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ich kenne das Video problemlos sehen. Nix Geldmauer.
Da scheint jemand einen Aprilscherz vorzeitig veröffentlicht zu haben.
Selbst wenn diese “Turbine” tatsächlich Strom für 30 Fahrzeuge erzeugen könnte :
Wie kommen dann diese 30 Fahrzeuge bis auf einige tausend Meter Höhe zu ihren Ladeplätzen direkt an dieser Turbine - oder wie soll der von dieser Turbine erzeugte Strom über eine Distanz von mehreren tausend Metern zu Ladestationen auf der Erdoberfläche gelangen ?
Es scheint dem Konstruktionsprinzip dieser Turbine die Idee eines Ballons oder Zeppelins zugrunde zu liegen. Wie soll dann diese ballonartige Turbine in tausenden Metern Höhe in Position gehalten werden, um überhaupt eine für die Energieerzeugung ausreichende Durchströmung dieser Turbine zu erreichen ?
Offensichtlich wussten die Chinesen nicht, dass es nicht geht und haben es einfach gemacht.
Im Video ist diese Turbine nur in vielleicht einigen 100 Meter Höhe an einem recht dünnen Stahlseil (?) zu sehen.
Von den 12 Rotoren sind zudem bei dieser Vorführung bereits 4 Rotoren nicht funktionsfähig gewesen. Der im Video eingeblendete Text - “385 kWh in 30 Minuten” - wäre zudem ein Hinweis auf mehr als 0,6 MW Gesamtleistung ( ca. 50 kW je Rotor ) dieser Turbine. Diese Leistung müsste daher auch über ein entsprechend dickes und schweres Kabel zum Boden geleitet werden können - und dürfte die Tragfähigleit dieser “Turbine” (im Prinzip ein - gasgefüllter - Luftballon) vermutlich überschreiten.
Der ( auch Energie- ) Aufwand für das Erreichen der Arbeitshöhe dieser Turbine ist jedenfalls erheblich. “Ewig” wird diese Turbine sicher nicht in ihrer Arbeitshöhe bleiben können - und spätestens vor dem ersten Sturm wieder zu Boden geholt werden müssen.
Ob die Dicke (und das Gewicht) dieses, auf dem Video erkennbaren, Seiles - dann ( im “Endausbau” ) vielleicht auch noch “einige tausend Meter” langen - Seiles ausreicht, um über ein zumindest 2 “adriges” Kabel mehr als 600 kW elektrische Leistung übertragen zu können ?
Offensichtlich wussten die Chinesen nicht, dass es nicht geht und haben es einfach gemacht.
Es soll aber auch in China Marketing und Propaganda geben, mit der alle technischen Probleme ganz einfach als lösbar bzw. bereits gelöst dargestellt werden können.
Im Zeitalter generativer KI müssen Prototypen nicht einmal mehr gebaut und tatsächlich erprobt werden, um überzeugende Videos und Fotos solcher Ideen produzieren zu können.
Der Beitrag von n-tv interpretiert da offenbar die Daten falsch. Wahrscheinlich beruht er auf diesem Artikel:
https://solarvision.org/china-connects-megawatt-airborne-wind-power-to-grid/
Die Gesamtleistung der Turbinen wird nicht angegeben, der Aufstieg dauerte 30 Minuten, wie lange der Zeppelin tatsächlich flog um die angegebenen kWh zu erzeugen steht da nicht. Von der Größe her gehen sich da ein paar 100kW an Leistung bei normalem Wind aus.
Grob abgeschätzt geht sich das auch gewichtsmäßig aus, inklusive entsprechend starkem Haltekabel. Ist nicht unmöglich.
Bleibt aber immer noch die Frage, wie sich dieser Ballon /Zeppelin verhält, wenn einmal mehr Wind, als von den Konstrukteuren vorgesehen, blasen sollte.
Diese fliegende Turbine ist wohl mehr vom Typ “Ballon”, als vom Typ “Zeppelin” , wie auch auf dem Video beim Aufblasen der Form der Turbine zu sehen ist.
Ballone behalten ihre Forn aber nur solange, solange die von innen wirkenden Kräfte (durch den Druck des Füllgases) größer sind, als die von außen wirkenden Kröfte (des Winddruckes). Bei einem frei fliegenden Ballon oder Zeppelin ist die Relativgeschwindigkeit der umgebenden Luft auch im Fall starker Winde/Stürme gering, denn ein Ballon und auch ein Zeppelin wird dann einfach vom Wind verblasen (mitgerissen), die auftretenden Windkräfte an der Oberfläche der Hülle bleiben dadurch beschränkt.
Es sind aber viel höhere Windkräfte auf die Hüllen angeseilter Ballone und Zeppeline zu erwarten.
Im Falle der angeseilt fliegenden Turbine, wäre dann der Verlust ihrer Form und ihrer Tragfägigkeit zu erwarten.