Bedenkenträgertum zu "wie könnte es doch gehen"!

Warum Bedenkenträgertum verständlich ist

aber uns nicht weiterbringt

Wir Menschen haben unterschiedliche Persönlichkeiten. Modelle wie der Myers-Briggs-Type-Indicator (MBTI) helfen, diese Unterschiede besser zu verstehen – und damit umzugehen.

In unserem Verein gibt es einige sogenannte Bedenkenträger. Nach dem MBTI sind das meist introvertierte, sensorisch-denkende, strukturierte Typen – also ISTJ oder ISTP.

Diese Menschen sind wertvoll. Sie achten auf Fakten, prüfen Details, denken analytisch, bevor sie handeln.

Sie suchen Sicherheit und Verlässlichkeit statt Überraschung. Sie kalkulieren daher mit großen Sicherheitspuffern. Alles muss 1000% sicher sein. Gerade in technischen Berufen – als Ingenieure, Administratoren oder Qualitätsmanager – sind das Stärken, die Stabilität sichern und Fehler verhindern.

Doch im Kontext eines Forums, das Zukunft, Innovation und Zusammenarbeit gestalten will, kann diese Haltung schnell zur Bremse werden.

Dann geht es nicht mehr darum, wie etwas möglich wird, sondern darum, warum es nicht geht. Andere empfinden das dann als Weltutntergangs-Prophetentum.

Was dann passiert

  • Visionäre (meist EN-Typen) wollen Neues ausprobieren.

  • Bedenkenträger (IS-Typen) wollen erst Beweise sehen.

Beide reden aneinander vorbei:
Die Visionären fühlen sich gebremst, die Realisten überfahren.

Das Ergebnis: Die Diskussion stagniert. Die positiv denkenden verstummen.

Statt gemeinsam zu gestalten, drehen wir uns im Kreis – mit immer neuen Gründen, warum etwas nicht funktionieren kann.. Ich weiß alles, und sage Euch warum es nicht geht kann bei anderen leicht zu: Ihr seid alle dumm werden. Andere Menschen ziehen sich dann zurück. Sie investieren ihre Energie lieber anderswo, wo mehr positive Energie herrscht.

Warum das nicht weiterhilft

In komplexen Themen wie Energie, KI, Gesellschaft oder Transformation gibt es nie absolute Sicherheit.

Wenn wir warten, bis alles bewiesen und risikofrei ist, und alle Herausforderungen gelöst sind, passiert – nichts.

Bedenkenträger bewahren uns vor Fehlern,
aber sie verhindern auch Fortschritt, wenn sie nicht lernen, mit Unsicherheit umzugehen.

Innovation bedeutet, Hypothesen zu testen, Risiken einzugehen – und aus Fehlern zu lernen.

Was wir stattdessen brauchen

Alle Typen sind wertvoll – aber wir brauchen Balance:

Denken Beitrag Risiko
Bedenkenträger sieht Risiken blockiert Neues
Visionär sieht Chancen ignoriert Risiken
Möglichmacher gleicht beides aus gestaltet konkret

Ziel ist also nicht, Bedenkenträger stumm zu machen,
sondern sie zu ermutigen, ihre Energie in Lösungen zu lenken.

Eine Haltung, die hilft

  • Fragen statt blockieren:

    „Was müsste passieren, damit es funktioniert?“

  • Vertrauen statt Kontrolle:

    „Wir können klein starten und lernen.“

  • Gemeinsame Verantwortung:

    „Lasst uns testen – und sehen, was wir daraus lernen.“

Oder kurz gesagt:
:cross_mark: „Warum geht das nicht?“
:white_check_mark: „Was können wir tun, damit es geht?“

Wenn Du Dir nicht vorstellen kannst, warum etwas funktionieren könnte,
dann such das Gespräch mit Visionären oder Möglichmachern.
Vielleicht entdecken wir gemeinsam, wie es doch funktionieren kann.

Wir werden Technologie nicht aufhalten können – und wollen es auch gar nicht. Schließlich wurde unser Club gegründet, weil wir Technologie cool fanden.

Wir wollen andere inspirieren was mit Technologie alles möglich ist, nicht in die Steinzeit zurück, weil dort alles besser war (war es nicht).

aber wir können entscheiden, wie wir Technologie nutzen.
Damit sie uns stärkt – und nicht lähmt.
Damit sie der Gesellschaft dient.

Danke für Eure Unterstützung.
Werner

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5 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: Der Faustsche Geist

Es wäre schade, wenn dieses ausführlichen Plädoyer von Werner gänzlich ohne Folgen bleiben würde. Ich würde es befürworten, zumindest eine konkrete Maßnahme für das Forum hier festzulegen. Möchte jemand etwas vorschlagen?

Und eine persönliche Bitte: Keine Gegenfragen posten! (Der Nachweis der Phantasielosigkleit gelingt auch durch das bloße Weglassen von Leermeldungen.)

