Wer würde es bemerken, wenn Du stirbst? Wie viele Menschen leben alleine, Student:innen, Singles, Sennior:innen, wo das kaum jemanden auffallen würde?
In China soll es 200 Millionen Einpersonenhaushalte geben. In der EU sollen es schätzungsweise 75 Millionen Einpersonenhaushalte geben.
In China wurde eine App entwickelt, die wie der Totmannschalter einer Lokomotive funktionieren soll: wird innerhalb von einem Tag der Knopf nicht gedrückt, werden Notfallkontakte informiert.
Die App sollen den Charts gerade ganz weit oben sein.
Was drückt das über unsere Gesellschaft, Nachbarschaften und Freundeskreise aus?
Ich mache sowas über die WhatsApp Statusmeldungen. Ich poste lustige Dinge und schau mir dann an, wer sie tagtäglich liest. Und wenn ich merke, dass ein lieber Mensch schon länger nicht mehr reingeschaut hat, würde ich auf die „zuletzt aktiv“ Zeit schauen und versuchen, ihn zu kontaktieren.
Was allerdings machen einsame alte Leute bei denen niemand aktiv nachschaut ob es noch leben oder nicht? Gibt es auch in Österreich und vor allem in den Ballungsgebieten. Diese Minorität sind aber nicht allgemein bekannt und dadurch nicht in Gedanken der Menschen verhaftet. Für die ist dann dieser “Totmannschalter” klar von Vorteil.
Derzeit gibt es bei uns nur, meist für sehr alten oder gebrechlichen Menschen genutzt, die Sache mit dem roten Knopf vom Handgelenk, welcher extra angeschafft werden muss und nur bei aktive Bedienung Hilfe schickt. Für alle anderen, welche nicht gebrechlich sind und doch allein leben wäre wäre vielleicht ein entsprechendes Service von Vorteil und böte für die Foundation eine Möglichkeit ihr Portfolio zu erweitern.
Sobald sich ein angemeldeter Benutzer eben nicht zu einer bestimmten Zeit für meldet geht automatisch eine E-Mail an einen Notruf Dienst hinaus. Mit diesem Service haben wir garantiert die Möglichkeit in Fernsehen und Rundfunk vorgestellt und beworben zu werden. Dadurch steigt unser Bekanntheitsgrad wodurch wir in weiterer Folge Mitglieder und Fördermitglieder gewinnen können.
Man kann dafür auch eine SmartWatch nutzen. Es gibt sogar spezielle für Senior:innen, die sowohl feststellen, ob jemand gestürzt ist, als auch, ob der Puls aus dem Ruder läuft. Sind sogar gar nicht so teuer.
Problematisch ist aber der Fall, wo man wirklich niemanden mehr hat, den man benachrichtigen kann. Aus meiner eigenen Zeit beim Zivildienst weiss ich, dass das erschreckend viele Menschen sind, die einsam in ihren Wohnungen leben und weder Angehörige noch Freunde haben. Die findet man erst dann, wenn es im Treppenhaus zu stinken beginnt.
Dienstleistungen vom Roten Kreuz, Johanniter, Malteser, Diakonie
Dienstleistungen von Unternehmen, die entsprechende Notfall-Service anbieten
Bei einigen Geräten kann man eine Sprachnachricht aufzeichnen und diese wird im Aktivierungsfall automatisch an vorgegebene Telefonnumern geschickt. Darunter könnten auch die Rettung oder die Polizei sein.
Die Apple Watch ist derzeit die einzige auf dem Markt, die automatisch einen 112 Call absenden kann.
Ich wollte aber eher durch die Blume auf das soziale Problem der Einsamkeit hinweisen. Wir versuchen hier erneut ein Problem mit Technologie zu lösen, anstatt etwas zu tun, um die Hyper-Isolation in unserer Nachbarschaft zu überwinden: einfach mal bei den Nachbarn anklingeln und sich bekannt machen und regelmäßig treffen.
Wie ich bereits beschrieben habe, könnten wir ebenfalls so einen Dienst bei CCC.work einrichten, dann kommt ein bisserl Geld in die Kasse und - was viel wichtiger ist - wir können dadurch den Status von Gemeinnützig bekommen, wodurch wir wahrscheinlich Förderungen lukrieren können.
Das ganze zieht sich natürlich über einen längeren Zeitraum und bis es soweit ist hat hat unser Staat keine Sparmaßnahmen mehr notwendig.