Das Greißlersterben ist auch hierzulande ein Problem. Immer mehr Nahversorger in kleinen Gemeinden sperren zu, weil sie nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können. In Dänemark hat man alte Linienbusse zu Greisslereien umfunktioniert, die diese Gemeinden regelmäßig besuchen um älteren Menschen einen lokalen Einkauf zu ermöglichen.
War auch in Österreich, Lavanttal bekannt und wurde leider Ende der 80er-Jahre, mit der Pensionierung, beendet. Der mühsam gefundene Nachfolger hat sich dann geweigert da es ihm keinen zusätzlichen Gewinn gebracht hat.
Raiffeisen macht das mit Bankfilialen soweit ich weiß.
Bei uns in der Ortschaft nahe Hollabrunn, 350 Einwohner ist es genauso. Früher gab es 2 Greissler und 2 Wirtshäuser. Seit 10 Jahren nichts mehr. Sogar der verbliebene Heurige hat diese Jahr dicht gemacht.
Ein Bäcker kommt mit seinem Kleinbus 2mal die Woche. Das ist alles.
Ein größeres Angebot wäre sehr zu begrüßen
In Zusammenhang mit der aus Gründen eines wirksamen Klimaschutzes notwendigen wesentlichen Reduktion der - z.B. wegen fehlender regionaler Infrastruktur - erzwungenen Mobilität - wäre ein Neuüberdenken der Regionalförderung dringend erforderlich.
Denn es sollte nicht der Flächenverbrauch durch nur mit Kraftfahrzeugen erreichbare, neuerrichtete, Gewerbezonen und Einkaufszentren an den Gemeindegrenzen, auf der “Grünen Wiese”, sondern vor allem die Reaktivierung und Weiternutzung entprechender Geschäfts- und Gewerbe-Flächen in den Ortskernen gefördert werden.
