommen bzw. Pensionen zu finden sind .
Meiner Meinung nach unzulässige privatwirtschaftliche Konzepte - mit in Zukunft (und teilweise auch heute schon) in immer mehr Fällen unzumutbaren Gebühren/Entgelten für Netzkosten, sehe ich in der bereits erwarteten/angekündigten Steigerung dieser Netzkostenanteile an den individuellen Energierechnungen.
Das könnte letztlich dazu führen , dass eine Mindestpensionistin als einzige verbliebene Gasverbraucherin ( nachdem der Enerievebrauch aller anderen bisherigen Gasverbraucher bereits auf elektrische Energie umgestellt werden konnte ) am Ende ener langen Gasleitung für die gesamten (?) Kosten des Betriebes und der Erhaltung dieser Leitung nahezu alleine aufkommen müsste.
Genauso ist die erwartete Steigerung der Netzkostenanteile für den Bezug von elektrischer Energie aus den öffentlichen Netzen für die meisten Endverbraucher unzumutbar, weil diese dann im Falle obiger Mindestpensionistin ( bzw bei ähnlich niedrigem Energieverbrauch ) zu Gesamtkosten von deutlich über 1€ je Kilowattstunde, bzw. bei sinkenden Verbrauch in obigem Haushalt zu noch rascher steigenden Preisen je kWh führen wird, während gleichzeitig in der Öffentlichkeit heiße Diskussionen um die genaue Höhe der in Zukunft an Schnelladestationen in der Größenordnung zwischen 10 und 15 Cent zu erwartenden Preise je kWh geführt werden, aber die heute schon mehr als 1 Euro/kWh für Einpersonenhaushalte mit geringem Verbrauch nichteinmal zu öffentlichem “Achselzucken” führen.
widerspricht dem Solidargedanken
Was Soldaritöt bedeutet, ist offenbar nur mehr sehr wenigen Personen bekannt, daher ist auch die Entdeckung solcher Widersprüche gar nicht mehr möglich - und vielleicht sagar auch gar nicht mehr erwünscht.
Mit dem Pensionskonto , das ja lediglich die bisher erworbenen Ansprüche auf eine bestimmte Pensionshöhe , nicht aber ein bisher angespartes “Pensionskapital” , das irgendwann auch zur Auszahlung kommen wird, darstellt, dürfte dieses fehlende Wissen rund um den Begriff “Solidarität” nicht unbedingt weniger geworden sein.
4future.digital ist auch ein solcher Diensteanbieter. Es gibt eine ganze Reihe solcher Diensteanbieter, das Problem ist eher der einheitliche Zugang dieser Dienstanbieter zum darunter liegenden Netzwerk. Das ist nämlich noch immer größtenteils das Netzwerk der A1 oder von Kabelbetreibern, die den anderen Anbietern das Leben eher schwer als leicht machen.
Dieser Zugang für Alternative Anbieter wird immer über einen großen “alteingesessenen“ Netzbetreiber erfolgen (müssen), weil nur dieser - aus historischen Gründen - über ein entsprechend großes flächendeckendes reales (physisches) Netzwerk samt den erforderlichen Vermittlungs- bzw. Schaltstellen und den Zugängen zu internationalen Netzen und den erforderlichen Verträgen mit internationalen Partnern verfügt.
Wenn A1 “das Leben” allen alternativen Diensteanbietern gleichermaßen “schlecht“ macht, dann wäre das wenigstens “halbwegs gerecht” - weil keiner der alternativen Diensteanbieter gegenüber den anderen bevorzugt behandelt werden würde.
Das Hauptproblem der Abhängigkeit von A1 - oder von einem anderen großen in Österreich tätigen Netzbetreiber - ist viel mehr der Umstand, dass die Republik Österreich auf deren Geschäftsgebarung - und insbesonders auch die Netz-Ausbaupläne für aktuelle Technologien - aber auch die Tarifgestaltung - nur sehr wenig Einfluss hat, weil sie nur mehr Minderheitseigentümer (im Fall der A1 ) ist, oder vielleicht sogar über gar keine Eigentumsanteile - und damit Mitbestimmungsrechte- im Falle anderer großer Netzbetreiber verfügt.
Im Extremfall könnte somit die A1 - oder aber auch jeder andere in Österreich tätige Netzbetreiber - an einen international tätigen Kommunikationskonzern verkauft werden der vollständig unter Kontrollel eines uns (oder der EU) gegenüber nicht freundlich gesinnten Staates (oder Machthabers) stehen könnte, der uns dann durch angedrohte betriebliche Netz-Störungen oder - Unterbrechungen politisch ganz leicht erpressen, und damit unsere staatliche Souveränität gefährden, könnte.
Solche Gefahren (durch Ausverkauf systemkritischer Infrastruktur) gar nicht erst entstehen zu lassen, ist meiner Meinung nach mindestens ein genauso wichtiger Aspekt der “Umfassenden Landesverteidigung”, wie die Herstellung bzw. Aufrechterhaltung glaubwürdiger und wirksamer militärischer Abwehrbereitschaft.
Die Stärkung militärischer Abwehrbereitschaft wird allerorten diskutiert und es wurden bereits auch Budgetmittel dafür bereitgestellt, dass wir aber gar nicht mehr Im Besitz unserer “eigenen” Kommunikations-Infrastruktur sind , und diese daher im Extremfall - ganz ohne Detonation von Bomben - als Waffe gegen die Republik Österreich eingesetzt werden könnte, scheint noch niemand (hoffentlich irre ich mich hier !) bemerkt zu haben.
Und dann beklagst Du dich, dass die derzeitige A1 A1ternativen Anbietern “das Leben schwer macht” ?
Was glaubst Du wohl, wie eine A1 “unter feindlicher Kontrolle” dann wohl alternative Anbieter in Österreich behandeln würde ?
Was ich meine:
- Infrastruktur MUSS öffentlich sein. Es macht keinen Sinn private Netze zu haben.
Warum: Weil ein Netz ein natürliches Monopol ist. Es mach keinen Sinn Kanalnetze parallel zu bauen, es macht keinen sinn Stromnetze parallel zu bauen, keine Eisenbahnetze. Überall hat man das Netz Monopolisiert - nur bei der Telekom nicht. - Services auf den Netzen können privat sein
Man hätte damals die Telekom Austria in einen Netzteil und in einen Service Teil spalten müssen. Den Service Teil hätten sie an die Telekom Mexiko verkaufen können, aber den Netzteil hätten sie behalten müssen.
Der Netzteil hätte für alle geöffnet werden müssen - zu exakt gleichen Konditionen. Dann wäre freier Markt für die Services entstanden. So ist es nur ein Feigenblatt.