Wir können nur sofort wirksame Maßnahmen setzten, um besser mit dem aktuellen Wetter klar zu kommen:
- Kühlgeräte installieren oder alle Kühl- und Gefrierschränke öffnen.
- Wärmeschutzfolien an den Fenstern anbringen
- In den Park, in den Keller oder in die klimatisierte S-Bahn flüchten.
- Hitzefrei: ein Sommerlockdown, bei dem nur die systemrelevanten Berufe arbeiten und die Schüler ins Schwimmbad gehen.
- Nach Grönland auswandern.
„Sofort wirksame Klimaschutzmaßnahmen” gibt es leider nicht. Es bräuchte einen göttlichen Eingriff in Form einer abkühlenden zweiten Sintflut, durch die dann leider die Menschheit ertrinken würde und das Problem sich somit erledigt hätte.
Das Klima ist ein träger Tanker. Maßnahmen, die du heute ergreifst, zeigen erst in Jahren, Jahrzehnten oder Jahrhunderten Wirkung. Selbst wenn wir jetzt sofort sämtliche klimaschädlichen Handlungen einstellen würden, müssten wir uns in den nächsten Jahrzehnten noch mit dem immer heißer werdenden Wetter, den Überschwemmungen und den Stürmen auseinandersetzen.
Bereits Mitte der 1970er Jahre wurde vor den Folgen des Klimawandels gewarnt. Doch man wurde überhört.
Und wir erleben es immer wieder, wenn sich jemand damit auseinandersetzt, wie er z. B. mit PV, Windkraft, Wärmepumpen, Zugfahren oder E-Autos seinen Beitrag leisten möchte. Da wird einem immer entmutigend ein „Das geht alles nicht!” entgegengeworfen.
Menschen agieren wie Lemminge in einer Herde. Ja, es gibt einige wagemutige Pioniere, die von der Herde misstrauisch beäugt werden. Erst wenn es der Herde absolut sicher erscheint, bewegen sich die ersten Tiere. Langsam, träge, nach und nach. Wenn alle anderen in Bewegung erscheinen, stehen auch die letzten Tiere auf und bewegen sich.
Jedes Zögern, jeder Richtungswechsel und jedes Zweifeln der Pioniere oder der Leithammel führt dazu, dass die Herde sich nicht von der Stelle rührt.
Das ist das Problem, das uns Politik, Medien und Unternehmensführungen einbrocken.
Wie ich heute Morgen in einem Artikel über das Scheitern der deutschen Fußballnationalmannschaft in einem Kommentar des ehemaligen Torhüters Oliver Kahn gelesen habe, ist niemand mehr bereit, Verantwortung zu übernehmen und den Schmerz auszuhalten.
Führung findet nicht statt. Und wir wählen diese Leute auch noch, lesen ihre Artikel, kaufen ihre Produkte.
Ach, wir nehmen die Regelung, dass keine CO₂-produzierenden Heizungsanlagen eingebaut werden dürfen, wieder zurück. Ach, wir setzen doch wieder auf Verbrennungsmotoren. Ach, PV-Anlagen lohnen sich wirtschaftlich nicht, die gehen kaputt, die kommen aus China, die machen den Betrieb der Gaskraftwerke unwirtschaftlich und sind schuld, dass der Strom so teuer geworden ist.
Leute: Klare Ansage. Klare Richtung. Klarer Kurs. Keine Widerrede.
Führung!
So geht das!