Einige deutsche Firmen sehen KI als Ersatz fĂĽr Hochschulabschluss

Ifo-Umfrage: 20 Prozent der Unternehmen, die künstliche Intelligenz einsetzen, halten es für leicht oder sehr leicht, die Absolventen durch weniger qualifizierte Beschäftigte zu ersetzen

https://www.derstandard.at/story/3000000327004/einige-deutsche-firmen-sehen-ki-als-ersatz-fuer-hochschulabschluss

KĂĽnstliche Intelligenz ist fĂĽr eine wachsende Zahl von Unternehmen eine Alternative zu formaler Qualifikation und Berufserfahrung.

So wird aber Deutschland (bzw. Europa) als Industriestandort sicher nicht gesichert werden können, werden in Zukunft noch mehr Fachkräfte fehlen, als heute ohnehin schon fehlen und wird die Technologiefeindlichkeit noch weiter zunehmen.

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup zufolge bereitet KI mehr als 70 Prozent der zwischen 1997 und 2012 geborenen „Generation Z“ Sorgen oder ruft Unmut hervor.

Ab wann sollte man den eine arbeitende Person als FACH-Kraft ansehen? Erfordert Regale ausfĂĽllen eine Fachkraft? Oder die vielen bĂĽrokratischen Arbeiten im BĂĽro?

Vielleicht sollten wir eher von fehlenden Künstlern sprechen - denn Kunst kommt von Können, was andere nicht können.

Jede Tätigkeit, die Du in 1-2 Wochen erlernen kannst, wenn du alle fünf Sinne beieinander hast, erfordert doch wohl keine „Fachkraft“.

Und fehlen BILLIGE Arbeitskräfte. Und wenn wir die nicht haben, dann suchen wir nach geeigneten Alternativlösungen. Halt die KI.

Ich darf wohl annehmen, das Dir die Spannweite des Begriffes „Fachkraft“ bekannt ist ?
Industrie und Gewerbe werden bei ihrer - oft „händeringenden“ - Suche nach geeigneten Fachkräften sicher nicht nach Leuten suchen, die dann nur irgendwelche Waren in irgendwelche Regale einzuschlichten hätten.
Selbst ein Lehrlingsausbildung - und damit die unterste Stufe einer Ausbildung zur Fachkraft - dauert wesentlich länger, als die von Dir angeführten „2 Wochen“.
„gutes Benehmen“ und „sicheres Auftreten“ und Empathie oder vielleicht auch fehlende Grundfertigkeiten, die „normalerweise“ im Elternhaus und im Verlauf der Grundschul-Bildung erworben und eingeübt werden sollten (und tatsächlich im Alltag und auch an jedem Arbeitsplatz benötigt werden) können nicht in 2 wöchigen „Schnellsieder-“ Kursen „im Eilverfahren“ erfolgreich nachgeholt werden.

Eine Person, die stark genug ist, ein neues Fach in ein Regal einzulegen/einzuhängen oder groß genug ist, auch das oberste Fach eines Regals ohne Leiter erreichen zu können, ist deshalb noch lange keine „Fachkraft“ , auch wenn sie sich den ganzen Tag - und mit ganzer Kraft - der Betreuung ihre Fächer widmet.

Und fehlen BILLIGE Arbeitskräfte. Und wenn wir die nicht haben, dann suchen wir nach geeigneten Alternativlösungen. Halt die KI.

Das dürfte ein schwerer Fehlschluss sein, den nicht nur Du, sondern offenbar auch immer mehr Firmen und Politiker gerade ziehen, der aber noch schwere wirtschaftliche Folgen haben wird , wenn ein deutsches - leider noch nicht rechtskräftiges - Gerichtsurteil gegen Google tatsächlich zu einem „Meilenstein“ für den Umgang mit Ergebnissen aus KI-Systemen werden sollte - und auch für alle anderen KI-Systeme Bedeutung erlangen sollte:

https://forum.4future.community/t/urteil-mit-weitreichenden-folgen-google-haftet-fuer-ki-suchergebnisse/2070/6?u=erich_pekar

Gleichzeitig werden derzeit die Preise für die Nutzung von KI-Services gerade kräftig angehoben :

https://forum.4future.community/t/das-ende-des-all-you-can-prompt-buffets/2082?u=erich_pekar

Und in Zukunft wird es auch immer weniger Fachkräfte geben, die dann noch beurteilen könnten, ob Ergebnisse aus KI auch tatsächlich brauchbar sind und verwendet werden können/dürfen :

https://forum.4future.community/t/einige-deutsche-firmen-sehen-ki-als-ersatz-fuer-hochschulabschluss/2080/2?u=erich_pekar

Und der gesellschaftliche Sprengstoff „KI“ wird dann in Zukunft noch viel explosiver werden :
Nicht nur wegen der schon heute verfügbaren Mittel, Fakemeldungen personalisiert und Situations-bezogen mit großem Volumen vollautomatisiert generieren zu lassen und damit nahezu beliebige Wahlergebnisse „produzieren“ zu können, und jede Dokumentation der Realität heute schon wie Fake-Information behandeln zu müssen - sondern auch, weil die Zahl der durch KI-Systeme auf irgendeine Weise Benachteiligten/Geschädigten in Zukunft rasant steigen wird , während die Zahl der tatsächlichen (nicht nur scheinbaren) Nutznießer von KI-Systemen in Zukunft immer kleiner werden dürfte.
Denn was passiert dann mit all den „teuren“ (und teuer ausgebildeten) , angeblich, nicht mehr benötigten Arbeitskräften ?
Welchen Zulauf werden dann wohl politische Gruppierungen erhalten (und erhalten diese weltweit oft schon heute), wenn sie einfache Lösungen für (fast) Alle und für jedes Problem versprechen ?

