Die âEisenbnahnâ ist 200 Jahre alt und es gibt sie immer noch - obwohl sie in vielen LĂ€ndern viele Jahrzehnte lang strĂ€flich vernachlĂ€ssigt wurde.
Mit ihr wurde ElektromobilitĂ€t bereits vor ca. 150 Jahren buchstĂ€blich auf Schiene gebracht (Geschichte des elektrischen Antriebs von Schienenfahrzeugen â Wikipedia ) und bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts fast der gesamte GĂŒterverkehr an Land (abseits von Wasserwegen) abgewickelt.
Wider erwarten fĂŒhrte die Privatisierung nicht dazu dass die Eisenbahn bessere QualitĂ€t bot und pĂŒnktlicher wurde. Die privaten EigentĂŒmer investierte nichts, und die Eisenbahn Infrastruktur zerfiel. Sie zĂ€hlte zu einer der schlechtesten Europas.
In USA gabs ein gutes aber privates Eisenbahnnetz, die US Automobilfirmen Besitzer kauften die Eisenbahngesellschaften auf und legten die Linien still um die Konkurrenz des Autos los zu werden. Das rÀcht sich heute!
Ich komme gerade von einem Kurztrip in Kopenhagen. MustergĂŒltig, wie diese Stadt das Thema Massenverkehrsmittel umsetzt:
Das Rod steht als Verkehrsmittel im Mittelpunkt Es gibt richtige RadstraĂen, dort wo das nicht geht sind Radspuren und Autospuren gleichrangig ausgefĂŒhrt
Die U-Bahn (vollstÀndig automatisiert) funktioniert mit 2-3 Minuten Intervallen
Leider sind aber solche Verkehrsmittel ( StraĂenbahnenn/Ubahnen, Radverkehr und auch FuĂgĂ€ngerverkehr) - zumindest bei uns in Ăsterreich - beschrĂ€nkt auf dichtverbaute, zumeist stĂ€dtische Ballungsgebietet und selbst dort oft gar nicht vorhanden und nur manchmal auch bequem und sicher ( z.B. auch fĂŒr Radfahrer und FuĂgĂ€nger ) benutzbar.
Modernen StĂ€dte (bzw. Stadtviertel) wurden - und werden - aber nicht fĂŒr Menschen, sondern zur âhöheren Ehreâ von Architekten und Politikern und zum Nutzen von Immobilieninvestoren gebaut.
Das fĂŒhrt dann zur Flucht vor so viel âEhreâ und âEffizienzâ ins Wochendhaus oder den Zweitwohnsitz in âgrĂŒner Ruhelageâ.
Wenn tatsĂ€chlich die StĂ€dte so viel âattraktiverâ, als âdas Landâ, wĂ€ren, dann dĂŒrfte es eigentlich jeden Morgen , jeden Abend und an den Wochenden keine PKW-Staus aus der bzw. in die Stadt geben. Subjektiv gesehen, werden diese Staus aber immer lĂ€nger.