Die Luftfahrt trägt derzeit rund fünf Prozent zur globalen Klimaerwärmung bei. Das klingt wenig – liegt aber vor allem daran, dass nur ein kleiner Anteil der Weltbevölkerung regelmäßig ins Flugzeug steigt. Auf den Kilometer gesehen gibt es kaum ein klimaschädlicheres Transportmittel.
Je nach Route stoßen Flugzeuge zwischen 32 und 890 Gramm CO₂ pro Personenkilometer aus.
Airlines müssten nur noch die sparsamsten Flugzeugmodelle einsetzen, auf Business- und First-Class-Sitze verzichten und ihre Maschinen zu 95 Prozent auslasten.
Nach Berechnungen der Luftfahrtorganisation IATA bedeutet ein Business-Class-Sitz vier- bis fünfmal so viel Treibstoffverbrauch wie ein Economy-Sitz, weil er mehr Platz beansprucht.
Auch Felix Creutzig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sieht Einsparungen in Höhe von zehn Prozent kurzfristig machbar. „Zentral ist eine stärkere Bepreisung des internationalen Flugverkehrs, etwa durch die höhere direkte Bepreisung der CO2-Emissionen und anderer Treibhausgasemissionen“, sagt er. Eine differenzierte Bepreisung der Landegebühren an Flughäfen, je nach Auslastung und Effizienz der Flugzeuge, würde direkt höhere Effizienz im Flugverkehr bedingen.
..eine vollständige Dekarbonisierung sei nur durch den Einsatz nachhaltiger Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien möglich. Solche nachhaltigen Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuels, SAF) stehen derzeit jedoch nur in sehr begrenztem Umfang zur Verfügung: 2024 wurden weltweit rund eine Million Tonnen SAF produziert. Das entspricht gerade einmal 0,3 Prozent des globalen Kerosinverbrauchs.
Ich verstehe die ganze Argumentation bezüglich „nachhaltiger Treibstoffe“ nicht, wenn diese bei ihrer Anwendung - Verbrennung - wieder CO2 erzeugen. Da es das Ziel ist, die CO2-Emission - drastisch - zu reduzieren, sollte man entweder gar nichts verwenden, was CO2 beim Verbrennen erzeugt, oder das CO2 sofort rausfiltern und einpacken.
Viele Menschen steigen gerade auf „nachwachsende Rohstoffe“ - Holz - zum Heizen um, weil das ja so viel klimafreundlicher als Öl oder Gas wäre. Aus dem Schornstein kommt aber immer noch CO2.
Die Argumentation, dass dann in 80-100 Jahren ein neu gepflanzter Baum all dieses CO2 wieder binden würde, hat Null Komma Null Einfluss auf die derzeitige CO2-Emission. Und die muss runter.
Da stimmme ich Dir vollinhaltlich zu.
Letztlich ist mit dem gleichem Argument dann auch Erdöl “nachhaltig”, weil irgendwann einmal aus organischem Material - mit darin gebundenem Kohlenstoff - entstanden.
Der einzige Unterschied zwischen Erdöl und Holzschnitzel besteht hinsichtlich der Bindung von Kohlenstoff nur in der Dauer seiner Bindung - einige Millionen Jahre bei Erdöl oder einige Jahrzehnte bei Holz.
Die CO² Problematik entsteht in beiden Fällen durch die bei der Verbrennung erfolgende plötzliche Freisetzung und Oxydation jener Kohlenstoffmengen, die vor längerer Zeit in den organischen Materialien (zu den Lebzeiten der jeweiligen Pflanzen/Tiere ) eingelagert und in den Erdöl-Lagerstätten bzw Wäldern angesammelt wurden.
Der Kohlenstoff im Erdöl würde aber nicht freigesetzt werden , wenn das Erdöl in seinen Lagerstätten verbleiben würde und nicht zu Treibstoff verarbeitet werden würde.
Der in Holz enthaltene Kohlenstoff wird aber jedenfalls freigesetzt, auch im Falle seiner Verrottung, und wird (später) freigesetzt, wenn Holz nicht sofort verbrannt, sondern als Baustoff verwendet und erst nach Abbruch solcher Holzgebäude thermisch verwertet werden sollte.
Was noch hinzukommt,
a) Holz in herkömmlichen Öfen verbrennen erzeugt viel schädlichen Feinstaub - frag mal Kachelmann.
b) Die Mär, dass unsere Wälder CO2 Senken sind. stimmt nicht mehr!
Wie müssen komplett von verbrennen weg!
(Mär auch so ein Wort dass heute schon ungewöhnlich ist, darob ließe sich diskutieren)
Wie vermessen wie Menschen wohl sind … eine meiner Antworten in Diskussion mit verbohrten Klimawandelleugner und Ölfetischisten:
Die Nautur benötigte zig, zig Millionen von Jahren um Kohlenstoff unter Tags in Form von Erdgas, Erdöl, Kohle zu binden - wir benötigen nun etwa 200 Jahre um das zu verbrennen!
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Was die Folgen sein können - sich mit Ablauf und Folgen des sibirischen Trapps zu befassen, das zeigt wohin die Reise gehen könnte!
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