Die größte Herausforderung: Wie dämmt man die Flut von Fakes, Hoax, Propaganda, Agitation - Vieles davon sogar bösartig - etc. ein.

Wie kann man Suggestion von Bevölkerungsteilen, Irrglaube, Unsicherheit eindämmen, wie erkennen und verifizieren was real und was erfunden ist?

Scheint dies doch Auch schon ins Parlament eingezogen zu sein - bei so mancher Rednerin, manchem Redner kann man nur mehr den Kopf schĂĽtteln.

Wenn doch nun auch schon reale Wissenschaft angezweifelt wird. :roll_eyes: :face_with_symbols_on_mouth:

Wirten suchen händeringend nach Fachkräften. Das sind dann Hilfskräfte für das Gastgewerbe in den Wintermonaten in Tirol. Bezahlt wird dabei natürlich nach Kollektivvertrag. Überzahlung natürlich nicht möglich.

Und dann wundern wir uns über den Fachkräftemangel.

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  1. Wer nichts weiĂź, muss alles glauben.
  2. Wenn etwas nur oft genug wiederholt wird, werden selbst einfach durchschaubare Lügen und leicht erkennbare Fakes eines Tages als Wahrheit „akzeptiert“.

In diesen beiden Punkten unterscheidet sich menschliches Lernverhalten nicht vom maschinellen „Lernverhalten“ der KI.
Bei diesen beiden Problemen kann uns daher KI - wie bei vielen anderen Problemen auch - keinerlei anwendbare Lösungsvorschläge liefern.

Ich vermute, gar nicht. Gab es immer. Wird es immer geben.

Wissenschaft ist leider auch nicht verlässlich und eineindeutig.

Du kannst für fast jede „Sichtweise“ zahlreiche „wissenschadtliche Studien“ als Belege anführen. Selbst wenn Dich Sichtweisen sich völlig widersprechen. Gerade, wenn du dich in wissenschaftliche Bereiche abseits der Grundlagen der Naturwissenschaften bewegst. Die Wirtschaftswissenschaft ist da ein prägnantes Beispiel.

Nun, ich vermute, dass Unternehmen eher darüber klagen, dass Fachkräfte zu teuer sind, als dass diese gar nicht verfügbar wären. Wer gutes Geld zahlt, bekommt auch gute Leute.

Betrachte zum Beispiel die MA48.

Schon in den 1960er-Jahren haben wir damit begonnen, Arbeitskräfte weg zu rationalisieren, nachdem selbst die zahlreichen Gastarbeiter nicht mehr ausreichten. Begonnen hat dieser Prozess in den Produktionsstätten: Dort, wo früher Hunderte von Menschen in fußballfeldgroßen Hallen arbeiteten, stehen heute unzählige Maschinen, Automaten und Roboter – und man findet nur noch eine Handvoll Aufsichtspersonal vor.

Spätestens in den 1980er-Jahren hat diese Rationalisierung auch in den Büros begonnen.

Dem werden nicht entkommen. Ob wir nun KI verbieten oder nicht.

Überall dort, wo Technologie besser, ausdauernder, zuverlässiger, verfügbarer und günstiger ist als der Mensch, wird sie auch eingesetzt.

Diese Frage habe ich schon vor über 10 Jahren mit Politikern, Soziologen und Philosophen diskutiert. Ein Minister bestätigte mir, dass sie schon sein den 70er Jahren wissen, dass das versprechen der Beschäftigung eine Lüge ist.

Wir kommen in Europa derzeit mit ca 2% der arbeitenden Bevölkerung aus, um unsere Landwischaft zu betreiben.

Der Anteil der arbeitenden Menschen, die in produzierenden oder verarbeitenden Unternehmen arbeiten, ist auf 17% gesunken. FĂĽhrt man die Entwicklung seit den 70er Jahren fort, werde wir in 20 Jahren auch bei 2% liegen.

(Sehe dazu auch das Papier des 4future.institutes zur Industriestrategie.)

Im Dienstleistungssektor haben wir der Beschäftgungspeak auch schon hinter uns gelassen.

Der Altersmedian liegt Heuschober bei Mitte 50 und vermutlich werden in 10 Jahren mehr als die Hälfte der Menschen Pensionisten sein. Daraus kannst Du ableiten, dass - Inder und Jugendliche sowie nicht Arbeitende abgezogen - weniger als 20% noch arbeiten werden müssen.

