Ich kann Werners Eindrücke nur bestätigen. Sowohl aus meiner eigenen Perspektive als auch aus dem, was mir von Dritten zugetragen wird.
Im Forum vermissen wir die konstruktive Diskussion über die gemeinsame Gestaltung. Diskussionen, die zunächst von den Chancen und den Möglichkeiten ihrer Umsetzung ausgehen und in denen man sich eventuell sogar selbst aktiv einbringen kann.
Stattdessen nehme ich fast ausschließlich Mahnungen, Warnungen, Ängste und Kritik wahr. Von „das ist alles unmöglich“ bis zu „wir werden alle sterben“.
Ich kann die Motivation unser permanten Kritiker Erich, Friedrich oder Thomas verstehen, die uns mit ihren Hinweisen vor Schaden bewahren und eigentlich helfen wollen. Die Kritikpunkte haben ja durchaus auch etwas für sich.
ABER 1!
Bedenken wir doch einmal die Eintrittswahrscheinlichkeiten.
Ja, ein Tornado könnte eine Solarplantage stark beschädigen. Aber wie wahrscheinlich wäre es, dass dieses Ereignis bei einer Solarplantage, beispielsweise im Burgenland, auftreten würde? Und wie wahrscheinlich wäre es, dass diese Anlagen nie wieder repariert werden könnten?
Durch die Art und Absolutheit der pauschalisierenden Äußerungen entsteht der Eindruck, man könne die Idee einer Solarplantage gleich verwerfen, da diese garantiert nächsten Mittwoch von einem Tornado zerstört und nie wieder aufgebaut wird.
Also, wie wahrscheinlich ist es überhaupt, dass das Ereignis, vor dem gewarnt wird, eintreten könnte?
Die Kirche bitte mal im Dorf lassen.
ABER 2!
Junge Technologien sind fehleranfällig. Und Menschen sind lernfähig. Auch wenn ein Hinweis auf eine unzureichende Technologie berechtigt ist, heißt das doch nicht, dass wir das Zeug nicht iterativ in den Griff kriegen könnten. Matha Benz ist auf ihrer ersten Fahrt mit dem Motorwagen 16-mal liegen geblieben. Ein Freund hat mir berichtet, dass sein Vater in seiner Jugend stolz davon erzählt hat, dass er einmal mit einem kleinen platten Reifen nach Graz gefahren ist. Heute legen wir 1000 Kilometer zurück und machen uns darüber keine Gedanken mehr.
Wir dürfen beim ersten Hindernis einfach nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Aufstehen und weitermachen! Am Ball bleiben! Besser werden!
Das ist Ingenieurskunst: stetige, iterative Verbesserung.
ABER 3!
Es kommt auf die Menge der „kritischen” Äußerungen an.
Erich und Friedrich müssen ihre Kritik an der KI nicht mehr wiederholen. Die sind bekannt. Sie wurden gehört. Genauso wie Werners und meine Ansicht dazu bekannt sind. Also schreibe ich sie hier nicht mehr. Nicht nur, weil ich es mittlerweile müßig finde, mich hier im Forum immer wieder im Kreis zu drehen. Sondern auch, weil ich so mehr Raum für andere und konstruktivere Themen lassen möchte, die andere beisteuern könnten.
Für das, was möglich wäre. Für Wege, wie die aufgezeigten Probleme gelöst werden können.
Wenn wir wenigstens ein Gleichmaß von Pro- und Contra-Beiträgen hätten, wäre das ja schon super. Meine Wahrnehmung – und auch die derjenigen, die sich vom Forum abgewendet haben – ist, dass mindestens 80 % der Beiträge Mahnungen, Kritik oder Cons sind. Das macht keinen Spaß. Das spricht niemanden an, der die Zukunft positiv gestalten möchte.
Meine Kinder mögen auch keine alten Leute, die sie ständig ermahnen, ihnen ihre Träume und jegliche Hoffnung nehmen und ständig herummeckern.
Also bitte mehr Pro und weniger Con.
Mehr von den Träumen teilen und von der gemeinsamen Suche, wie wir diese Träume wahr machen könnten.