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Ein Beitrag wurde in ein neues Thema verschoben: Der Faustsche Geist

Eine Haltung wie beim Flug zum Mond

Wir brauchen wieder diese Haltung wie damals,
als Kennedy sagte:
„We choose to go to the moon – not because it is easy, but because it is hard.“

Nicht: „Die Schwerkraft ist gegen uns.“
Sondern: „Lasst uns herausfinden, wie wir sie überwinden.“

Genau darum geht es:
Nicht Bedenken pflegen, sondern Möglichkeiten schaffen.
Nicht warten, bis alles sicher ist, sondern den ersten Schritt wagen.

Wir sind hier, um zu gestalten, nicht um zu klagen.
Um Lösungen zu finden, nicht um Gründe zu suchen, warum etwas nicht geht.
Das ist der Geist, der uns weiterbringt –
und der Zukunft möglich macht.

Wir bauen gerade eine europäische Alternative zu Office 365
nicht, weil es leicht ist,
sondern weil es jemand tun muss.

Wir haben zu schwache Stromnetze?
Dann lasst uns buddeln, Tag für Tag.

Wir haben zu wenig erneuerbare Energie?
Dann lasst uns auf jedes Dach Solarpaneele schrauben.

Wir haben zu wenig Speicherkapazitäten?
Dann lasst uns den Salzspeicher testen – vielleicht taugt er ja doch etwas.

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Bitte sags doch den Erz-Konservativen Regierungen, die lieber “riding a dead horse“ - Verbrennermotore, Gaskraftwerke, Gasheizungen, Verbrenner-Aus abschaffen, usw.

Könnte ich den Sommerüberschuss der auf mein Dach einstrahlt bis in den Winter aufheben, mein Haus wäre autark!

Bitte lasst alle geeigneten Dächer mit PV versehen, Parkplätze über mit PV überdachen. Zig facher Überschuss? Man darf nicht von Höchstleistung ausgehen, sondern muss an Sonnen ärmere Zeiten denken!
In China wird PV massiv ausgebaut, warum nicht auch bei uns?

PS: Ich sehe PV als Gesamtkonzept inkl. Speichrung.

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  1. Intensive Forschung und Nutzen neuer Energien u.a. Zukunftstechnologien würde auch die Wirtschaft ankurbeln!
  2. Ich sehe in der derzeitigen Parteienlandschaft keine die alle Punkte erfüllt und dabei nicht soziale und ökologische Auswirkungen aus den Augen verliert!

Jeder von uns hat es in der Hand, selbst zu handeln und im Rahmen seiner Möglichkeiten die Welt zu verändern. Da geht viel mehr, als viele sich träumen lassen. Für viele Dinge braucht es keinen Staat, keine Regierung, keine Förderung und keine Legitimation.

Man muss nur bereit sein, zu tun. Man muss nur bereit sein, auch mal alleine da zu stehen und ausgelacht zu werden. Man muss nur bereit ein, auch mal den Regen zu ertragen.

just fucking do it.

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Was ist, wenn da Parteien sind, und keinen interessiert es.
Was wenn da eine Regierung ist und keinen interessiert es.

Wir machen uns einfach unsere Zukunft wie sie uns gefällt (Pipi Langstrumpf)

Ich empfinde alle Beiträge, insbesondere diejenigen, in denen zur Achtsamkeit aufgerufen wird und die Dinge auch noch ausführlich begründet werden, sehr wertvoll. Ich kann von ihnen viel lernen.

Ich würde es daher begrüßen, mehr davon zu lesen.

Ich stimme aber auch zu, dass weniger pauschalisiert werden sollte und immer eine Abwägung über die Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Konsequenzen gemacht werden.

Ja, Technologie kann gefährlich sein, insbesondere, wenn sie noch nicht ausgereift ist oder in unkundige Hände gerät. Aber Technologien können auch großartige Chancen bieten. Unser heutiges Leben in Wohlstand wäre ohne Technologie nicht möglich.

Daher stimmt weder ein pauschales Dafür, noch ein pauschales Dagegen.

Gegen Bedenken und Zögern, Risiko-Elimination und Haftungsausschluss, die in Österreich kunstvoll und ausdauernd zelebriert werden, anzudiskutieren ist manchmal etwas mühsam.

Aber in einer freien, demokratischen Gesellschaft darf jeder seine Ansicht äußern und jeder darf etwas darauf erwidern. Im gemeinsamen Diskurs kann man gemeinsam voneinander lernen und gemeinsam voran gehen.

Eine „Massnahme“ im Forum wäre daher für mich, weiterhin miteinander das Gespräch zu suchen, sich zuzuhören, respektvoll den Standpunkt des Gegenübers zu erkunden und seine Beweggründe zu verstehen. Denn diese haben auch eine Berechtigung.

Jemanden zu verstehen bedeutet ja nicht, mit dessen Ansichten einverstanden sein. Aber es hilft ungemein, insbesondere in der Pflege der Beziehung und Gesprächskultur.

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Es gibt ein Update in den FAQ des Forums zu Grundprinzipien und Haltung des Vereins (Punkt 2), das zu diesem Thema passt: FAQ - 4future Community.

Ich halte das persönlich für eine gute Maßnahme. Sensationell finde ich darin dieses Statement:
”Wir heißen 4future – nicht 4yesterday.”

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