Viele Kinder kommen in den Genuss einer Kieferorthopädischen Behandlung. Diese sind bisher mit vielen Arztbesuchen verbunden, oftmals nur zur Kontrolle des Behandlungsfortschrittes.
Wenn - wie in meinem Fall - diese Arztbesuche jedesmal mit 4 Stunden Gesamtwegzeit verbunden sind, ist man froh, wenn es eine „Abkürzung“ gibt.
Innovative Kieferorthopäden nutzen nun ein Gerät, mit dem man daheim mit seinem Smartphone den Zustand seines Gebisses aufnehmen und der Arztpraxis digital zukommen lassen kann. Dieser Prozess kann zusätzlich mit einem Videocall mit der behandelnden Ärztin verbunden werden.
Coole Sache. Mehr davon.
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Das Hauptproblem bleibt aber, dass sich diese Handy-Bilder dann jedenfalls ein Arzt anschauen muss, der dann vieleicht auch einige Fragen an den Patienten hat.
Für den Aufwand des Arztes ändert sich daher nicht viel und das Problem der zu wenigen Fachärzte bzw. der zu geringen Kassenhonorare bleibt weiter ungelöst.
In Zusammenhang mit der Sperre von zu wenig ausgelasteten - und daher mit zu wenig Expertise ausgestatteten - regionale Krankenhausabteilungen, wurde meiner Meinung ja bereits gezeigt , dass regional nicht ausreichend vorhandene medizinische Expertise (bzw. Ärzte) nicht durch Methoden der Telemedizin ersetzt werden können.
Reduzierbare Arztbesuche (durch vielleicht dann nicht mehr notwendige Reisebewegungen der Patienten zu eher zentral gelegenen Ordinationen von Fachärzten) reduzieren aber nicht die medizinische Notwendigkeit (und Häufigkeit) der Konsultation von Ärzten.
Diabetiker sind bestimmt auch dankbar, dass sie mit Blutzuckersensor und Sartphone selbst messen können und nicht jedes Mal zum Arzt müssen.
Allerdings benötigen auch die regelmäßig einen Arzt, um die richtigen Schlußfolgerungen aus den erhaltenen Messwerten zu ziehen und erforderliche Behandlungsmaßnahmen setzen bzw. anpassen zu können.