Darauf mĂĽssen wir uns vorbereiten. Was machen die alle, wenn sie nichts mehr zu tun haben?

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War vor längerer Zeit im Waldviertel bei einem bekannten Elektrohersteller zur Werksbesichtigung geladen, dort wo früher bis zu 400 Menschen Teile herstellten, stehen nun 100 Kleinroboter hinter Glas. Interessant mit welch wiederkehrender Präzision und “Fingerfertigkeit“ diese Dinger arbeiten, das bringt auf Dauer kaum ein Mensch zusammen.
Früher wurden Geräte meist von Frauen in Heimarbeit zusammengebaut. War im hinteren Waldviertel für Viele eine gute Einnahmequelle. Heute passe!

Ich war über Jahre öfters dort, kenne den Werdegang dieser Firma schon länger.

Und das ist ja auch eines unsere Probeme - vielleicht sogar das weltweite Hauptproblem.
Dass ein Bereich unserer Bemühungen um Erkenntnis und Erlangung von Handelsanleitungen mehr mit Glauben, Überzeugung, Vertrauen und Hoffnung zu tun hat, als mit Fakten, Zahlen und testbaren Modellen der „realen Welt“ irgendeiner anerkannten Wissenschaft, haben schon Viele bemerkt - genutzt hat diese Fetstellung bisher aber immer noch nicht.
Wirtschaftswissenschaften ( und ihre Vertreter) hatten immer schon mehr Gemeinsamkeiten mit Religionen (und ihren Priestern und Heiligen), als mit irgendeiner Wissenschaft.
Und aus beiden Gründen (Wirtschaft und Religion) wurden in der Vergangenheit - und werden auch heute noch immer - zahlreiche Kriege geführt, um den „richtigen“ - bzw. den „wahren“ - Glauben zu verbreiten.

Da bin ich nicht ganz Stefans Meinung. Es haben sich immer neue Jobs gebildet, wenn alte verloren gingen. Die Frage ist ja nicht ob wir das Zeug wirklich brauchen, das man uns verkauft.

Wir kommen gut ohne Netflix aus - trotzdem haben wir es bekommen. In Zukunft wird der Netflix Film halt nicht mehr gedreht, sondern mit KI erstellt - dann kommt irgendetwas Neues. (z.b. Wir fliegen auf den Mars, oder wir führen wieder mal einen Krieg, döppern alles zusammen und bauen es danach wieder auf). Mir wäre erstere Variante lieber als zweitere.

Wir sehen aktuell ja auch gerade: KI ersetzt angeblich Programmierer - das Spannende ist es gibt jetzt deutliche mehr Programmierer als vor dem KI Zeitalter, weil es auch deutlich mehr Bedarf gibt, die KI zu steuern - und dafĂĽr muss ich mich auch auskennen.

Was fängt mehr als die Hälfte der Menschen mit ihrer freien Zeit an, wenn sie keine Arbeit haben, sondern die nächsten 30-40 Jahre in der Pension verwarten?

Vielleicht sollten wir die Begrifflichkeit klaren:

  • Arbeit ist das, was einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert erzeugt, welcher von der Gesellschaft zum Leben in Wohlstand benötigt wird und die dafĂĽr notwendigen Produkte und Dienstleistungen erzeugt. Das Muss irgendjemand machen.
  • Beschäftigung ist alles an Tätigkeiten, was keinen Mehrwert fĂĽr die Gesellschaft (die anderen Menschen) hat.

Hast schon mal Pensionisten getroffen die Zeit hatten? :laughing: :rofl:

dieser wirtschaftliche und gesellschaftliche Mehrwert wird aber immer öfte nicht ausreichend oder sogar gar nicht honoriert - z.B. Haushaltsarbeit , Kinderbetreung bzw. Kranken- und Alten-Pflege innerhalb der Familie, Freiwilligen-Arbeit in Organisationen ( auch freiwillige Feuerwehren, Rettungsdienste , .. ) und Vereinen.
Diese zu geringe Honorierung fĂĽhrt dann ĂĽber zu geringe Steuereinnahmen zu viel zu geringen Einnahmen des Staates und der Sozial-, Kranken- und Pensions-Versicherungen bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an diese Bereiche.

In öffentlichen Diskussionen unter Beteiligung von Regierungsvertretern wird aber dieses Problem nicht deutlich genug angesprochen - um offenbar das „Wahlvolk“ nicht zu verunsichern.

Grundlagenforschung, für die noch kein Erfolg und wirtschaftlicher Nutzen absehbar ist, wäre also - deiner Definition zufolge - nicht Arbeit der dort tätigen Personen, sondern „lediglich“ eine „Beschäftigung“, die sie sich gesucht haben - um sich nicht der Langeweile hingeben zu müssen, statt „richtig“/„ordentlich“ zu arbeiten ?
Die Leute in Fusionsreaktor-Projekten, oder im CERN sollten daher besser einer „anständigen“ Arbeit nachgehen, statt sich dort mit „dubiosen“ Dingen zu beschäftigen, die „nichts bringen“ - und zudem nur Kosten verursachen ?