Empfehlungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet

Die deutsche Prien-Kommission hat ihre Empfehlungen mit 56 Handlungsempfehlungen vorgelegt.

https://www.heise.de/news/Mehr-als-Mindestalter-Was-die-Prien-Kommission-empfiehlt-11343053.html

https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/expertenkommission-veroeffentlicht-handlungsempfehlungen-290226

Hier der Bericht im Original.

https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/290236/32c7a742b1ee00b498fca42c37784c99/20260624-handlungsempfehlungen-expertenkommission-kinder-und-jugendmedienschutz-data.pdf

Hier ist eine kurze KI-Zusammenfassung der Handlungsempfehlungen der UnabhĂ€ngigen Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ (Stand: Juni 2026):


Kernbotschaft

Die Kommission betont, dass Kinder und Jugendliche in einer zunehmend digitalisierten Welt sowohl Schutz vor Risiken (z. B. manipulative Inhalte, Cybermobbing, KI-Herausforderungen) als auch BefĂ€higung zur selbstbestimmten Nutzung digitaler Medien und Teilhabe an der digitalen Gesellschaft brauchen. Diese Trias (Schutz, BefĂ€higung, Teilhabe) ist zentral fĂŒr ein gelingendes Aufwachsen.


Ziele & Leitprinzipien

  1. Schutz: Vor schĂ€dlichen Inhalten, Übergriffen und entwicklungsbeeintrĂ€chtigenden Strukturen.
  2. BefÀhigung: Förderung von Medienkompetenz, UrteilsfÀhigkeit und Selbstregulation.
  3. Teilhabe: Zugang zu digitalen Bildungs- und Gestaltungsmöglichkeiten.

Leitprinzipien:

  • An bewĂ€hrte Strukturen anknĂŒpfen und erfolgreiche AnsĂ€tze skalieren.
  • Verantwortungsgemeinschaft zwischen Politik, Bildung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Familien.
  • FlexibilitĂ€t fĂŒr Akteure vor Ort (z. B. Schulen, Jugendhilfe), aber mit klaren Standards und verbindlichen Zielen.
  • Vorausschauendes Handeln, besonders bei KI und neuen Technologien.

Handlungsfelder

Die Empfehlungen sind lebensphasenorientiert (von 0–18+ Jahren) und akteursbezogen strukturiert:

  • Eltern & Familie: FrĂŒhkindliche Begleitung, AufklĂ€rung ĂŒber Mediennutzung.
  • Bildungseinrichtungen: Integration von Medienkompetenz in LehrplĂ€ne, Schulsozialarbeit.
  • Kinder- und Jugendhilfe: PrĂ€vention, Beratung, Schutz vor GefĂ€hrdungen.
  • Plattformen & Industrie: Altersgerechte Gestaltung, Transparenz, Datenschutz.
  • Forschung: Wissenschaftliche Begleitung der digitalen Transformation.
  • Politik & Gesamtsteuerung: KohĂ€rente Strategien auf Bund-, LĂ€nder- und EU-Ebene.

Herausforderungen

  • Schnelle technologische VerĂ€nderungen (z. B. KI) erfordern proaktive Gestaltung statt reaktiver Regulierung.
  • Ungleiche Chancenverteilung: Sozioökonomische Faktoren beeinflussen, wie Kinder digitale Medien nutzen.
  • UmsetzungslĂŒcken: Bestehende Regeln und Angebote mĂŒssen verbindlicher finanziert und vernetzt werden.

Ausblick

Die Kommission sieht ihre Empfehlungen als Grundlage fĂŒr eine nationale Strategie, die bis Mitte Juli 2026 finalisiert werden soll. Der Abschlussbericht folgt im September 2026.


Zitat der Vorsitzenden:

„Ob aus der digitalen Transformation mehr Chancengerechtigkeit entsteht, ist keine technologische, sondern eine gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe.“


Quelle: BMBFSFJ – Handlungsempfehlungen (Juni 2026)