Ein akademischer Abschluss garantiert keine guten Jobs mehr. Für die in Zukunft benötigten Qualifizierungen muss die Gesellschaft neue Strukturen entwickeln
Eine Lehre ist super! Allerdings fĂĽr die Kinder der anderen.
Die Kinder sollen es besser haben, was Einkommen, Status und das gute Leben schlechthin betrifft. FĂĽr diesen Plan ist eine Lehre meist nur zweite Wahl.
Es wird sich zeigen, dass die als Höherqualifizierung verstandene Akademisierung eine Verwechslung ist und bessere Qualifikationen wenig mit Abschlüssen an einer Hochschule zu tun haben. Schon jetzt kommen mehr junge Akademiker auf den Arbeitsmarkt, als dieser aufnehmen will. Das wird sich noch zuspitzen.
Schon bis zum Jahr 2029 verschwinden demnach um 51.000 Menschen mit Lehrabschluss mehr in Pension als nachrücken. Besonders in Handwerk, Technik, in der Elementarpädagogik und in der Pflege dürfte der Fachkräftemangel schnell noch akuter werden.
Welche Migration, welche Inklusion und welche Milliardeninvestitionen in Qualifizierung (nein, nicht Akademisierung) wollen und mĂĽssen wir uns in einer alternden Gesellschaft leisten?
Bestimmt kein Aussortieren von Kindern anhand althergebrachter Ausbildungsfähigkeit und kein Zusehen, wenn Menschen mit Migrationshintergrund an und in den Systemen scheitern. Sicher keine schlecht ausgestatteten Berufsschulen mit veralteten Lehrplänen oder Polytechnische Schulen, in denen Junge geparkt werden, bis die Schulpflicht erledigt ist. Und schon gar nicht Tausende Junge, die weder in einer Ausbildung noch in einer Beschäftigung sind.
KI kann die Menschen nicht ersetzen, die wir für die Wirtschaft der Zukunft benötigen. Das können nur gelernte Spezialisten.
